Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

Venöse Thrombose

Risikofaktoren für eine Thrombose


Risiko für eine ThromboseViele unterschiedliche Risikofaktoren hängen mit der Entstehung von Thrombosen zusammen. Generell ist die Gefahr einer venösen Thrombose immer dann besonders hoch, wenn sich Blut in den Beinen staut, weil sich dann die Blutgerinnungsneigung und damit die Thromboseneigung (Thrombophilie) erhöht. Dies betrifft vor allem bettlägerige Patienten oder Menschen mit einem Druck- oder Gipsverband. Der Blutstrom im „stillgelegten" Körperteil verlangsamt sich, denn auf Grund der Bewegungslosigkeit erschlafft zusätzlich die Beinmuskulatur. Fehlt die Unterstützung der Muskel-Venen-Pumpe, geben die Venen nach und weiten sich. Das Blut versackt in den Venen und wird nicht mehr in Richtung Herz gepumpt, was die Bildung einer Thrombose stark begünstigt.

Deshalb kann auch langes Sitzen und allgemeiner Bewegungsmangel (z. B. bei Fernflügen) die Thrombosegefahr erhöhen (Reisethrombose): In Folge des langen Sitzens wird der Blutfluss langsamer. Zusätzlich wird durch die Lufttrockenheit der Kabine bei mangelhafter Flüssigkeitszufuhr das Blut „dicker" und die Gefahr der Blutgerinnung steigt. Das Tragen enger Kleidung kann den Blutfluss in den Venen noch weiter verlangsamen.

Weitere Risikofaktoren für eine venöse Thrombose sind

  • Erbliche Blutgerinnungsstörungen
  • Infektionskrankheiten, Fieber
  • Operationen unter Vollnarkose
  • Entbindungen (vor allem per Kaiserschnitt)
  • Einnahme von östrogenhaltigen Hormonpräparaten wie z. B. der „Pille"
  • Hormonersatztherapie in den Wechseljahren

« vorherige Seite

nächste Seite »

Artikel mit Unterseiten drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema