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Stuhluntersuchung


Eine Stuhluntersuchung gibt Auskunft über den Zustand des VerdauungstraktesDie Beschaffenheit des menschlichen Kots - dazu zählen Farbe, Masse, Härte, Geruch - gibt Auskunft über den Zustand des Verdauungstraktes. Normalerweise besteht der Stuhl aus 3 Vierteln Wasser, Nahrungsresten, Bakterien und abgetragenen Schleimhautzellen. Seine Farbe erhält er durch den Gallenfarbstoff. Bei einer Stuhluntersuchung wird der Kot im Labor auf mögliche Krankheitserreger und Blut untersucht.

Hellrote Beimischungen von Blut, die aus dem unteren Darmabschnitt oder von stärkeren Blutungen aus höheren Darmbereichen stammen, sind bereits für das bloße Auge sichtbar. Mögliche Ursachen  sind Hämorrhoiden, Polypen und Divertikel. Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt färben den Stuhl auf Grund der Magensäure schwarz. Diese Farbe entsteht beispielsweise aber auch durch die Einnahme von Kohle- oder Eisenpräparaten.

Weitaus bedeutender ist das so genannte okkulte (versteckte) Blut im Stuhl, das dem Betroffenen beim Toilettengang nicht auffällt. Es weist auf Darmpolypen, Entzündungen, Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel) und im schlimmsten Fall auf Dickdarmkrebs hin. Deshalb ist der Test auf okkultes Blut Teil der Krebsfrüherkennung ab dem 50. Lebensjahr (fäkaler Okkultblut-Test). Hierbei weist der Arzt den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) in der Stuhlprobe mit speziellen Lösungen nach. Blutbeimengungen sind immer ein Hinweis auf eine Erkrankung, die der Internist in weiteren Untersuchungen erkennen muss. Die Untersuchung auf okkultes Blut ist aber nicht so sicher, da sie in 25-30% der Fälle Erkrankungen übersieht oder fälschlicherweise erkennt.

Auch andere Erkrankungen machen sich durch einen veränderten Stuhlgang bemerkbar. Ein Befall mit Bakterien, Viren oder Parasiten kann zum Beispiel zu Durchfall führen. Die Erreger lassen sich im Kot und im Blut mikrobiologisch nachweisen. Ein grauer Stuhl weist auf eine vermehrte Fettausscheidung, ein weißer Stuhl gar auf Störungen des Galleabflusses oder eine Lebererkrankung hin. Bei diesem Verdacht ist eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums angezeigt.

Große Mengen an Stuhl zeigen, dass viele Nahrungsbestandteile im Darm nicht aufgenommen werden können. Dies deutet darauf hin, dass die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Verdauungsenzyme produziert. Blasser, stark riechender Stuhl (Fett- oder Butterstuhl) ist ebenfalls ein Indiz für eine geschädigte Bauchspeicheldrüse. Dunkel gefärbter Kot hingegen ist meistens ernährungsbedingt und tritt, zum Beispiel, nach dem Genuss von Blaubeeren auf.

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