
Schilddrüsenunterfunktion
Schwanger mit Schilddrüsenunterfunktion
Die Schilddrüse vergrößert sich während einer Schwangerschaft leicht, da an sie während dieser Zeit erhöhte Anforderungen gestellt werden. Auch eine gesunde Schilddrüse kann deshalb ein wenig von den Normwerten abweichen. Eine übermäßige Vergrößerung sollten Sie allerdings dringend von Ihrem Internisten untersuchen lassen.
Während einer Schwangerschaft und der Stillzeit ist der Bedarf an Jod erhöht. So sollten werdende Mütter circa 200-300 Mikrogramm (= Millionstel Gramm) täglich mit ihrer Nahrung oder ergänzend mit Jod-Tabletten aufnehmen.
Eine bereits erkannte Schilddrüsenunterfunktion während der Schwangerschaft muss regelmäßig untersucht werden. Eine Unterfunktion muss sofort mit dem Schilddrüsenhormon Levothyroxin behandelt werden, sonst drohen im schlimmsten Fall Fehl- oder Frühgeburten.
Bei richtig dosierter Medikamentengabe ist die normale Entwicklung des Kindes gesichert. Da der Körper während der Schwangerschaft mehr Schilddrüsenhormone benötigt, müssen Schwangere mehr Levothyroxin einnehmen. Setzt eine werdende Mutter die Medikamente jedoch vorzeitig ab, so kann das Ungeborene körperliche und geistige Schäden davontragen, denn die Schilddrüse des Fötus beginnt erst ab der 12. Schwangerschaftswoche mit der eigenen Thyroxin-Bildung (T4).
Die medikamentöse Behandlung während der Schwangerschaft und Stillzeit ist ungefährlich. Dagegen sollte eine Untersuchung mit radioaktiver Strahlung, z. B. eine Szintigrafie, während der Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden.


