Die Zusammensetzung des Blutes kann dem Arzt wichtige Hinweise auf vorliegende Erkrankungen liefern, denn viele Krankheitsbilder verändern die Menge der im Blut treibenden Zellen oder der darin gelösten Substanzen. Eine Blutanalyse, ein so genanntes Blutbild, ist also ein unersetzliches Hilfsmittel zur Krankheitsdiagnose.
In der rechten Navigationsleiste finden Sie Infos zu den wichtigsten Blutwerten in alphabetischer Reihenfolge: Warum sie gemessen werden und was es bedeutet, wenn sie zu hoch oder zu niedrig liegen. Wenn Sie einen bestimmten Blutwert suchen und überprüfen möchten, ob Ihr Wert normal ist, dann hilft Ihnen auch unser Blutwerte-Check.
Bitte beachten Sie, dass die Grenzwerte zwischen verschiedenen Analyselaboratorien leicht unterschiedlich sein können. Es besteht also nicht unbedingt ein Grund zur Beunruhigung, wenn ein Wert etwas außerhalb des Normalbereichs liegt.
Albumine sind Proteine mit einer mehr oder weniger „kugelförmigen" Struktur. Sie werden auch als Globuläre Proteine bezeichnet. 40% des Albumins befinden sich im Blut, 60% außerhalb der Blutgefäße im Gewebe. Im Blut kommen außer den Albuminen auch die so genannten Globuline vor. Globuline sind ebenfalls „kugelförmige" Eiweiße. 60% der Eiweiße im Blut sind Albumine, 40% Globuline.
Albumine werden vor allem in der Leber produziert. Bei einem Leberschaden, z.B. durch eine Leberzirrhose, ist daher die Produktion der Eiweiße verringert. Ist nicht genügend Albumin im Blut, strömt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe. Es kommt dann zu Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme, Aszites).
Untergrenze Albumine: 35 Gramm pro Liter
Obergrenze Albumine: 52: Gramm pro Liter
Untergrenze Albumine (in Prozent): 54%
Obergrenze Albumine (in Prozent): 65%
Untergrenze Beta-Globulin: 8%
Obergrenze Beta-Globulin: 15%
Untergrenze Gamma-Globulin: 11%
Obergrenze Gamma-Globulin: 22%
Untergrenze Albumine: 35 Gramm pro Liter
Obergrenze Albumine: 52: Gramm pro Liter
Untergrenze Albumine (in Prozent): 54%
Obergrenze Albumine (in Prozent): 65%
Untergrenze Beta-Globulin: 8%
Obergrenze Beta-Globulin: 15%
Untergrenze Gamma-Globulin: 11%
Obergrenze Gamma-Globulin: 22%
Zu niedrige Albumin-Werte können auf eine Leberzirrhose, akute sowie chronische Entzündungen, poly- und monoklonalen Gammopathien, ein nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, exsudative Enteropathie, ausgedehnte Verbrennungen der Haut oder Mangelernährung hindeuten.
Zu hohe Albumin-Werte kommen nicht vor.
Alkalische Phosphatasen sind Enzyme, die Posphat-Gruppen von Molekülen abspalten, z.B. von Eiweißen, Bausteinen der DNA usw. Es gibt 15 verschiedene alkalische Phosphatasen, die sich in ihrem chemischen Aufbau unterscheiden. Die Enzyme kommen vor allem im Dünndarm, im Knochen, in der Leber, in den Gallengängen, in den Nieren und in der Plazenta vor. Die Gesamtheit der Enzyme bestimmt der Arzt als „alkalische Phosphatase" bei Verdacht auf Krankheiten der Leber oder der Skelettmuskulatur.
Untergrenze: 40 Einheiten pro Liter (Units pro Liter: U/l)
Obergrenze: 129 Einheiten pro Liter (Units pro Liter: U/l)
Untergrenze: 35 Einheiten pro Liter (Units pro Liter: U/l)
Obergrenze: 104 Einheiten pro Liter (Units pro Liter: U/l)
Zu niedrige Werte können auf einen angeborenem Mangel an alkalischer Phosphatase (familiäre Hypophosphatasie) hindeuten.
Zu hohe Werte können auf Gallenabflussstörungen (Cholestase), Vitamin D-Mangel (Rachitis), Metastasen bösartiger Tumore in Knochen, Morbus Paget, Akromegalie oder eine bestimmte Form des Nierenschwäche (tubuläres Nierenversagen) hindeuten.
Globuline sind „kugelförmige" Eiweiße im Blut. Sie werden in 4 Gruppen unterteilt: alpha 1, alpha 2, beta- und gamma-Globuline. Genau wie Albumine werden Globuline vor allem in der Leber produziert. Bei einem Leberschaden, z.B. durch eine Leberzirrhose, ist daher die Produktion der Eiweiße verringert. Sind nicht genügend Globuline im Blut, strömt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe. Es kommt dann zu Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme, Aszites).
Untergrenze Alpha-1-Globulin: 2%
Obergrenze Alpha-1-Globulin: 5%
Untergrenze Alpha-1-Globulin: 2%
Obergrenze Alpha-1-Globulin: 5%
Globuline sind „kugelförmige" Eiweiße im Blut. Sie werden in 4 Gruppen unterteilt: alpha 1, alpha 2, beta- und gamma-Globuline. Genau wie Albumine werden Globuline vor allem in der Leber produziert. Bei einem Leberschaden, z.B. durch eine Leberzirrhose, ist daher die Produktion der Eiweiße verringert. Sind nicht genügend Globuline im Blut, strömt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe. Es kommt dann zu Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme, Aszites).
Untergrenze Alpha-1-Globulin: 7%
Obergrenze Alpha-1-Globulin: 13%
Untergrenze Alpha-1-Globulin: 7%
Obergrenze Alpha-1-Globulin: 13%
Alpha-1-Antitrypsin hindert bestimmte Proteine, so genannte Proteasen, andere Eiweiße zu spalten. Diese Proteasen werden z.B. bei Entzündungen freigesetzt. Alpha-1-Antitrypsin ist also ein Protease-Hemmer, ein so genannter Proteaseninhibitoren.
Bei einem Ungleichgewicht zwischen Proteasen und Proteaseninhibitoren in der Lunge, kann Lungengewebe und die Lungenbläschen zerstört werden und sich ein Lungenemphysem bilden. Dies ist der Fall bei angeborenem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel. Auch Raucher können einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel entwickeln und ein Lungenemphysem bekommen.
Untergrenze: 0,9 Gramm pro Liter
Obergrenze: 2,0 Gramm pro Liter
Untergrenze: 0,9 Gramm pro Liter
Obergrenze: 2,0 Gramm pro Liter
Zu niedrige Werte können auf einen angeborenen oder erworbenen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, Leberzirrhose, Hepatitis oder eine Entzündung des Unterhautfettgewebes (Pannikulitis) hindeuten.
Zu hohe Werte können auf bösartige Tumore hindeuten, z.B. Lungenkrebs. Außerdem können in der Schwangerschaft, bei Behandlung mit Östrogenen und bei akuten Schüben chronischer Entzündungen erhöhte Alpha-1-Antitrypsin-Werte auftreten.
Alpha-1-Fetoprotein (AFP) ist ein Eiweiß, das von bestimmten Geweben, den so genannten entodermalen Geweben, während der Empryonalentwicklung im Mutterleib produziert wird. Aus diesen Geweben bilden sich später Epithelzellen, also Zellen, die die Oberflächen von Haut und Schleimhäuten oder das Innere von Drüsen auskleiden. Bei Erwachsenen dient das AFP als Tumormarker. Der Wert liefert einen Hinweis darauf, wie sich bösartige Tumore entwickeln, z.B. in der Leber, in den Hoden oder in den Eierstöcken.
AFP wird manchmal auch bei schwangeren Frauen bei einer Fruchtwasseruntersuchung im Rahmen des Triple-Testes bestimmt: Erhöhte Werte können auf Fehlbildungen beim Ungeborenen wie eine Spina bifida aperta oder eine Anenzephalie hinweisen. Erhöhte AFP-Werte können auch bei Mehrlingsschwangerschaften oder bei einem Chorionkarzinom auftreten. Allerdings müssen die AFP-Werte immer mit Vorsicht beurteilt werden: Die Höhe des AFP-Wertes hängt von der Dauer der Schwangerschaft ab. Wurde das Alter des Ungeborenen ungenau berechnet oder kann nicht genau angegeben werden, ist der AFP-Wert weniger aussagekräftig. Es sind daher immer weitergehende Untersuchungen notwendig, um einen erhöhten AFP-Wert im Fruchtwasser abzuklären.
Untergrenze: Weniger als 7 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: Mehr als 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: Weniger als 7 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: Mehr als 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu hohe Werte können auf Leberkrebs (primäres Leberzellkarzinom) oder Metastasen von bösartigen Tumoren im Magen-Darm-Trakt, bösartigen Tumoren in den Hoden oder in den Eierstöcken und auf Dottersack-Tumore (Chorion-Karzinom) hindeuten.
Amylasen sind Enzyme, die Stärke und Glykogen abbauen. Die Amylasen werden in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas-Amylase) und in den Speicheldrüsen der Mundhöhle (Speichel-Amylase, Ptyalin) produziert. Die Amylasen werden u.a. bei Verdacht auf Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse bestimmt.
Untergrenze: 28 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 100 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 13 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 53 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 28 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 100 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 13 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 53 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu niedrige Amylase-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe Werte können auf eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), einen bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), Gallenstau, Nierenschwäche, Alkoholismus oder Entzündungen der Ohrspeicheldrüse hindeuten.
Das Enzym Alpha-Hydroxibutyrat-Dehydrogenase (HBDH) wandelt ähnlich wie die Laktat-Dehydrogenase Pyruvat zu Laktat um. Es ist ein Marker für einen länger zurückliegenden Herzinfarkt. Die Alpha-Hydroxibutyrat-Dehydrogenase befindet sich im Zellinneren fast aller Zellen und wird wird ins Blut freigesetzt, wenn Zellen zerstört werden. Ein erhöhter Spiegel im Blut weist also auf eine Zellschädigung hin.
Untergrenze: 72 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 182 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 72 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 182 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu hohe Alpha-Hydroxibutyrat-Dehydrogenase-Werte deuten auf einen zurückliegenden Herzinfarkt hin. Die Werte steigt ab dem 1. Tag nach dem Herzinfarkt langsam an und erreichen ihr Maximum am 3. Tag nach dem Infarkt. Dann sinken die Werte langsam.
Ammoniak (NH3) ist ein farbloses, giftiges Gas, das stechend riecht, zu Tränen reizt und erstickend wirkt. Es entsteht durch den Abbau von Eiweißen (Proteine) im Darm: Bakterien spalten die Eiweiße in ihre Bausteine, die Aminosäuren, auf. Das dabei entstehende Ammoniak gelangt über die Pfortader in die Leber und wird dort zu Harnstoff abgebaut. Bei schweren Lebererkrankungen gelangt Ammoniak nicht über die Pfortader in die Leber, sondern direkt in das Gehirn. Dort kann es schwere Schäden verursachen (hepatische Enzphalopathie).
Obergrenze: Weniger als 94 Mikrogramm pro Deziliter (ug/dl)
Obergrenze: Weniger als 82 Mikrogramm pro Deziliter (ug/dl)
Zu niedrige Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe Ammoniak-Werte können auf eine Ammoniak-Schädigung des Gehirns (hepatische Enzephalopathie) oder einen erblichen Ammoniak-Überschuss (hereditäre Hyperammonämie) hindeuten.
Antithrombin III (AT III) ist der „Gegenspieler" von Thrombin bei der Blutgerinnung. Es inaktiviert Heparin sowie andere Gerinnungsfaktoren und hemmt dadurch die Blutgerinnung. Antithrombin III erlaubt Rückschlüsse auf die Ursache einer Thrombose.
Untergrenze: 70% (oder 0,19 Gramm pro Liter)
Obergrenze: 120% (oder 0,31 Gramm pro Liter)
Untergrenze: 70% (oder 0,19 Gramm pro Liter)
Obergrenze: 120% (oder 0,31 Gramm pro Liter)
Zu niedrige Werte können auf einen angeborenen oder erworbenen Mangel an Antithrombin III, eine Leberzirrhose, Blutvergiftung (Sepsis) oder eine Störung der Blutgerinnung (Verbrauchskoagulopathie) hindeuten.
Zu hohe Werte können bei einer Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten auftreten. Darüber hinaus können sie auf einen Gallenstau hindeuten.
Bilirubin entsteht beim Abbau der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Der Bilirubin-Wert ist daher ein Maß dafür, wie viel rote Blutzellen abgebaut werden und wie gut dieses Abbauprodukt über die Leber ausgeschieden wird.
Wenn rote Blutkörperchen abgebaut werden, wird auch der rote Blutfarbstoff Hämoglobin aufgespalten und in den Eiweiß-Bestandteil Globin und den Farbstoff-Anteil "Häm" zerlegt. Aus dem "Häm" entsteht über mehrere Zwischenstufen Biliverdin und schließlich das gelbe Bilirubin. Bilirubin wird im Blut an das Eiweiß Albumin gekoppelt und zur Leber transportiert. Diese mit Albumin gekoppelte Bilirubin heißt „indirektes Bilirubin". Die Leber verbindet Bilirubin mit Glukuronsäure. Nun ist es wasserlöslich und kann mit der Galle ausgeschieden werden. Dieses Bilirubin nennt man „direktes Bilirubin".
Untergrenze: 0,1 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 1,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 0,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Untergrenze: 0,1 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 1,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 0,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Zu niedrige Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe Werte können auf Hepatitis, Leberzirrhose, Gallenstau, eine Entzündung der Gallengänge oder ein Dubin-Johnson- und Rotor-Syndrom hindeuten. Das indirekte Bilirubin ist bei einem natürlichen oder krankhaften Abbau roter Blutzellen und bei Morbus Gilbert-Meulengracht erhöht.
Mit der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) wird die Absinkgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im unrinnbar gemachten Blut bestimmt. Der Test ist ein Suchtest bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung. Durch mehrmalige Bestimmung der BSG kann der Arzt den Verlauf der Erkrankung beurteilen. Die BSG wird auch als Erythrozytensedimentationsrate (ESR) oder Blutsenkung bezeichnet.
Untergrenze: 3 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 10 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Untergrenze: 3 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 20 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Untergrenze: 6 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 20 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Untergrenze: 6 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Obergrenze: 30 Millimeter pro Stunde (mm/h)
Zu niedrige Werte (verlangsamte Blutsenkung) können auf eine Zunahme der roten Blutkörperchen (Polyglobulie), eine Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark (Polycythaemia vera) oder bestimmte Lebererkrankungen hindeuten.
Zu hohe Werte (beschleunigte Blutsenkung) können auf Entzündungen, Tumore oder eine Ablagerung von krankhaft veränderten Proteinen (Amyloidose) hindeuten.
Die Blutungszeit ist ein Maß für die Gerinnungneigung des Blutes. Damit können z.B. Gerinnungsstörungen festgestellt und die Funktion der Blutplättchen und der Blutgefäße untersucht werden.
Nach einem Stich mit einer kleinen Lanzette in die Fingerkuppe oder das Ohrläppchen wird das Blut mit einem Filterpapier abgesaugt und die Zeit gemessen, bis die Blutung gestillt ist
Untergrenze: 2 Minuten
Obergrenze: 7 Minuten
Untergrenze: 2 Minuten
Obergrenze: 7 Minuten
Zu niedrige Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe Werte (verlängerte Blutungszeit) können auf Erkrankungen der Blutplättchen, wie z.B. Thrombozytopathien, von-Willebrand-Jürgens-Syndrom oder angeborene Defekte der Blutplättchen, hindeuten.
Das Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA 19-9) ist ein ein Eiweiß, an das Zuckerreste gebunden sind. Es dient als Tumormarker, der Auskunft über die Entwicklung bösartiger Tumore und den Behandlungserfolg gibt, z.B. bei Tumoren im Magen-Darm-Trakt oder bei Tumoren in der Bauchspeicheldrüse.
Untergrenze: –
Obergrenze: 37 bis 40 Einheiten pro Milliliter (Units/Milliliter, U/ml)
Untergrenze: –
Obergrenze: 37 bis 40 Einheiten pro Milliliter (Units/Milliliter, U/ml)
Zu niedrige Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe Werte können bei einem bösartigem Tumor der Bauchspeicheldrüse, bei Magenkrebs, Darmkrebs, bösartigen Tumoren in den Gallengängen der Leber), bei Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder bei anderen Erkrankungen von Leber oder Gallenwegen auftreten.
Bei Rauchern können die Werte fälschlicherweise zu hoch sein, ohne dass eine Krebserkrankung vorliegt (falsch-positive Werte).
Das Carcino-embryonale Antigen (CEA) ist ein Tumormarker für verschiedene bösartige Tumore und liefert Hinweise darauf, wie sich eine Tumorerkrankung entwickelt. Eine Erhöhung des CEA-Werts kann beispielsweise darauf hinweisen, dass der Tumor nach einer zunächst erfolgreichen Therapie wieder wächst.
Untergrenze: –
Obergrenze: 1,5 bis 5 Mikrogramm pro Liter (ug/l), je nach Messmethode
Untergrenze: –
Obergrenze: 1,5 bis 5 Mikrogramm pro Liter (ug/l), je nach Messmethode
Zu niedrige CEA-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe CEA-Werte können auf bösartige Tumore im Dick- oder Enddarm, in der Bauchspeicheldrüse oder im Magen hindeuten. Aber auch bei einem medullären Schilddrüsenkarzinom, bei Brustkrebs oder bei Bronchialkrebs kann der CEA-Wert erhöht sein.
Bei Rauchern können die Werte fälschlicherweise zu hoch sein, ohne dass eine Krebserkrankung vorliegt (falsch-positive Werte).
Chlorid ist wichtig für den Säure-Basen-Haushalt. Im Köprer kommt Chlorid vor allem als Natriumchlorid (Kochsalz) oder Kaliumchlorid vor.
Untergrenze: 97 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 108 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 97 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 108 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Chlorid-Werte treten bei Erbrechen oder Einnahme von harntreibenden Mitteln (Diuretika) auf .
Zu hohe Chlorid-Werte können auf bestimmte Nierenerkrankungen (renal tubuläre Azidose), auf eine Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose), eine verringerte Hormonproduktion (Hypoaldosteronismus) oder Durchfall hindeuten.
Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran und sorgt für deren Stabilität. Es ist außerdem Grundgerüst für die Steroidhormone und für die Gallensäuren. Cholesterin wird zum einen über mit der Nahrung auf genommen, z.B. Eigelb und tierische Fette, zum anderen wird Cholesterin im Körper selbst in der Leber und in der Darmschleimhaut produziert. Im Blut wird Cholesterin an bestimmte Eiweiße (Lipoproteine) gebunden und so im Körper transportiert.
Cholesterin ist an der Entstehung von Gallensteinen beteiligt und spielt eine große Rolle bei einer Arteriosklerose.
Untergrenze: 120 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Untergrenze: 120 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Zu niedrige Cholesterin-Werte können auf akute Hepatitis, Leberzirrhose, septischen Schock oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen hindeuten. Auch nach einer Lebertransplantation können die Werte erhöht sein.
Zu hohe Cholesterin-Werte können auf Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, nephrotisches Syndrom, Fettleber, Schilddrüsenunterfunktion und exsudative Enteropathie hindeuten.
Weitere Informationen rund um das Thema Cholesterin finden Sie unter: http://www.cholesterinspiegel.de/
Cholinesterasen sind Enzyme, die Cholin-Verbindungen spalten. Sie werden in der Leber produziert und zirkulieren im Blut. Die Höhe des Cholinesterase-Spiegels im Blut ist ein Maß dafür, wie gut die Leber Eiweiße produzieren kann. Bei einem Leberschaden kann die Leber nicht mehr genügend Eiweiße produzieren. Der CHE-Spiegel im Blut sinkt dann ab.
Untergrenze: 5,3 Kilo-Einheiten pro Liter (kU/l, Kilo-Units pro Liter)
Obergrenze: 12,9 Kilo-Einheiten pro Liter (kU/l, Kilo-Units pro Liter)
Nicht schwanger
Untergrenze: 4,3 Kilo-Einheiten pro Liter (kU/l, Kilo-Units pro Liter)
Obergrenze: 11,3 Kilo-Einheiten pro Liter (kU/l, Kilo-Units pro Liter)
Schwanger
Untergrenze: 3,7 Kilo-Einheiten pro Liter (kU/l, Kilo-Units pro Liter)
Obergrenze: 9,1 Kilo-Einheiten pro Liter (kU/l, Kilo-Units pro Liter)
Zu niedrige Cholinesterase-Werte können auf eine akute Entzündung der Leber (Hepatitis), Leberzirrhose bei septischen Schock und chronisch entzündliche Darmerkrankungen hindeuten. Auch nach einer Lebertransplantation können die Werte erhöht sein.
Zu hohe Cholinesterase-Werte können auf Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, nephrotisches Syndrom, Fettleber, Schilddrüsenüberfunktiion und Eiweißverlust (exsudative Enteropathie) hindeuten.
Cobalamin bzw. Vitamin B12 ist ein wasserlösliches Vitamin, das vor allem in tierischen Nahrungsmitteln wie Leber, Niere, Fleisch, Fisch, Eiern oder Milch vorkommt. Cobalamin ist u.a. wichtig für Bildung der Erbsubstanz DNA und spielt eine große Rolle bei der Blutbildung.
Untergrenze: 210 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
Obergrenze: 910 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
Untergrenze: 210 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
Obergrenze: 910 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
Zu niedrige Vitamin-B12-Werte können auf eine Vitamin-B12-bedingte Blutarmut (perniziöse Anämie), Schädigung des Rückenmarks (funikuläre Myelose), Mangelernährung, z.B. nach einer Magenoperation, Morbus Crohn und bei Infektion mit dem Fischbandwurm hindeuten.
Zu hohe Vitamin-B12-Werte kommen praktisch nicht vor.
Coeruloplasmin ist ein Eiweiß im Blut, das zum Speichern von Kupfer im Körper dient. Außerdem transportiert es Kupfer im Blut.
Untergrenze: 20 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 60 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 0,94 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 3, 75 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Untergrenze: 20 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 60 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 0,94 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 3, 75 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Zu niedrige Coeruloplasmin-Werte können auf eine Erkrankung der Leber (Morbus Wilson), eine Nierenerkrankung (nephrotisches Syndrom) oder einen Proteinverlust (exsudative Enteropathie) hindeuten.
Zu hohe Coeruloplasmin-Werte können auf Gelbsucht (Ikterus), Abflussstörungen der Gallenflüssigkeit und auf bösartige Tumore hindeuten. Auch in der Schwangerschaft können die Werte erhöht sein.
Das C-reaktive Protein (CRP) ist ein Eiweiß, das der Körper als Reaktion auf Entzündungen oder Tumore in der Leber bildet. Das CRP gehört zu den so genannten Akute-Phase-Proteinen.
Der Arzt bestimmt das CRP z.B. dann, wenn er den Verdacht auf eine Entzündung hat. Es steigt bei Entzündungen durch Bakterien, nicht dagegen bei viralen Entzündungen.
Obergrenze: 5 Milligramm pro Liter (mg/l)
Obergrenze: 5 Milligramm pro Liter (mg/l)
Zu niedrige CRP-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe CRP-Werte können auf akute bakterielle Infektionen, z.B. Lungen-, Hirnhaut-, Bauchspeicheldrüsenentzündung, auf Gewebsschädigungen (Nekrosen), auf chronische Entzündungen (z.B. Morbus Crohn, rheumatische Erkrankungen) hindeuten. Aber auch nach Operationen, bei einem Herzinfarkt oder bei bestimmten Tumoren kann der Wert erhöht sein.
D-Dimere sind Spaltprodukte von Fibrin, einem wichtigen Eiweiß zur Blutgerinnung. Wird ein Blutgerinnsel aufgelöst, wird Fibrin gespalten. Die D-Dimere entstehen, wenn im Körper Blutgerinnsel wieder aufgelöst werden.
D-Dimere werden bei Verdacht auf eine Lungenembolie, eine übermäßige Blutgerinnung (disseminierte intravasale Gerinnung) oder einer Beinvenenthrombose bestimmt. Sie liefern wichtige Hinweise darauf, ob sich im Körper Blutgerinnsel gebildet haben.
Untergrenze: 20 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 400 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Untergrenze: 20 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 400 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Zu niedrige D-Dimer-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe D-Dimer-Werte können auf eine Beinvenenthrombose, Lungenembolie, übermäßige Blutgerinnung (disseminierte intravasale Gerinnung), bösartige Tumore, Leukämien oder eine schwere Leberzirrhose hindeuten. Auch bei einer Behandlung mit Medikamenten, die Blutgerinnsel auflösen sollen, nach Operationen oder in der Schwangerschaft kann der D-Dimer-Wert erhöht sein.
Eisen ist ein Spurenelement, das für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin benötigt wird. Etwa 70% des Eisens im Körper sind an Hämoglobin gebunden, etwa 12% des Eisens sind an den Muskelfarbstoff (Myoglobin) oder andere Eiweiße gebunden, 18% werden in Form von Ferritin und Hämosiderin gespeichert.
Untergrenze: 50 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
Obergrenze: 160 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
bzw.
Untergrenze: 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 29 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Untergrenze: 50 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
Obergrenze: 150 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
bzw.
Untergrenze: 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 27 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Zu niedrige Eisen-Werte können auf eine Eisenmangelanämie, starken Blutverlust, Entzündungen, chronische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis) oder auf Tumore hindeuten. Auch bei Verdauungsstörungen mit verringerter Aufnahme von Eisen (Malabsorptionssyndrom) können die Werte erniedrigt sein. Frauen haben zudem erhöhten Eisenbedarf in der Schwangerschaft oder wenn sie stillen.
Zu hohe Eisen-Werte können auf eine Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose), Leberschäden, Leberentzündung (Hepatitis), einen Abbau roter Blutkörperchen (Hämolyse) oder auf eine Überdosierung von Eisen-Präparaten hindeuten. Überhöhte Werte können auch bei häufigen Bluttransfusionen auftreten.
Erythropoetin (Epo) ist ein natürliches Hormon, das die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) fördert. Da es auf diese Weise die Transportkapazität des Blutes für Sauerstoff erhöht, ist es als beliebtes Doping-Mittel für Sportler zur Leistungssteigerung in Verruf geraten.
Erythropoetin wird zu 90% in der Niere gebildet, aber auch Leber, Gehirn, Gebärmutter, Hoden und Milz produzieren Epo. Menschen mit chronischer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) leiden daher häufig unter einem Mangel an Erythropoetin und müssen dann das Hormon künstlich zu sich nehmen.
Untergrenze: 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 25 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 10 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 25 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu niedrige Epo-Werte können auf eine übermäßige Zellvermehrung im Blut (Polyzythaemia vera) oder eine Nierenschwäche hindeuten.
Zu hohe Epo-Werte können durch Blutarmut (Anämie), Herz- oder Lungenschwäche, Nierenerkrankungen (Nierenzysten, Harnstauungsniere) oder Nierenkrebs hervorgerufen werden. Außerdem können erhöhte Werte natürlich auch auf die Einnahme von künstlichem Erythropoetin zurückgehen und auf Doping hindeuten.
Die roten Blutkörperchen werden in der Fachsprache als Erythrozyten bezeichnet (Erys). Sie sind runde, scheibenförmige Zellen im Blut, die zu 90% aus rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) bestehen. Die Erythrozyten transportieren den Sauerstoff im Blut.
Untergrenze: 4,3 Milllionen pro Mikroliter Blut
Obergrenze: 5,7 Milllionen pro Mikroliter Blut
Untergrenze: 3,9 Milllionen pro Mikroliter Blut
Obergrenze: 5,3 Milllionen pro Mikroliter Blut
Zu wenige Erythrozyten können auf Blutarmut (Anämie) oder eine Überwässerung hindeuten.
Zu viele Erythrozyten können auf eine Austrocknung oder eine übermäßige Vermehrung von Blutzellen (Polycythaemia vera) hindeuten.
Ferritin ist ein Eiweiß, das Eisen speichert. Es schützt die Zellen so vor der giftigen Wirkung von freiem Eisen. Der Ferritin-Wert wird z.B. bei Verdacht auf Blutarmut (Anämie) bestimmt.
Untergrenze: 10 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 220 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Untergrenze: 15 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 400 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Untergrenze: 6 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 70 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Untergrenze: 18 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 120 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Zu niedrige Ferritin-Werte können auf Eisenmangel, Verdauungsstörungen mit verringerter Aufnahme von Eisen (Malabsorptionssyndrom), chronische Blutungen (z.B. aus einem blutenden Magengeschwür) hindeuten. In der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf höher als normal, so dass die Ferritin-Werte erniedrigt sein können.
Zu hohe Ferritin-Werte können auf eine Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose), Leberentzündung (Hepatitis), Blutarmut (Anämie), Infektionen oder Tumore hindeuten. Auch eine Überdosierung von Eisenpräparaten oder häufige Bluttransfusionen können zu einer Erhöhung der Werte führen.
Fibrinogen ist ein Eiweiß aus der Leber. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung: Durch das Eiweiß Thrombin und Kalzium wird Fibrinogen in Fibrin umgewandelt, ein wichtiger Bestandteil des Blutgerinnsels (Thrombus).
Fibrinogen wird bei Verdacht auf Blutgerinnungsstörungen und zur Kontrolle einer Fibrinolyse-Therapie bestimmt.
Untergrenze: 160 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 400 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Untergrenze: 160 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 400 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Zu niedrige Fibrinogen-Werte können auf eine gestörte Blutgerinnung (Verbrauchskoagulopathie), Leberschäden oder angeborene Störungen der Fibrinbildung hindeuten. Auch bei einer Behandlung mit Blutgerinnsel-auflösenden Medikamenten (Fibrinolyse-Therapie) können die Werte niedriger als normal liegen.
Zu hohe Fibrinogen-Werte können auf Entzündungen, Tumore oder eine Nierenschwäche hindeuten. Auch bei Schwangeren und bei Rauchern können die Werte erhöht sein.
Folsäure – auch Vitamin B9 genannt – ist wichtig für die Bildung der Erbsubstanz DNA. Es ist ein wasserlösliches Vitamin, das vor allem in Leber, Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Spinat, Brokkoli, Karotten, Spargel, Rosenkohl, Tomaten, Eigelb und Nüssen enthalten ist.
Untergrenze: 3 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
Obergrenze: 15 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
Untergrenze: 3 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
Obergrenze: 15 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
Zu niedrige Folsäure-Werte können auf Störungen der Blutzellreifung und -bildung (megaloblastäre Anämie) oder einen übermäßigen Abbau der Blutzellen (hämolytische Anämie) hindeuten. Alkoholiker und schwangere Frauen haben ebenfalls häufig erniedrigte Werte.
Zu hohe Folsäure-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Thyroxin ist neben Trijodthyronin eines von 2 wichtigen Schilddrüsenhormonen. Es wird auch als freies Tetrajodthyronin bzw. Freies T4 bezeichnet. Die Schilddrüse bildet etwa zu 90 bis 95% Thyroxin und nur eine geringe Menge Trijodthyronin.
Thyroxin wird -wie das Tetrajodthyronin bei Verdacht auf eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse bestimmt (Hyper- bzw. Hypothyreose).
Untergrenze: 8 Nanogramm pro Liter (ng/l)
Obergrenze: 18 Nanogramm pro Liter (ng/l)
bzw.
Untergrenze: 10 Picomol pro Liter (pmol/l)
Obergrenze: 23 Picomol pro Liter (pmol/l)
Untergrenze: 8 Nanogramm pro Liter (ng/l)
Obergrenze: 18 Nanogramm pro Liter (ng/l)
bzw.
Untergrenze: 10 Picomol pro Liter (pmol/l)
Obergrenze: 23 Picomol pro Liter (pmol/l)
Die Thyroxin-Werte sind generell bei schweren Erkrankungen oft erniedrigt. In den meisten Fällen deuten sie jedoch auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin. Auch bei einer Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion können die Werte erhöht sein.
Zu hohe Thyroxin-Werte können auf eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Schilddrüsenkrebs (autonomes Adenom) oder Morbus Basedow hindeuten.
Freies Trijodthyronin (freies T3, fT3) ist neben dem Thyroxin eines der beiden Schilddrüsenhormone. Die Schilddrüsenhormone sind lebensnotwendig für den Stoffwechsel. Sie sind chemisch fast gleich aufgebaut, sie unterschieden sich nur in der Anzahl der gebundenen Jod-Atome: 3 bei fT3 und 4 bei fT4. Trijodthyronin wirkt schneller und stärker als das Tetrajodthyronin (Thyroxin, T4).
Die Schilddrüsenhormone werden bestimmt bei Verdacht auf eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse (Hyper- bzw. Hypothyreose).
Untergrenze: 2,2 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
Obergrenze: 5,5 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
bzw.
Untergrenze: 5,4 Pikomol pro Liter (pmol/l)
Obergrenze: 8,8 Pikomol pro Liter (pmol/l)
Untergrenze: 2,2 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
Obergrenze: 5,5 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)
bzw.
Untergrenze: 5,4 Pikomol pro Liter (pmol/l)
Obergrenze: 8,8 Pikomol pro Liter (pmol/l)
Generell sind die Trijodthyronin-Werte bei schweren Erkrankungen oft erniedrigt ("low T3-Syndrom"). Meist deuten zu niedrige Werte aber auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin. Auch bei einer Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion können die Werte niedriger als normal liegen.
Zu hohe Trijodthyronin-Werte können auf eine Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenkrebs (autonomes Adenom) oder Morbus Basedow hindeuten.
Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT oder Gamma-Glutamyltranspeptidase, γ-GTP) ist ein Eiweiß in den Zellen von Leber, Nieren, Gallengängen, Bauchspeicheldrüse, Milz und Dünndarm. Das Enzym ist für viele wichtige Funktionen in den Zellen verantwortlich. Die GGT-Werte werden bei Verdacht auf eine Erkrankung der Leber oder der Gallengänge bestimmt .
Untergrenze: 6 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 28 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 4 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 18 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu niedrige GGT-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe GGT-Werte können auf eine Lebererkrankung (Hepatitis, Leberzirrhose, Fettleber, primäre biliärer Zirrhose), Gallenstau oder eine Entzündung der Gallenwege hindeuten. Auch bei Alkoholabhängigkeit und durch die Einnahme bestimmter Medikamente können die GGT-Werte erhöht sein.
Glukose (Traubenzucker, Dextrose) gehört zu den Kohlenhydraten und ist eine wichtige Energiequelle für den Menschen. Es kann in Form von Glykogen in den Muskeln oder in der Leber gespeichert werden. Die Höhe der Glukosekonzentration im Blut wird durch die Hormone Insulin und Glukagon geregelt: Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, Glukagon erhöht ihn.
Menschen mit Diabetes mellitus haben erhöhte Blutzuckerwerte. Die hohen Zuckerwerte im Blut können viele Organe und Gewebe im Körper schädigen und zu schweren Folgeschäden führen.
Untergrenze: 70 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) (nüchtern im kapillären und venösen Blut)
Obergrenze: 109 Milligramm pro Deziliter (nüchtern im kapillären Blut), 115 (im venösen Blut)
110–125 mg/dl: Gestörte Nüchtern-Blutzuckerwerte
Über 125 mg/dl: Diabetes mellitus
bzw.
Untergrenze: 3,9 Millimol pro Liter (mmol/l), nüchtern im kapillären und venösen Blut
Obergrenze: 5,5 Millimol pro Liter nüchtern im kapillären Blut, 6,4 Millimol pro Liter im venösen Blut
6,1–6,9 mmol/l: Gestörte Nüchtern-Blutzuckerwerte
Über 6,9 mmol/l: Diabetes mellitus
Die Grenzwerte für Glukose sind bei Frauen und Männern identisch.
Zu niedrige Glukose-Werte können auf eine Überdosierung von Insulin, Bauchspeicheldrüsenkrebs (Insulinom) oder angeborene Stoffwechselstörungen mit Hypoglykämie hindeuten. Auch bei Alkoholmissbrauch können die Werte niedriger als normal sein.
Zu hohe Glukose-Werte können auf Diabetes mellitus, Cushing-Syndrom mit Hyperglykämie, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Schädel-Hirn-Trauma oder auf allgemeine Stress-Reaktionen hindeuten.
Die Glutamat-Dehydrogenase (GLDH) ist ein Enzym für die Herstellung der Aminosäure Glutamat Sie kommt in allen Organen vor, am meisten jedoch in den Leberzellen.
Erhöhte GLDH-Werte bedeuten, dass Leberzellen absterben und das Enzym aus dem Inneren der Zellen ins Blut gelangt.
Untergrenze: 40 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 129 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 35 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 104 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu niedrige GLDH-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe GLDH-Werte können auf eine chronische Entzündung der Leber (Hepatitis), Leberzirrhose, Leberkrebs, Leberschädigung (z.B. durch Pilzgifte) oder eine Gelbsucht durch Verschluss der Gallenwege (Verschlussikterus) hindeuten. Die Werte können auch nach einer Lebertransplantation erhöht sein, wenn nach der Operation eine Abstoßungsreaktion des Immunsystems auftritt.
.
Die Glutamat-Oxalazetat-Transaminase (GOT) – auch als Aspartat-Aminotransferase (AST) bezeichnet – ist ein Eiweiß, das in Leber, Nieren, Herz, Muskulatur, Bauchspeicheldrüse, Milz, Lunge und in den roten Blutkörperchen vorkommt. Das Enzym benötigt Vitamin B6 (Pyridoxalphosphat).
GOT/AST wird bestimmt bei Verdacht auf eine Erkrankung in der Leber, in den Gallenwegen oder bei Verdacht auf einen Herzinfarkt.
Untergrenze: –
Obergrenze: 19 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, (U/l)
Untergrenze: –
Obergrenze: 15 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, (U/l)
Zu niedrige GOTS/AST-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe GOTS/AST-Werte können auf eine Leberentzündung (Hepatitis), Fettleber, Gallenstau, Entzündung der Gallenwege, Leberkrebs oder einen Leberschaden z.B. durch Pilzgifte hindeuten. Auch bei einem Herzinfarkt oder bei Schäden an der Skelettmuskulatur können die Werte erhöht sein.
Die Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT) – auch als Alanin-Aminotransferase (ALT) bezeichnet – ist ein Eiweiß, das vor allem im Zellinneren von Leberzellen vorkommt. Für seine Funktion benötigt GPT/ALT Vitamin B 6 (Pyridoxalphosphat).
Der GPT/ALT-Wert wird bei Verdacht auf Erkrankungen von Leber oder Gallenwegen oder bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt bestimmt.
Untergrenze: –
Obergrenze: 23 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: –
Obergrenze: 19 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu niedrige GPT/ALT-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe GPT/ALT-Werte können auf eine Leberentzündung (Hepatitis), Fettleber, Gallenstau, Entzündung der Gallenwege, Leberkrebs oder Leberschaden z.B. durch Pilzgifte hindeuten. Auch bei einem Herzinfarkt können die Werte kurzfristig ansteigen.
Ist an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin ein Zuckermolekül gebunden, so wird er als Glykohämoglobin (HbA1c) ist bezeichnet. Das HbA1c dient als Verlaufskontrolle bei Menschen mit Diabetes mellitus: Man erkennt daran, wie gut der Blutzucker in den letzten 6-8 Wochen eingestellt war. Dies liegt daran, dass das HbA1c erst beim Abbau der roten Blutkörperchen frei wird.
Der Anteil von HbA1c an der Gesamtmenge des Hämoglobins wird in Prozent gemessen. Normalerweise beträgt der Anteil von HbA1c weniger als 6,5%.
Untergrenze: 4,5 Prozent (%)
Obergrenze: 5,7 Prozent (%)
Bis 6,5% gilt ein HbA1c-Wert als normal.
Grenzwertiger Blutzucker: 6,5 bis 7,5%
Schlechter Blutzucker: Über 7,5%
Untergrenze: 4,5 Prozent (%)
Obergrenze: 5,7 Prozent (%)
Bis 6,5% gilt ein HbA1c-Wert als normal.
Grenzwertiger Blutzucker: 6,5 bis 7,5%
Schlechter Blutzucker: Über 7,5%
Zu niedrige Hb1Ac-Werte können fälschlicherweise bei einer hämolytischen Anämie auftreten.
Zu hohe Hb1Ac-Werte können auf einen schlecht eingestellten Diabetes mellitus hindeuten.
Der Hämatokrit ist ein Maß dafür, wie viele rote Blutkörperchen im Blut sind. Er entspricht dem Anteil der Zellen am Blutvolumen und gibt an, wie zähflüssig das Blut und wie der Wasserhaushalt des Patienten ist.
Untergrenze: 40% (Prozent)
Obergrenze: 52 % (Prozent)
Untergrenze: 37% (Prozent)
Obergrenze: 48 % (Prozent)
Zu niedrige Hämatokrit-Werte können auf Überwässerung, Blutverlust oder verminderter Bildung von roten Blutkörperchen hindeuten.
Zu hohe Hämatokrit-Werte können auf eine übermäßige Vermehrung der roten Blutkörperchen (Polyglobulie) oder Austrocknung (Dehydrierung, Exsikkose) hindeuten.
Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff in den ">roten Blutkörperchen. Er bindet den Sauerstoff im Blut.
Untergrenze: 13,5 Gramm pro Deziliter (g/dl)
Obergrenze: 17 Gramm pro Deziliter (g/dl)
bzw.
Untergrenze: 8,3 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 10,5 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 12 Gramm pro Deziliter (g/dl)
Obergrenze: 16 Gramm pro Deziliter (g/dl)
bzw.
Untergrenze: 7,4 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 9,9 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Hämoglobin-Werte können auf Blutarmut (Anämie) und Überwässerung hindeuten.
Zu hohe Hämoglobin-Werte können auf eine übermäßige Vermehrung der Blutzellen (Polyglobulie, Polyzythaemia vera ) oder Austrocknung hindeuten.
Haptoglobin (Hp) ist ein Eiweiß im Blut. Es gehört zu den alpha 2-Globulinen. Wenn die roten Blutkörperchen alt sind und abgebaut werden, „entsorgt" Haptoglobin den roten Blutfarbstoff Hämoglobin.
Der Haptoglobin-Wert ist somit ein Hinweis darauf, wie viele rote Blutkörperchen abgebaut werden: Bei einem starken Abbau wird viel Hämoglobin an das Haptoglobin gebunden, die Konzentration des freien Haptoglobins sinkt dementsprechend.
Untergrenze: 0,3 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 2,0 Gramm pro Liter (g/l)
Untergrenze: 0,3 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 2,0 Gramm pro Liter (g/l)
Zu niedrige Haptoglobin-Werte können auf eine vermehrten Abbau der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie ) oder Verdauungsstörungen (Malabsorptionssyndrom) hindeuten.
Zu hohe Haptoglobin-Werte können auf Entzündungen oder Infektionen, Gewebeschädigungen (Nekrosen) hindeuten. Auch bei Morbus Hodgkin und anderen bösartigen Tumorerkankungen kann der Wert höher liegen als normal .
Harnsäure entsteht beim Abbau der Erbsubstanz DNA. 75% der Harnsäure wird über die Nieren, der Rest über den Schweiß, Speichel und den Darm aus dem Körper ausgeschieden. Die Harnsäure-Menge im Körper hängt von Alter, Geschlecht und Ernährung ab. In den westlichen Industrieländern haben etwa 20% der Männer erhöhte Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie). Bei Frauen steigen die Harnsäurewerte im Blut meist erst nach den Wechseljahren an.
Bei bestimmten Erkrankungen produziert der Körper zu viel Harnsäure, z.B. bei Gicht. Eine Hyperurikämie ist definiert als Harnsäurewerte im Blut über 6,4 mg/dl bzw. 380 Mikromol/l (Frauen: 6,0 mg/dl bzw. 357 Mikromol/l). Dabei kann die Harnsäure als Harnsäurekristalle ausfallen
Untergrenze: 3,6 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 8,2 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 214 Mikromol pro Liter (umol/l)
Obergrenze: 488 Mikromol pro Liter (umol/l)
Untergrenze: 2,3 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 6,1 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 137 Mikromol pro Liter (umol/l)
Obergrenze: 363 Mikromol pro Liter (umol/l)
Zu niedrige Harnsäure-Werte können auf eine Therapie mit Allopurinol, Lebererkrankungen oder eine Störung im Purinstoffwechsel (Xanthinurie) hindeuten.
Zu hohe Harnsäure-Werte können bei einer Behandlung mit Zytostatika oder Bestrahlung auftreten. Sie können auch auf Gicht, Nierenschwäche sowie tubuläre Nierenerkrankungen oder Nierensteine hindeuten. Auch bei einer Therapie mit entwässernden Medikamenten (Diuretika) oder bei Alkoholkonsum können die Werte erhöht sein.
Harnstoff ist das Endprodukt des Abbaus von Stickstoffverbindungen (z.B. Aminosäuren) und wird mit dem Harn ausgeschieden. Die Harnstoff-Werte zeigen an, wie gut die Nieren funktionieren.
Der Wert wird z.B. bei Verdacht auf ein akutes oder chronisches Nierenversagen bestimmt.
Untergrenze: 12 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 50 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 2,0 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 8,3 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 12 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 50 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 2,0 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 8,3 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Harnstoff-Werte können auf schwere Lebererkrankungen oder Eiweißmangel hindeuten.
Zu hohe Harnstoff-Werte können auf ein akutes oder chronisches Nierenversagen, übermäßige Eiweiß-Aufnahme mit der Nahrung und hohes Fieber hindeuten.
Nach der Aufnahme von Cholesterin mit der Nahrung wird es aus dem Darm ins Blut aufgenommen und dort von Fettpartikeln (Chylomikronen) in die Körperzellen transportiert. Das Cholesterin, das der Körper selbst in der Leber produziert, wird an bestimmte Eiweiße (Lipoproteine) gebunden und von der Leber zu den Körperzellen oder von dort zur Leber transportiert.
Je nach ihrer Dichte bzw. ihrer Schnelligkeit unterscheidet man verschiedene Lipoproteine: very low density lipoproteins (VLDL) , low density lipoproteins (LDL), intermediary density lipoproteins (IDL) und high densitiy lipoproteins (HDL). VLDL, LDL und IDL transporterien das von der Leber produzierte Cholesterin zu den Körperzellen. Das HDL nimmt Cholesterin von den Körperzellen auf und bringt es zur Leber zurück.
LDL wird häufig als „schlechtes" Cholesterin bezeichnet, HDL als „gutes" Cholesterin. Das Verhältnis von LDL zu HDL bestimmt, wie hoch das Risiko für eine Arteriosklerose ist.
Untergrenze: 35 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: –
bzw.
Untergrenze: 0,9 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: –
Untergrenze: 35 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: –
bzw.
Untergrenze: 0,9 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: –
Zu niedrige HDL-Werte deuten auf ein hohes Arteriosklerose-Risiko hin.
Hohe HDL-Werte schützen vor fetthaltigen Ablagerungen an den Blutgefäßwänden (Arteriosklerose) – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass auch die LDL-Werte niedrig sind.
Die Aminosäure Homozystein wird bei manchen Menschen wegen einer Veränderung im Erbgut langsamer abgebaut. Dadurch steigt der Homozystein-Spiegel im Blut. Homozystein kann die innere Wand der Blutgefäße schädigen und die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) begünstigen. Menschen, die erhöhte Homozystein-Werte und gleichzeitig eine koronare Herzkrankheit haben, haben ein höheres Risiko für Erkrankungen am Herz-Kreislauf-System (z.B. Herzinfarkt).
Folsäure und Vitamin B 12 (Cobalamin) können den Homozystein-Spiegel im Blut senken. Dies hat neuesten Studienergebnissen zufolge offenbar jedoch keinen Einfluss auf das Risio einen Infarkt zu erleiden.
Untergrenze: –
Obergrenze: 10 Mikromol pro Liter (µmol/l) Risikogrenze; bis 12 µmol/l: tolerabel bei Gesunden
12 bis 30 µmol/l: "moderate Hyperhomozysteinämie"
Untergrenze: –
Obergrenze: 10 Mikromol pro Liter (µmol/l) Risikogrenze; bis 12 µmol/l: tolerabel bei Gesunden
12 bis 30 µmol/l: "moderate Hyperhomozysteinämie"
Zu niedrige Homozystein-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe Homozystein-Werte können auf Alkoholkonsum, Rauchen, häufigen Genuss von Kaffee, Bewegungsarmut, Einnahme bestimmter Medikamente und bei Mangel an Folsäure oder Cobalamin (Vitamin B 12) hindeuten.
Immunglobulin A (IgA) ist ein Eiweiß und ist ein Abwehrstoff des Körpers gegen Krankheitserreger (Antikörper). Es kommt in „äußeren" Körperflüssigkeiten (z.B. im Bereich der Genitalien oder der Harnausführungsgänge oder in der Muttermilch) und in „inneren" Körperflüssigkeiten (z.B. Schleimhaut der Atemwege oder des Verdauungsapparates) vor. Der Anteil von IgA an den Immunglobulinen beträgt etwa 15%.
Untergrenze: 0,7 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 4,0 Gramm pro Liter (g/l)
Untergrenze: 0,7 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 4,0 Gramm pro Liter (g/l)
Zu niedrige Immunglobulin-A-Werte können auf Nierenerkrankungen (nephrotisches Syndrom) oder einen angeborenen Immunglobulin-A-Mangel hindeuten.
Zu hohe Immunglobulin-A-Werte können auf eine Veränderung der Proteine im Blutplasma (monoklonale Gammopathie, IgA-Plasmozytom), chronische Lebererkrankungen sowie auf Infektionen oder Autoimmunkrankheiten hindeuten.
Immunglobulin E (IgE) ist ein Abwehrstoff des Immunsystems (Antikörper) und soll Parasiten abwehren. Außerdem spielt IgE eine wichtige Rolle bei Allergien.
Untergrenze: 12 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 240 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
bzw.
Untergrenze: 5 Kiloeinheiten pro Liter (Kilounits pro Liter, kU/l)
Obergrenze: 100 Kiloeinheiten pro Liter (Kilounits pro Liter, kU/l)
Untergrenze: 12 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 240 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
bzw.
Untergrenze: 5 Kiloeinheiten pro Liter (Kilounits pro Liter, kU/l)
Obergrenze: 100 Kiloeinheiten pro Liter (Kilounits pro Liter, kU/l)
Zu niedrige Werte können auf Nierenerkrankungen (nephrotisches Syndrom) oder eine gestörte Immunglobulin-Poduktion hindeuten.
Zu hohe Werte können auf allergisches Asthma, Pollenallergie, Neurodermitis oder Parasitenbefall hindeuten. Auch bei systemischem Lupus erythematodes, Sarkoidose, angeborenen Immundefekten (T-Zell-Defektsyndromen) sowei bei einer HIV-Infektion kann der Wert erhöht sein.
Immunglobulin G (IgG) , oder auch Gammaglobulin, ist ein ein Abwehrstoff des Immunsystems (Antikörper). Es wird von den Plasmazellen des Immunsystems gebildet, sobald Krankheitserreger in den Körper eindringen.
Untergrenze: 7 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 16 Gramm pro Liter (g/l)
Untergrenze: 7 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 16 Gramm pro Liter (g/l)
Zu niedrige IgG-Werte können auf eine Nierenerkrankung (nephrotisches Syndrom), angeborene oder erworbene Störungen der Produktion von Immunglobulinen oder einen Proteinverlust (exsudative Enteropathie) hindeuten.
Zu hohe IgG-Werte können auf eine krankhafte Vermehrung eines einzelnen Immunglobulins(monoklonale Gammopathie, IgG-Plasmozytom), akute und chronische Infektionen, schwere Lebererkrankungen oder Autoimmunkrankheiten hindeuten.
Immunglobulin M (IgM) ist ein ein Abwehrstoff (Antikörper) des Immunsystems. Es wird sehr rasch nach einer Infektion gebildet und ist ein Hinweis auf eine akute Infektion, z.B. bei einer Virusinfektion.
Untergrenze: 0,4 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 2,3 Gramm pro Liter (g/l)
Untergrenze: 0,4 Gramm pro Liter (g/l)
Obergrenze: 2,3 Gramm pro Liter (g/l)
Zu niedrige IgM-Werte können auf angeborene Störungen der Produktion von Immunglobulinen oder eine Nierenerkrankung (nephrotisches Syndrom) hindeuten.
Zu hohe IgM-Werte können auf eine krankhafte Vermehrung eines Immunglobulins (monoklonale Gammopathie, IgM-Plasmozytom), Leukämie (Morbus Waldenström), akute Infektionen, Lebererkrankungen (z.B. biliäre Zirrhose) oder Autoimmunkrankheiten hindeuten.
Der Quick-Test gibt an, ob der exogene Teil des Gerinnungssystems funktioniert. Der Test dient zur Diagnose von Störungen der Blutgerinnung. Er wird beispielsweise vor Operationen oder zur Kontrolle von gerinnungshemmenden Medikamenten durchgeführt.
Das Ergebnis des Quick-Tests wird meist als so genannter "Quick-Wert" angegegeben. Dieser variiert jedoch je nach Testmethode. Deshalb wird heute häufiger der INR-Wert (International Normalized Ratio) anstatt des Quick-Wertes verwendet.
Untergrenze: 0,85
Obergrenze: 1,15
bzw. bei einer Behandlung mit Cumarinen (z.B. Marcumar):
Untergrenze: 2,0
Obergrenze: 3,5
Untergrenze: 0,85
Obergrenze: 1,15
bzw. bei einer Behandlung mit Cumarinen (z.B. Marcumar):
Untergrenze: 2,0
Obergrenze: 3,5
Zu niedrige INR-Werte können auf einen Mangel an Blutgerinnungsfaktoren (z.B. eine Verbrauchskoagulopathie), Vitamin K-Mangel oder Funktionsstörungen der Leber (z.B. Leberzirrhose) hindeuten. Auch bei einer Behandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen, ist der INR-Wert erhöht.
Der INR-Wert kann durch Einnahme von Penicillin oder Barbituraten erhöht sein.
Kalium liegt im Körper als elektrisch geladenes Teilchen vor. Diese werden auch als Kalium-Ionen bezeichnet und als K+ abgekürzt. Kalium ist an vielen elektrischen Vorgängen beteiligt, z.B. an der Signalweiterleitung zwischen Nerven- oder Muskelzellen. Es wird benötigt, um die elektrische Spannung in den Zellen aufrecht zu erhalten.
Kalium ist ein wichtiger Mineralstoff für den Körper. Täglich braucht der Mensch etwa 2 Gramm Kalium. Kaliumreiche Lebensmittel sind u. a. Pilze, Bananen, Bohnen, Chilies, Käse, Spinat und Kartoffeln.
Untergrenze: 3,6 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 5,0 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 3,6 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 5,0 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Kalium-Werte können auf die lange Einnahmen von entwässernden Medikamenten (Diuretika) oder Abführmitteln hindeuten. Mangelhafte Nahrungszufuhr bei Fasten oder Magersucht, Erbrechen oder Durchfall über einen längeren Zeitraum können ebenfalls zu einem Kaliummangel führen. Auch bein Nierenversagen und Hormonstörungen (Cushing-Syndrom) wird vermehrt Kalium ausgeschieden.
Zu hohe Kalium-Werte können auf eine Nierenschwäche, Hormonstörung (Morbus Addison), eine Therapie mit blutdrucksenkenden oder entwässernden Medikamenten (z.B. ACE-Hemmern bzw. kaliumsparende Diuretika) oder eine Übersäuerung des Bluts (Azidose) hindeuten.
Die Werte können fälschlicherweise erhöht sein, wenn die roten Blutkörperchen während der Blutentnahme platzen und so das Kalium aus den roten Blutkörperchen freigesetzt wird.
Kalzium liegt im Körper als elektrisch geladenes Teilchen vor. Diese werden auch als Kalzium-Ionen bezeichnet und als Ca+ abgekürzt. 99% des im Körper vorkommenden Kalziums befinden sich in Knochen und Zähnen. Darüber hinaus ist Kalzium an der Blutgerinnung, an der elektischen Erregung von Muskeln und Nerven sowie an der Aktivierung von Enzymen und Hormonen beteiligt.
Der tägliche Kalziumbedarf beträgt etwa 1 Gramm. Junge Frauen, Schwangere, Stillende und Senioren brauchen besonders viel Kalzium.
Untergrenze: 2,2 Millimol pro Liter (mmol/l) Gesamt-Kalzium
Obergrenze: 2, 65 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 2,2 Millimol pro Liter (mmol/l) Gesamt-Kalzium
Obergrenze: 2, 65 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Kalzium-Werte können auf Verdauungsstörungen (Malabsorptionssyndrom), Vitamin D-Mangel, Unterfunktion der Nebenschilddrüsen, eine Nierenerkrankung (chronische Nierenschwäche, nephrotisches Syndrom), Leberzirrhose, Knochenmetastasen oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hindeuten.
Zu hohe Kalzium-Werte können auf eine Hormonstörung (z.B. Überfunktion der Nebenschilddrüsen, Überfunktion der Schilddrüse, Morbus Addison), Krebs (Brustkrebs, Lungenkrebs, multiples Myelom) oder eine Lungenerkrankung (Sarkoidose) hindeuten. Auch bei einer Überdosierung von Vitamin D oder der Einnahme von entwässernden Medikamenten (Thiazid-Diuretika) können die Werte erhöht sein.
Kreatinin ist ein Abbauprodukt der Säure Kreatin, die die Muskeln mit Energie versorgt. Kreatin wird in der Niere, in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse aus den Aminosäuren Glycin und Arginin gebildet. Etwa 1,5 bis 2% des Kreatins wird täglich als Kreatinin über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden.
Wie viel Kreatinin ein Mensch ausscheidet, hängt von seiner Muskelmasse und der Nierenfunktion ab. Anhand des Kreatinin-Werts lässt sich also die Nierenfunktion beurteilen und der Verlauf von Nierenerkrankungen verfolgen.
Untergrenze: 0,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 1,1 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 44 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 97 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Untergrenze: 0,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 0,9 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 44 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 80 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Zu niedrige Kreatinin-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe Kreatinin-Werte können auf eine Nierenschwäche, Verletzungen der Muskulatur, Muskeldystrophie oder eine Entzündung der Haut und Muskulatur (Dermatomyositis, Polymyositis) hindeuten. Auch nach Sport, Krampfanfällen und nach Injektionen in die Muskulatur (z.B. Impfungen) können die Werte erhöht sein.
Die Kreatin-Kinase (CK), auch als Kreatin-Phosphokinase (CPK) als bezeichnet, spielt eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung und versorgt die Zellen mit Energie. Kreatin-Kinasen kommen in allen Muskelzellen und im Gehirn vor. Es gibt 4 verschiedene Kreatin-Kinasen, die sich etwas im chemischen Aufbau unterscheiden, aber die dieselbe Funktion haben. Die 4 Varianten der Kreatin-Kinase kommen in unterschiedlichen Organen vor, z.B. die Kreatin-Kinase-MB (CK-MB) im Herzmuskel. Die Gesamt-CK ist die Summe aller Kreatin-Kinasen im Körper.
Die CK ist ein wichtiger Messwert bei Verdacht auf Schäden an der Skelettmuskulatur oder am Herzen, z.B. bei einem Herzinfarkt. Die Höhe der CK-MB ist ein wichtiger Hinweis auf einen Herzinfarkt: Je höher die CK-MB ist, desto größer ist der Infarkt. Beträgt die CK-MB mehr als 6% der Gesamt-CK, ist dies ein deutlicher Hinweis auf einen Herzinfarkt.
Obergrenze: 174 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze CK-MB (Herzmuskel): 24 U/l
Obergrenze: 140 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze CK-MB (Herzmuskel): 24 U/l
Zu niedrige Kreatinin-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe Kreatin-Kinase-Werte können auf Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung, Verletzungen der Muskulatur, Muskeldystrophie oder Entzündung der Haut und Muskulatur (Dermatomyositis, Polymyositis) hindeuten. Auch nach Sport, Krampfanfällen oder nach Injektionen in die Muskulatur (z.B. Impfungen) können die Werte erhöht sein.
Kupfer (Cu) ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Es ist Hilfsfaktor vieler Enzyme. Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 2 Milligramm. Das Spurenelement ist vor allen in Leber, Getreide, Gemüse und Nüssen enthalten.
Untergrenze: 79 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
Obergrenze:131 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
bzw.
Untergrenze: 12,4 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 20,6 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Untergrenze: 74 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
Obergrenze:122 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)
bzw.
Untergrenze: 11,6 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 19,2 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Zu niedrige Kupfer-Werte können auf eine Störung des Kupferstoffwechsels in der Leber (Morbus Wilson), Verdauungsstörungen (Malabsorptionssyndrom), ein nephrotisches Syndrom und Mangelernährung (z.B. bei Menschen mit einer Ernährungssonde) hindeuten.
Zu hohe Kupfer-Werte können auf eine Krebserkrankung, Lebererkrankungen mit Gallenstau sowie akute und chronische Infektionen hindeuten. Auch während der Schwangerschaft und bei Frauen, die die Pille einnehmen, können die Werte erhöht sein.
Die Laktat-Dehydrogenase (LDH) ist ein Enzym, das Pyruvat in Laktat umwandelt. Es befindet sich im Zellinneren fast aller Zellen. Der Mensch besitzt 5 verschiedene Laktatdehydrogenasen. LDH-1 und LDH 2 kommen vor allem im Herzen, in den Nieren und den roten Blutkörperchen vor. LDH-3 in Milz, Lunge, Lymphknoten, Blutplättchen und Hormondrüsen. LDH-4 und LDH-5 in der Leber und im Skelettmuskel.
Werden Körperzellen zerstört, wird die Laktat-Dehydrogenase freigesetzt und gelangt ins Blut. Ein erhöhter LDH-Spiegel im Blut weist also auf absterbende Zellen hin.
Untergrenze: 135 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 225 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 135 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 214 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu niedrige LDH-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe LDH-Werte können auf einen Herzinfarkt, Lungenembolie, akute Leberentzündung (Hepatitis), Blutarmut (hämolytische Anämien), Krebserkrankungen oder Muskelentzündungen (Myositis) hindeuten. Auch nach Unfällen oder Operationen können die Werte erhöht sein.
Nach der Aufnahme von Cholesterin mit der Nahrung wird es aus dem Darm ins Blut aufgenommen und dort von Fettpartikeln in die Körperzellen transportiert. Das Cholesterin, das der Körper selbst in der Leber produziert, wird an bestimmte Eiweiße (Lipoproteine) gebunden und von der Leber zu den Körperzellen oder von dort zur Leber transportiert.
Je nach ihrer Dichte bzw. ihrer Schnelligkeit unterscheidet man verschiedene Lipoproteine: very low density lipoproteins (VLDL) , low density lipoproteins (LDL), intermediary density lipoproteins (IDL) und high densitiy lipoproteins (HDL). VLDL, LDL und IDL transporterien das von der Leber produzierte Cholesterin zu den Körperzellen. Das HDL nimmt Cholesterin von den Körperzellen auf und bringt es zur Leber zurück.
LDL wird häufig als „schlechtes" Cholesterin bezeichnet, HDL als „gutes" Cholesterin. Das Verhältnis von LDL zu HDL bestimmt, wie hoch das Risiko für eine Arteriosklerose ist.
Untergrenze: –
Obergrenze: Die Obergrenze hängt vom Vorhandensein weiterer Risikofaktoren ab. Je nachdem, welche und wie viele Risikofaktoren vorhanden sind, werden Werte von mehr als 100, 125 oder 155 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) als Obergrenze empfohlen. Dies entspricht 2,59 bzw. 3,23 und 4,0 Millimol pro Liter (mmol/l).
Untergrenze: –
Obergrenze: Die Obergrenze hängt vom Vorhandensein weiterer Risikofaktoren ab. Je nachdem, welche und wie viele Risikofaktoren vorhanden sind, werden Werte von mehr als 100, 125 oder 155 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) als Obergrenze empfohlen. Dies entspricht 2,59 bzw. 3,23 und 4,0 Millimol pro Liter (mmol/l).
Zu niedrige LDL-Cholesterin-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe LDL-Cholesterin-Werte können auf ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko, Gallenstau oder eine (Harnvergiftung (Urämie) hindeuten. Auch eine Therapie mit Steroidhormonen oder Gelbkörperhormonen (Gestagenen) kann den LDL-Wert erhöhen.
Leukozyten (Leukos) gehören zu den weißen Blutkörperchen. Sie werden in der Thymusdrüse und dem Knochenmark gebildet und gelangen durch den Blut- und den Lymphstrom in alle Regionen des Körpers. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Leukozyten-Klassen, die jeweils eigene Aufgaben bei der Immunabwehr wahrnehmen (z.B. Lymphozyten, Dendritische Zellen, Granulozyten, Makrophagen).
Leukozyten wehren Krankheitserreger ab und spielen damit eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Viele Leukozyten im Blut deuten daher auf eine Infektion oder Entzündung hin.
Untergrenze: 3.800 pro Mikroliter Blut
Obergrenze: 10.500 pro Mikroliter Blut
Untergrenze: 3.800 pro Mikroliter Blut
Obergrenze: 10.500 pro Mikroliter Blut
Zu niedrige Leukozyten-Werte können auf Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen, Erkrankungen des Knochenmarkes oder Virusinfektionen hindeuten. Auch manche Medikamente können die Anzahl der Leukozyten erhöhen.
Zu hohe Leukozyten-Werte können auf Infektionskrankheiten (vor allem durch Bakterien), Leukämie oder ein Behandlung mit Kortison hindeuten. Auch bei Rauchern, unter Stress, in der Schwangerschaft und bei körperlicher Belastung kann die Leukzyten-Anzahl erhöht sein.
Lipasen sind Enzyme, die Fette (Lipide) zu Glyzerin und freien Fettsäuren aufspalten. Im menschlichen Körper kommen verschiedene Lipasen vor. Für die Labordiagnostik ist vor allem die Pankreaslipase wichtig: Sie zeigt an, ob die Bauchspeicheldrüse genügend Verdauungssekret produziert oder ob ihr Ausführungsgang blockiert ist.
Untergrenze: 13 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 60 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Untergrenze: 13 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 60 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Zu niedrige Lipase-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe Lipase-Werte können auf eine akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Nierenschwäche oder chronischen Alkoholkonsum hindeuten. Auch nach einer Röntgenuntersuchung der Gallengänge (ERCP) und bei Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden, können die Werte erhöht sein.
Lipoprotein a ist ein Eiweißkörper, der Cholesterin ähnlich wie das Low Density Lipoprotein (LDL) im Blut transportiert. Es kann entzündliche Prozesse in den Blutgefäßen hervorrufen und Ablagerungen an den Gefäßwänden - so genannte Plaques - destabilisieren. Insbesondere bei Patienten, die trotz gut eingestellter Blutfettwerte immer wieder unter Gefäßerkrankungen leiden, kann Lipoprotein a die Ursache der Beschwerden sein. Wenn sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen innerhalb einer Familie häufen oder besonders früh auftreten, sollte deshalb nicht nur das LDL-Cholesterin, sondern immer auch der Lipoprotein-a-Wert bestimmt werden.
Die Konzentration im Blut ist genetisch festgelegt und ist unabhängig von den Spiegeln anderer Blutfette. Sie kann auch nicht durch einen veränderten Lebensstil (cholesterinarme Ernährung, körperliche Bewegung) beeinflusst werden.
Erhöhte Werte über 30 Milligramm pro Deziliter Blut können eine Verengung von Arterien und darüber hinaus die Entstehung von Thrombosen fördern und so zu lebensbedrohlichen Gefäßkomplikationen führen. Das Lipoprotein a gibt somit in Kombination mit einem hohen LDL-Wert Auskunft über das Arteriosklerose-Risiko.
Obergrenze: 30 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 30 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Zu niedrige Lipoprotein-a-Werte können auf eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Behandlung mit Hormonen (Östrogenen) hindeuten.
Zu hohe Lipoprotein-a-Werte können auf ein nephrotisches Syndrom, Harnvergiftung (Urämie), Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten.
Magnesium (Mg) ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für den Menschen. Es ist an vielen Enzymreaktionen im Körper beteiligt. Pro Tag benötigt der Mensch etwa 300 Milligramm Magnesium. Dieser Bedarf wird in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornbrot, Nüssen und Gemüse (Blattspinat, Kohlrabi) gedeckt.
Magnesiummangel kann zu Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, allgemeinem Schwächegefühl, Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfen führen.
Untergrenze: 1,8 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 2,6 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 0,73 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,06 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 1,9 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 2,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 0,77 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,03 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Magnesium-Werte können auf eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Übersäuerung des Bluts (diabetische Ketoazidose) hindeuten. Auch die Einnahme von harntreibenden Medikamenten (Diuretika) kann den Wert erhöhen. Bei Alkoholmissbrauch oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen kann die Magnesium-Aufnahme aus dem Darm gestört sein.
Zu hohe Magnesium-Werte können auf einen Zerfall der roten Blutkörperchen (Hämolyse) oder eine Nierenschwäche hindeuten. Auch bei übermäßiger Einnahme von säurehemmenden Magenmedikamenten (Antazida), die viel Magnesium enthalten, können die Werte erhöht sein.
Die mittlere korpusukuläre Hämoglobin-Konzentration (MCHC) ist die durchschnittliche Konzentration von Hämoglobin (Hb) in allen roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Es wird aus dem Verhältnis des Hämoglobin- zum Hämatokrit-Wert ermittelt.
Der MCH-Wert dient zur Diagnose einer Blutarmut (Anämie).
Untergrenze: 33 Gramm pro Deziliter (g/dl)
Obergrenze: 36 Gramm pro Deziliter (g/dl)
Untergrenze: 33 Gramm pro Deziliter (g/dl)
Obergrenze: 36 Gramm pro Deziliter (g/dl)
Zu niedrige MCHC-Werte können auf Eisenmangel und Pyridoxinmangel hindeuten.
Zu hohe MCHC-Werte können auf Erkrankungen der roten Blutkörperchen (Sphärozytose) hindeuten.
Das mittlere korpusukuläre Hämoglobin (MCH) ist die durchschnittliche Konzentration von Hämoglobin (Hb), die in einem einzelnen roten Blutkörperchen enthalten ist. Es wird aus dem Verhältnis des Hämoglobin- zum Hämatokrit-Wert ermittelt.
Der MCH-Wert dient zur Diagnose einer Blutarmut (Anämie).
Untergrenze: 28 Pikogramm (pg) pro Zelle
Obergrenze: 34 Pikogramm (pg) pro Zelle
Untergrenze: 28 Pikogramm (pg) pro Zelle
Obergrenze: 34 Pikogramm (pg) pro Zelle
Zu niedrige MCH-Werte können auf Blutarmut (Anämie) durch Kupfer- oder Vitamin-B6-Mangel hindeuten.
Zu hohe MCH-Werte können auf Blutarmut (Anämie) durch Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel, oder einen Abbau von roten Blutkörperchen (Hämolyse) hindeuten.
Das Mittlere korpuskuläre Volumen (MCV) ist das durchschnittliche Volumen eines einzelnen roten Blutkörperchens. Es errechnet sich aus dem Quotienten aus Hämatokrit-Wert und der Erythrozyten-Anzahl (MCV = Hkt / Ery-Anzahl).
Untergrenze: 85 Femtoliter (fl)
Obergrenze: 95 Femtoliter (fl)
Untergrenze: 85 Femtoliter (fl)
Obergrenze: 95 Femtoliter (fl)
Zu niedrige MCV-Werte können auf Blutarmut (Anämie) durch Eisen-, Kupfer- oder Vitamin-B6-Mangel hindeuten.
Zu hohe MCV-Werte können auf Blutarmut durch Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel, Leberzirrhose oder Alkoholismus hindeuten.
Natrium (Na) liegt im Körper in Form von elektrisch geladenen Teilchen, so genannten Ionen vor. Es ist ein wichtiger Mineralstoff für den Wasserhaushalt. Darüber hinaus benötigen die Körperzellen Natrium-Ionen um die elektrische Spannung in den Zellen aufrecht zu erhalten.
Der Natrium-Wert kann bei Störungen im Wasser- oder Elektrolythaushalt verändert sein.
Untergrenze: 135 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 145 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 135 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 145 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Natrium-Werte können auf Morbus Addison, Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion, Leberzzirrhose, Erbrechen oder Durchfall hindeuten.
Zu hohe Natrium-Werte können auf Wasserverlust im Körper ohne Elektrolytverlust (z.B. bei starkem Schwitzen), unzureichender Flüssigkeitsaufnahme, Diabetes insipidus, erhöhten Blutzuckerspiegel, Fieber oder eine Erkrankung der Nebennieren (Conn-Syndrom) hindeuten.
Die Osmolalität gibt die Teilchenanzahl osmotisch aktiver Substanzen wie Salz, Traubenzucker (Glukose) oder Eiweiße pro Kilogramm Flüssigkeit an. Die Osmolalität bestimmt die Verteilung des Wassers zwischen verschiedenen Zellräumen. Sie ist ein Maß für die interne Wasserbilanz des Körpers und kann im Blut oder im Urin bestimmt werden.
Untergrenze: 280 Milliosmol pro Kilogramm (mosm/kg)
Obergrenze: 295 Milliosmol pro Kilogramm (mosm/kg)
Untergrenze: 280 Milliosmol pro Kilogramm (mosm/kg)
Obergrenze: 295 Milliosmol pro Kilogramm (mosm/kg)
Eine zu niedrige Osmolalität kann auf eine Herzschwäche oder eine Leberzirrhose hindeuten.
Eine zu hohe Osmolalität kann auf zu hohe Zucker- oder Natrium-Werte im Blut, Nierenschwäche, Durchfall, Fieber oder Diabetes insipidus hindeuten.
Mit der partiellen Thromboplastinzeit (PTT) wird getestet, wie gut ein Teil der Blutgerinnung funktioniert, der so genannte intrinsische Teil oder endogene Teil. Die PTT ist ein wichtiger Kontrollwert bei einer Therapie mit Heparin oder einer Behandlung mit Blutgerinnsel-auflösenden Medikamenten (Thrombolyse) und dient dazu, Gerinnungsstörungen zu erkennen. Der Test wird routinemäßig vor Operationen durchgeführt, um zu kontrollieren, ob die Blutgerinnung in Ordnung ist.
Untergrenze: 26 Sekunden
Obergrenze: 36 Sekunden
Untergrenze: 26 Sekunden
Obergrenze: 36 Sekunden
Die partielle Thromboplastinzeit kann in der Schwangerschaft und durch die Einnahme der „Pille" sowie nach Operationen erniedrigt sein.
Eine zu hohe partielle Thromboplastinzeit kann auf eine Störung der Blutgerinnung hindeuten (Hämophilie, von-Willebrand-Syndrom, Verbrauchskoagulopathie). Auch bein einer Behandlung mit Heparin kann die PTT erhöht sein.
Phosphate sind Baustein vieler wichtiger Moleküle, z.B. der Erbsubstanz DNA oder des Energielieferanten ATP, und wird oft bei Enzymreaktionen im Körper benötigt. Es verbindet sich mit Kalzium-Ionen zu so genanntem Kalziumapatit und trägt so zur hohen Festigkeit von Knochen bei. Phosphate in der Nahrung sind "Kalziumräuber", da sie die Ausschleusung von Kalzium aus den Knochen fördern und gleichzeitig die Kalziumaufnahme aus der Nahrung im Darm senken.
Untergrenze: 2,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 5,0 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 0,84 Millimmol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,45 Millimmol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: 2,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 5,0 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Untergrenze: 0,84 Millimmol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 1,45 Millimmol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Phosphat-Werte können auf eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen, Resorptionsstörungen im Darm (Malabsorptionssyndrom), Vitamin-D-Mangel , Phosphat-Diabetes oder eine Nierenerkrankung (renal tubuläre Azidose) hindeuten. Auch unter der Einnahme von Medikamenten, die die Säure im Magen neutralisieren (Antazida) und Aluminiumhydroxid enthalten können die Phosphat-Werte sinken.
Zu hohe Phosphat-Werte können auf eine Nierenschwäche oder eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen hindeuten. Auch phosphathaltige Medikamente können die Phosphat-Werte erhöhen.
.
Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine wässrige Lösung ist. Der Begriff leitet sich von den lateinischen Bezeichnungen „pondus hydrogenii oder „potentia hydrogenii (pondus = Gewicht; potentia = Kraft; hydrogenium = Wasserstoff) ab.
pH < 7 entspricht einer Lösung mit saurer Wirkung
pH = 7 entspricht einer neutralen Lösung
pH > 7 entspricht einer alkalischen Lösung (basische Wirkung)
Dies gilt allerdings nur für reines Wasser und verdünnte Lösungen bei 25 °C. Der pH-Wert in verschiedenen Körperflüssigkeiten des Menschen ist unterschiedlich. Im Magen liegt z.B. ein saurer pH-Wert vor, auch in der Vagina der Frau ist der pH-Wert zur Abwehr von Krankheitserregern sauer. Blut besitzt einen pH-Wert von ungefähr 7,4 (s. unten), Urin von etwa 6 (5 bis 9).
Untergrenze: 7,37
Obergrenze: 7, 45
Untergrenze: 7,37
Obergrenze: 7, 45
Ein zu niedriger (saurer) pH-Wert (Azidose) kann auf ein diabetisches Koma, Nierenerkrankungen (Nierenschwäche, tubuläre Azidose), Vergiftungen (Salizylate, Methylalkohol, Glykol u.a.) oder Durchfall hindeuten. Auch bei Hungerzuständen, im Schock, bei Sauerstoffmangel und bei Atemstörungen kann der pH-Wert sinken. Dauerhafter Alkoholmissbrauch kann ebenfalls zu einem sauern pH-Wert führen.
Ein zu hoher (basischer) pH-Wert (Alkalose) kann auf Erbrechen, Störungen im Gehirn, eine Hormonstörung (Conn-Syndrom) oder einen Schock hindeuten. Außerdem kann der pH-Wert bei einer übermäßigen Atmung (Hyperventilation) ansteigen, z.B. bei Aufregung oder Sauerstoffmangel. Eine Behandlung mit harntreibenden Mitteln (Diuretika), Hormonen (Mineralokortikoiden) oder Osteoporose-Medikamenten (Bikarbonaten) kann ebenfalls zu einem Anstieg des pH-Wertes im Blut führen.
Anhand der Plasma-Thrombin-Gerinnungszeit (auch Plasmathrombinzeit oder Thrombinzeit, TZ) wird ein Teil der Blutgerinnung überprüft. Weitere wichtige Gerinnungswerte sind die partielle Plasmathrombinzeit sowie die INR bzw. der Quick-Wert.
Untergrenze: 14 Sekunden
Obergrenze: 20 Sekunden
Untergrenze: 14 Sekunden
Obergrenze: 20 Sekunden
Ein zu niedrige Plasmathrombinzeit hat keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe Werte können auf einen Mangel des Gerinnungsfaktors Fibrinogen im Körper (Hypo- oder Afibrinogenämie) hindeuten. Auch bei einer Überdosierung von Blutgerinnsel-auflösenden Medikamenten (Hyperfibrinolyse) oder bei einer Behandlung mit Heparin kann die Plasmathrombinzeit erhöht sein.
Das Prostataspezifische Antigen (PSA) wird in der Prostata des Mannes produziert und mit dem Ejakulat ausgeschieden. Der PSA-Wert kann bei bösartigen, aber auch bei gutartigen Geschwülsten in der Prostata erhöht sein. Das Prostata-spezifische Antigen ist ein Tumormarker, der zur Kontrolle einer Prostatakrebs-Erkrankung und ihrer Behandlung bestimmt wird.
Eine routinemäßige PSA-Wertbestimmung ist umstritten. Denn häufig ist der Wert erhöht, ohne dass ein Krebsgeschwür in der Prostata vorliegt (falsch positiver Befund). Außerdem haben viele Patienten mit Prostatakrebs PSA-Werte unter dem Grenzwert von 4 Nanogramm pro Milliliter. Bei einem PSA-Wert von über 4ng/ml sind auf jeden Fall weitere Untersuchungen notwendig.
Untergrenze: –
Obergrenze: 4 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
Untergrenze: –
Obergrenze: –
Zu niedrige PSA-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe PSA-Werte können auf einen bösartigen Tumor der Prostata, Entzündung der Prostata, eine gutartige Vergrößerung der Prostata (Prostatahyperplasie) oder ein Adenom der Prostata hindeuten. Auch nach einer Tastuntersuchung durch den Arzt (rektale Palpation) kann der Wert erhöht sein.
Der Quick-Wert (Thromboplastinzeit) gibt an, ob der so genannte exogene Teil des Gerinnungssystems funktioniert. Der Test dient zur Diagnose von Störungen der Blutgerinnung. Er wird beispielsweise vor Operationen oder zur Kontrolle von gerinnungshemmenden Medikamenten durchgeführt.
Je nach Testmethode kann der Quick-Wert variieren. Deshalb wird heute häufiger der INR-Wert (International normalized ratio) anstatt des Quick-Wertes verwendet.
Untergrenze: 70
Obergrenze: 120
bzw. bei einer Behandlung mit Cumarinen (z.B. Marcumar):
Untergrenze: 15
Obergrenze: 36
Untergrenze: 70
Obergrenze: 120
bzw. bei einer Behandlung mit Cumarinen (z.B. Marcumar):
Untergrenze: 15
Obergrenze: 36
Zu niedrige Werte können auf einen Mangel an Blutgerinnungsfaktoren oder Vitamin K, eine Störung der Blutgerinnung (Verbrauchskoagulopathie) sowie auf Funktionsstörungen der Leber (z.B. Leberzirrhose) hindeuten. Auch die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (z.B. Marcumar) können den Wert verringern.
Die Einnahme von Beruhigungsmitteln (Barbituraten) oder Penicillin kann den Quick-Wert erhöhen.
Retikulozyten sind Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten).
Untergrenze: 3 Stück pro 100.000 Erythrozyten
Obergrenze: 18 Stück pro 100.000 Erythrozyten
bzw.
Untergrenze: 30.000 Stück pro Mikroliter Blut
Obergrenze: 100.000 Stück pro Mikroliter Blut
bzw.
Untergrenze: 0,5%
Obergrenze: 1,5%
s. Männer.
Zu niedrige Retikulozyten-Werte können auf eine verringerte Blutbildung hindeuten, z.B. bei einer besonderen Form der Blutarmut (aplastische Anämie).
Zu hohe Retikulozyten-Werte können auf eine gesteigerte Blutbildung hindeuten, z.B. nach Blutverlust oder bei einer Blutarmut (hämolytische Anämie).
Der Rheumafaktor (RF) ist ein Antikörper gegen das körpereigene Immunglobulin G. Er selbst gehört zu den Immunglobulinen IgM, IgG, IgA oder IgE. Der Rheumafaktor ist Teil der Rheuma-Diagnose: Bei etwa der Hälfte der Patienten mit rheumatoider Arthritis ist er positiv. Er kann aber auch bei anderen Erkrankungen des Muskel- oder Skelettsystems erhöht sein.
Nicht jeder mit hohem Rheumafaktor im Blut, leidet jedoch tatsächlich an Rheuma. Der Wert kann auch ohne Rheuma erhöht sein bzw. manche Rheumatiker haben normale Werte. Er ist bei etwa 5% der gesunden Menschen unter 50 Jahren sowie bei bis zu 15% und 10% der 70-jährigen Frauen bzw. Männer positiv.
Untergrenze: –
Obergrenze: 10 bzw. 20 Internationale Einheiten pro Milliliter (International Units pro Milliliter, IU/ml), je nach Messmethode
Untergrenze: –
Obergrenze: 10 bzw. 20 Internationale Einheiten pro Milliliter (International Units pro Milliliter, IU/ml), je nach Messmethode
Zu niedrige Rheumafaktor-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe Rheumafaktor-Werte können auf eine rheumatoide Arthritis, systemischen Lupus erythematodes sowie weitere rheumatoide Erankungen hindeuten, z.B. Mischkollagenosen, Sklerodermie, Sicca-Syndrom, essentielle oder ein Sjögren-Syndrom. Auch bei einer Gefäßentzündung (Kryoglobulinämie), Leberzirrhose oder einer chronische Leberentzündungen (Hepatitis) kann der Rheumafaktor erhöht sein.
Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Erkrankungen, die den Rheumafaktor erhöhen, ohne dass eine rheumatoide Erkrankung vorliegt (falsch positive Werte):
Dies kann der Fall sein bei nichtrheumatischen chronisch-entzündlichen Erkrankungen, wie eine Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis), Tuberkulose, Salmonellose, Syphilis, akuten Virus- oder Parasiteninfektionen. Auch bei einer übermäßigen Bildung von Immunglobulinen (Hypergammaglobulinämie), bösartigen Tumoren sowie nach Bestrahlung oder Chemotherapie kann der Rheumafaktor erhöht sein.
Thrombozyten sind scheibenförmige Blutplättchen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung.
Untergrenze: 140.000 Stück pro Mikroliter
Obergrenze: 345.000 Stück pro Mikroliter
Untergrenze: 140.000 Stück pro Mikroliter
Obergrenze: 345.000 Stück pro Mikroliter
Zu niedrige Thrombozyten-Werte können auf eine gestörte Blutbildung (Myelodysplastisches Syndrom), eine besondere Form der Blutarmut (aplastische Anämie), eine Erkrankung der Blutgefäße, Blutzellen und der Nieren (hämolytisch-urämisches Syndrom) oder auf Morbus Werlhof hindeuten.
Zu hohe Thrombozyten-Werte können auf eine Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark (Polycythaemia vera) hindeuten.
Das Thyreoidea stimulierende Hormon (auch Thyreotropin oder thyreotropes Hormon, TSH) wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Es gelangt über das Blut zur Schilddrüse und reguliert dort die Menge der Schilddrüsenhormone T3, T4.
Das Thyreoidea stimulierende Hormon wird bei Verdacht auf Störungen der Schilddrüsenfunktion bestimmt .
Untergrenze: 0,4 Mikroeinheiten pro Milliliter (Mikrounits pro Milliliter, µU/ml)
Obergrenze: 2,5
Bei operierter Schilddrüse mit Hormonersatztherapie:
Untergrenze: 0,3 µU/ml
Obergrenze: 1,0 µU/ml
Untergrenze: 0,4 Mikroeinheiten pro Milliliter (Mikrounits pro Milliliter, µU/ml)
Obergrenze: 2,5
Bei operierter Schilddrüse mit Hormonersatztherapie:
Untergrenze: 0,3 µU/ml
Obergrenze: 1,0 µU/ml
Zu niedrige TSH-Werte können auf eine Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow), Schilddrüsenkrebs (autonomes Adenom) oder eine sekundäre Schilddrüsenunterfunktion hindeuten.
Zu hohe TSH-Werte können auf eine primäre Schilddrüsenunterfunktion, einen Kropf (Struma) durch Jodmangel oder eine Schilddrüsenentzündung (Autoimmunthyreoieditis) hindeuten.
Transferrin ist ein Eiweiß, das Eisen im Blut transportiert. Es dockt an einen Rezeptor an der Oberfläche von Zellen und gibt Eisen ab. Dann steht es wieder für den Eisentransport zur Verfügung.
Untergrenze: 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 360 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Untergrenze: 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 360 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Zu niedrige Transferrin-Werte können auf akute oder chronische Entzündungen, Nierenerkrankungen(z.B. nephrotisches Syndrom), Leberzirrhose, Abbau von Erythrozyten (Hämolyse) oder eine Überladung des Körpers mit Eisen, z.B. durch häufige Bluttransfusionen, hindeuten.
Zu hohe Transferrin-Werte können auf Eisenmangel, das Anfangsstadium einer Leberentzündung (Hepatitis) oder einen erhöhten Eisenbedarf in der Schwangerschaft hindeuten. Auch durch die Einnahme der „Pille" kann der Wert erhöht sein.
Triglyzeride sind Verbindungen aus Glyzerin und organischen Säuremolekülen. Diese Säuremoleküle sind in den meisten Fällen Fettsäuren. Diese Triglyzeride heißen dann Lipide. Man unterscheidet gesättigte Fettsäuren ohne Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoff-Atomen, einfach ungesättigte Fettsäuren mit einer Doppelbindung und mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit 2-4 Doppelbindungen.
Erhöhte Triglyzerid-Werte sind ein Risikofaktor für die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose) und Arteriosklerose mit allen ihren Komplikationen am Herz-Kreislaufsystem und an den Blutgefäßen.
Untergrenze: –
Obergrenze: 150 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Obergrenze: 1,7 Millimol pro Liter (mmol/l)
Untergrenze: –
Obergrenze: 150 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
bzw.
Obergrenze: 1,7 Millimol pro Liter (mmol/l)
Zu niedrige Triglyzerid-Werte haben keine klinische Bedeutung.
Zu hohe Triglyzerid-Werte können auf eine Fettstoffwechselstörung (familiäre oder sekundäre Hypertriglyzeridämie), Diabetes mellitus, Hyperchylomikronämie oder Übergewicht hindeuten. Auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion, bei Nierenerkrankungen oder chronischem Alkoholkonsum können die Werte erhöht sein.
Troponin T ist ein Eiweiß aus den Herzmuskelzellen. Werden die Zellen zerstört, z.B. bei einem Herzinfarkt, wird Troponin ins Blut freigesetzt. Troponin T ist deshalb ein guter Hinweis für Schäden an der Herzmuskulatur. Der Wert steigt etwa 3 Stunden nach einem Herzinfarkt an, erreicht nach etwa 24 Stunden ein Maximum und sinkt innerhalb von 10 bis 14 Tagen wieder auf den Normalwert.
Untergrenze: –
Obergrenze: 0,1 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
Untergrenze: –
Obergrenze: 0,1 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
Zu niedrige Troponin-Werte haben keine medizinische Bedeutung.
Zu hohe Troponin-Werte können auf einen Herzinfarkt hindeuten. Das Troponin kann aber auch bei verschiedenen Erkrankungen ohne Schäden an der Herzmuskulatur erhöht sein, z.B. bei akutem Nierenversagen, rheumatischen Erkrankungen, nach einer Leber- oder Lungentransplantation, einer Lungenembolie oder bei Schäden an der Skelettmuskulatur.
© Copyright by Monks - Ärzte im Netz GmbH