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Chikungunya

Was ist Chikungunya?


Was ist ChikungunyaDas Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht. Der beste Schutz vor der Infektion ist, nicht von Mücken gestochen zu werden.

Das Chikungunya-Virus wurde im Jahre 1953 in Tansania und Uganda entdeckt. Der Name „Chikungunya" bedeutet in der Sprache der Makonde im Südosten Tansanias „der gekrümmt Gehende" und bezieht sich auf die oft schweren Muskel- und Gelenkschmerzen. Das Virus kommt vor allem in Afrika, auf dem indischen Subkontinent und in Südostasien vor (s. Karte). Seit 2005 breitet sich auf den Inseln des Indischen Ozeans wie Réunion, Mauritius, den Seychellen oder Madagaskar, in Indien, Sri Lanka und Gebieten Südostasiens die größte bisher aufgetretene Epidemie des Chikungunya-Fiebers aus. Viele Touristen aus Europa erkrankten ebenfalls an Chikungunya-Fieber: Sie hatten die Krankheit von ihrer Reise mitgebracht.

Im Sommer 2007 wurde erstmals über eine Chikungunya-Virus-Übertragung in Europa berichtet. In der norditalienischen Provinz Emilia-Romagna wurde über 247 Fälle von Chikungunya-Fieber berichtet. Bei 217 Patienten konnte die Infektion durch Laboruntersuchungen bestätigt werden. Die aktuellsten Berichte von Chikungunya-Virus-Infektionen kommen aus Indonesien: Dort finden seit den 1970er Jahren immer wieder Epidemien statt. Kürzlich fanden vor allem in Zentral- und West-Java und auf Sumatra Infektionen statt. Im Stadtstaat Singapur wurde zum ersten Mal über eine Infektion mit dem Virus berichtet: 6 Menschen erkrankten im Januar 2008 an Chikungunya-Fieber.

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