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Vorsorge & Früherkennung


Obwohl Krebserkrankungen zu den häufigsten Todesursachen gehören, bedeutet die Diagnose „Sie haben Krebs" in vielen Fällen heute kein Todesurteil mehr. Mit den modernen Therapieverfahren sind viele Tumoren inzwischen heilbar und die Patienten haben eine nahezu normale Lebenserwartung. Je früher der Arzt einen Tumor entdeckt, desto größer ist die Chance, dass der Patient geheilt werden kann. Denn durch regelmäßige Untersuchungen können noch gutartige Krebsvorstufen aufgespürt und behandelt werden, so dass es gar nicht erst zu einer Krebserkrankung kommt. Viele Krebsarten können außerdem zu einem Zeitpunkt erkannt werden, an dem der betreffende Tumor noch klein ist und er sich noch nicht in andere Körperregionen ausgebreitet hat (Metastasenbildung).

Gehen Sie daher regelmäßig zu Früherkennungsuntersuchungen, auch wenn sie zeitaufwändig oder manchmal unangenehm sind. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für bestimmte Alters- und Risikogruppen. Zu den wichtigsten Krebsvorsorgeuntersuchungen zählen die Darmkrebsvorsorge, die Brust- und Gebärmuttervorsorge bei Frauen, die regelmäßige Untersuchung der Prostata bei Männern sowie die Untersuchung der Haut bei Frauen und Männern.

In unserer Rubrik Vorsorgeuntersuchungen sowie auf www.frauenaerzte-im-netz.de finden Sie umfassende Informationen zu den empfohlenen Untersuchungen.

 

Gesunder Lebensstil

Ein gesunder Lebensstil hilft zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung, Krebserkrankungen zu vermeiden. Versuchen Sie, das ihrer Größe, ihrem Alter und Geschlecht entsprechende Normalgewicht zu halten (BMI), denn Übergewicht erhöht die Gefahr für bestimmte Krebsarten. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte mit Ballaststoffen wie Getreide und Hülsenfrüchte sowie mäßiger Fleischkonsum senken ebenfalls das Krebsrisiko.

Wie sehr sich die Ernährung auf die Entstehung von Krebs auswirken kann, ist umstritten und je nach Krebsart unterschiedlich. Während beispielsweise eine gemüse- und obstreiche Ernährung wissenschaftlichen Studien zufolge Magen-, Speiseröhren-, Darm- und Lungenkrebs vermeiden helfen kann, scheint Brustkrebs lediglich auf bestimmte Gemüsesorten anzusprechen (Hülsenfrüchte, Tomaten, Karotten), Blasenkrebs wiederum ausschließlich auf Obst.  

Wer sich regelmäßig sportlich betätigt, hat ebenfalls ein geringeres Krebsrisiko. Auch ein bewegungsintensiver Beruf kann dazu beitragen. Empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen und Wandern. Trinken Sie außerdem Alkohol nur in Maßen und verzichten Sie auf Tabak. Wenn Sie bereits zu den Rauchern gehören, ist das Aufhören zu jedem Zeitpunkt sinnvoll - je eher, umso besser. Vor intensiven Sonnenbädern ist generell zu warnen - die Haut altert schneller und jeder Sonnenbrand erhöht die Krebsgefahr. Allerdings müssen Sonnenliebhaber die UV-Strahlen nicht komplett meiden. Regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft (z.B. Spaziergänge) sind sogar ratsam. Denn Sonnenlicht kurbelt die körpereigene Produktion von Vitamin D an - und schützt damit sogar vor Brustkrebs. In jedem Fall darf aber ein guter UV-Schutz in Form einer Kopfbedeckung und einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nicht fehlen!

Lassen Sie sich außerdem gegen Infektionskrankheiten impfen, die Krebs auslösen können. Impfungen gegen Humane Papilloma-Viren werden Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfohlen und senken das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um 70%. Eine Impfung gegen Hepatitis-B-Viren wird vor allem Jugendlichen und Urlaubern empfohlen und kann vor Leberkrebs schützen. Darüber hinaus verhindern Kondome die Übertragung von Krebs auslösenden Erregern beim Geschlechtsverkehr.

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