Der Begriff Akupunktur wird von Acus = Nadel und pungere = stechen abgeleitet, bedeutet also übersetzt „Nadelstiche". Das Verfahren ist ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird bereits seit etwa 4.000 Jahren angewandt. Die Akupunktur ist in den letzten 20 Jahren immer stärker in den Blickpunkt vieler Patienten und auch der Forschung gerückt. Sie wird mittlerweile von vielen Medizinern als wirksame Ergänzung zur konventionellen Medizin anerkannt.
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Die Meridiane können über die Akupunkturpunkte mittels 5 verschiedener Verfahren gestärkt oder geschwächt werden, damit die Lebensenergie optimal fließen kann und das körperliche Gleichgewicht wiederhergestellt werden kann:
In der westlichen Welt wird die Akupunktur ganz überwiegend mit Stahlnadeln durchgeführt. Die feinen Nadeln werden in die Haut und das darunter liegende Gewebe gestochen. Zur Reizverstärkung können sie zusätzlich erwärmt werden, oder es wird eine elektrische Spannung (Elektroakupunktur) angelegt. Eine Gesamtbehandlung erfolgt in mehreren Sitzungen, die jeweils etwa 20 bis 30 Minuten dauern. Die Behandlungen sind oftmals als ein leichtes Kribbeln spürbar und nur selten schmerzhaft. Die Sitzungen sollten etwa einmal die Woche wiederholt werden. Je nach Erkrankungsbild können 10 bis 15 Sitzungen erforderlich sein, bis eine Verbesserung der Beschwerden eintritt
Allgemein ist die Akupunktur heute eine teilweise auch von den Gesetzlichen Krankenkassen anerkannte Therapie bei chronisch schmerzhaften bzw. psychosomatischen Erkrankungen und bei funktionellen Störungen. Bei schweren oder unheilbaren Erkrankungen können die Schmerzen, die Durchblutung und die Stimmung des Patienten positiv beeinflusst werden.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann die Akupunktur bei folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats: Schmerzen- und starke Verspannungen im Rücken- und Schulterbereich, Karpaltunnelsyndrom, Prellungen, Zerrungen, Arthrose, ArthritisDie Akupressur wiederum wird bei Befindlichkeitsstörungen, leichten Beschwerden sowie zur Gesundheitsvorsorge eingesetzt.
Folgende Wirkungen sind bislang wissenschaftlich belegt:
Bei der Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion konnte eine Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt werden.
Aus wissenschaftlicher Sicht scheint die exakte Positionierung der Akupunktur-Nadeln wenig Bedeutung zu haben. Die Wirkung einer Akupunkturbehandlung war nämlich in mehreren Studien fast genau so ausgeprägt, wenn die Nadeln nicht korrekt in die spezifischen Akupunkturpunkte gesetzt wurden.
Eine Akupunktur-Behandlung sollte nur von entsprechend ausgebildeten Ärzten oder Heilpraktikern durchgeführt werden. Erforderlich ist dazu eine Diagnose, die entweder durch schulmedizinische Untersuchungsmethoden erstellt wurde oder durch die TCM-Diagnostik, die auf den Symptomen des Patienten basiert. Bei manchen Menschen können sich die Symptome zwar vorübergehend verschlimmern, in der Regel ist das Verfahren aber bei korrekter Anwendung nahezu frei von Nebenwirkungen. Bei Störung der Reizwahrnehmung oder der Blutgerinnung sowie psychischen Krankheiten sollte eine Akupunktur nicht angewendet werden, während der Schwangerschaft oder der Menstruation sollten zudem bestimmte Akupunktur-Punkte nicht gereizt werden.
Die anthroposophische Medizin ist Teil der Anthroposophie, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner (1861 bis 1925) als Geisteswissenschaft begründet wurde. Sie verbindet philosophische und naturwissenschaftliche Ansätze mit religiösen und esoterischen Ideen. Die Anthroposophie begegnet uns im Alltag u. a. in darauf ausgelegten Schulen und Kindergärten, der alternativen Landwirtschaft sowie bestimmten christlichen Gemeinden.
Die von Steiner geprägte Medizinrichtung ist als Erweiterung der Schulmedizin gedacht und sieht den Menschen als 4-gliedriges Wesen:
Physischer Leib: sichtbarer KörperKrankheit bedeutet die Störung der Harmonie zwischen diesen Wesensgliedern. Eine Therapie stellt diese wieder her, in dem die natürlichen Heilungskräfte gestärkt werden.
Die Wirkprinzipien und Wirkorte der Anthrosophischen Medizin beruhen auf den 4 Wesensgliedern mit ihrem Bezug auf bestimmte Organsysteme:
Die Behandlung erfolgt überwiegend mit Hilfe mineralischer, pflanzlicher und tierischer Heilmittel. Damit sollen die Organe dem „gesunden Urbild" angeglichen werden, indem die Wesensglieder verstärkt oder abgeschwächt werden. Ausgangspunkt für die Wahl der Mittel ist die Auffassung, dass sich Tiere, Pflanzen und Mineralien nur in der Anzahl der Wesensglieder vom Menschen unterscheiden. Die speziell hergestellten Arzneimittel werden entsprechend dem Wesensbild der Erkrankung ausgesucht.
Besonderheiten der anthroposophischen Medizin sind weiterhin die Gesprächstherapie, die Kunsttherapie (Malen, Musizieren, plastisches Gestalten) sowie die Heil-Eurhythmie, bei der Wörter, Laute und Melodien in Bewegung umgesetzt werden.
Allergien, Krankheiten der Verdauungsorgane sowie der Haut, rheumatische und psychische Erkrankungen sowie die unterstützende Krebstherapie bilden die Anwendungsgebiete der anthroposophischen Medizin.
Manche Heilmittel der anthroposophischen Medizin werden gelegentlich auch in der konventionellen Medizin verwendet. So eignet sich Hepatodoron, aus Extrakten des Weinstocks und der Walderdbeere hergestellt, bei bestimmten Lebererkrankungen bzw. zur Wiederherstellung der Leberfunktion. Cardioron (Primel, Eselsdistel und Bilsenkraut) regt die Herz- und Kreislauftätigkeit an.
Die Behandlung wird ambulant bei entsprechend ausgebildeten Ärzten oder in Kliniken mit anthroposophischer Ausrichtung angeboten.
Dass aromatische Pflanzendüfte das psychische und körperliche Befinden verbessern können, ist seit der Antike bekannt. Sie wurden in den chinesischen, altägyptischen, altgriechischen und römischen Kulturen in der Heilkunde sowie der Kosmetik angewendet. In der Neuzeit wurde die Aromatherapie vor allem von osteuropäischen Wissenschaftlern weiterentwickelt, die sie u.a. auch bei Blutdruck-, Schlaf- und Atembeschwerden einsetzten.
Bei der Aroma-Therapie werden ätherische Öle von Heilpflanzen als Duftstoffe eingesetzt. Diese lösen über den Riechnerv Gefühlsreaktionen im Gehirn aus und beeinflussen so unterschiedliche Körperfunktionen. Darüber hinaus können sie auch direkt über die Haut aufgenommen werden und über den Blutkreislauf in die Organe gelangen. Zu den verwendeten Heilpflanzen gehören insbesondere: Anis, Bergamotte, Eukalyptus, Fenchel, Geranium, Jasmin, Lavendel, Majoran, Minze, Pfefferminze, Rosmarin, Sandelholz und Zimt.
Die Öle werden oral verabreicht oder inhaliert, außerdem äußerlich als Bäder, Massagen oder Wickel angewendet.
Die Aroma-Therapie dient hauptsächlich bei psychosomatischen und emotionalen Störungen. Eukalyptus wird beispielsweise bei Fieber und als schleimlösendes Mittel bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Fenchel lindert Magenbeschwerden und Übelkeit, Pfefferminze hilft bei Kopfschmerzen. Zitronen- und Kamillen-Öl helfen bei Stress und Angstgefühlen, Lavendel-Öl auch gegen Schmerzen, Melissen-Öl wirkt beruhigend und Orangen-Öl steigert die Aufmerksamkeit.
Gesichert sind Wirkungen auf das zentrale Nervensystem, vor allem stimmungsbeeinflussende Effekte, und Einflüsse auf das Hormonsystem. Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Aroma-Therapie bei einer Reihe von körperlichen und psychischen Symptomen (s. o.).
Aroma-Öle sind gut verträglich und lösen nur selten Unverträglichkeitsreaktionen aus. Dazu zählen beispielsweise Allergien, wenn die Aromaöle auf die Haut aufgetragen werden. Da Allergie-auslösende Substanzen auch durch das Zusammentreffen mit Sauerstoff entstehen können, sollte man nur kleine Fläschchen kaufen, die schnell verbraucht und nach dem Gebrauch gut verschlossen werden sollten. Wichtig ist, dass die Anwendung pro Tag zeitlich begrenzt wird, d.h. eine Daueranwendung ist nicht sinnvoll. Menschen mit bekannter Allergie-Neigung, Schwangere und Kinder unter 12 Jahren sollten auf Aroma-Öle nur vorsichtig anwenden. Bei Kleinkindern und Säuglingen sollten sie nur im Rahmen von Erkältungen verwendet werden. Hier ist es wichtig, die Öle nicht in der Nähe des Gesichtes anzuwenden.
Die Lehre von den Körpersäften, deren Ungleichgewicht Krankheiten bedingt (Humoralpathologie), dominierte lange Zeit die Heilkunde in Europa. Demnach sollten die ausleitenden Verfahren die Körpersäfte von außen reinigen. Nachdem die Medizintheorie der Humoralpathologie aufgegeben worden war, gerieten auch diese Verfahren in Vergessenheit. Sie wurden von dem Gynäkologen und Neurophysiologen Bernhard Aschner (1883-1960) wiederentdeckt.
Ausleitende Verfahren kommen heute vor allem in der biologisch orientierten Schmerzbehandlung, bei orthopädischen Krankheiten und zur Beeinflussung des Immunsystems zum Einsatz. Sie werden meist mit anderen Therapien der Naturheilkunde kombiniert.
Die Verfahren wirken lokal oder den ganzen Körper betreffend, d. h. sie können den reflektorisch wirkenden Verfahren zugeordnet werden.
Über bestimmte Schröpfzonen - meist am Rücken - können bestimmte Organe angesprochen werden. Ein spezielles Schröpfglas wird erwärmt und auf die Haut gesetzt. Durch den entstehenden Unterdruck fließt Blut über eine vorher geritzte Stelle ab (blutiges Schröpfen), oder es wird lediglich auf das geschröpfte Hautgebiet eingewirkt (unblutiges Schröpfen). Auf diese Weise werden das Immunsystem und der Stoffwechsel des Bindegewebes anregt.
Anwendungsgebiete: Vor allem orthopädische Schmerzbehandlung, aber auch rheumatische Beschwerden, chronische Kopfschmerzen und Migräne, Gallen- oder Nierenkrankheiten
Mit einer Kanüle werden aus einer Vene ein bis 2-mal pro Woche 100 bis 150 Milliliter Blut entnommen. So wird das Blut allmählich verdünnt, das Bindegewebe entstaut und dessen Sauerstoffversorgung verbessert. Bei einem Mikro-Aderlass werden die Venen lediglich oberflächlich angestochen.
Anwendungsgebiete: Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Lungenerkrankungen
Das Verfahren entspricht einem langsamen Aderlass. Bis zu 12 Blutegel werden auf bestimmte Hautpartien gesetzt. Jeder Egel saugt sich mit etwa 10 Milliliter Blut voll und fällt nach einiger Zeit von alleine ab. Im Speichel des Egels sind Stoffe, die die Blutgerinnung herabsetzen und eine entzündungshemmende Wirkung haben. Deshalb blutet die Bisswunde noch für mehrere Stunden nach.
Anwendungsgebiete: Venenerkrankungen, lokale Infektionen, Gelenksarthrosen, rheumatische Beschwerden, Migräne, akute Gichtanfälle, Durchblutungsstörungen nach Hauttransplantationen
Durch gezielte Hautreizung mit einem speziellen Stichelinstrument und einer vorher aufgetragenen Salbe werden Rötungen, Pusteln und Blasen hervorgerufen. Zu den Wirkungen gehören eine bessere Durchblutung, Aktivierung der Organfunktionen, des Lymphsystems und je nach Bereich der Hormondrüsen.
Anwendungsgebiete: Störungen des Bewegungsapparates oder der Bauchorgane, allgemeine Neigung zu Infekten
Die Wirkungsweise entspricht ungefähr der des Schröpfens, die Wirkung ist aber stärker. Ein Pflaster wird mit dem Extrakt einer Laufkäferart, der so genannten spanischen Fliege, präpariert und bewirkt auf der Haut eine Verbrennung 2. Grades. Die entstandene Brandblase wird aufgestochen.
Anwendungsgebiete: Wirbelsäulen- und Gelenk-Leiden, Schmerzen bei Krebserkrankungen
Wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit belegen, existieren für einige Anwendungsbereiche von Aderlass, Schröpfen und Blutegeln.
Die Verfahren sind keineswegs sanft und sollten daher nur von Ärzten mit entsprechender Sachkenntnis durchgeführt werden. Menschen mit krankhaften Hautveränderungen bzw. -verletzungen oder Blutgerinnungsstörungen sollten ausleitende Verfahren nicht anwenden. Blutarmut, Durchfall, niedriger Blutdruck und ein schwacher Allgemeinzustand sprechen ebenfalls eher gegen die Anwendung von ausleitenden Verfahren..
UrsprungAyurveda, wörtlich „das Wissen vom gesunden/langen Leben", hat seine Wurzeln in Indien und wird dort seit weit über 3.000 Jahren praktiziert. Ayurveda ist weniger eine Gesundheitsvorsorge als vielmehr eine spirituelle Weisheitslehre: Nur wer sich um Körper, Geist und Seele sorgt und in Einklang mit sich und der Welt lebt, kann seine Gesundheit erhalten. In der westlichen Welt werden einige Elemente des Ayurveda vor allem als Wellness-Angebote vermarktet.
Dem Ayurveda zufolge bestehen alle Dinge aus den 5 Grundelementen Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Daraus werden die 3 Grundprinzipen (Doshas) bzw. biologischen Kräfte abgeleitet: Vata (Raum und Luft), Pitta (Feuer und Wasser), Kapha (Wasser und Erde). Dosha heißt eigentlich „Verderber", also krankmachender Faktor oder Risikofaktor.
Krankheit geht mit einer Vermehrung eines oder mehrerer Doshas einher. Eine Verringerung der Doshas führt seltener zu Ekrankungen. Alle Dinge, Lebewesen und Vorgänge können anhand der Doshas eingeteilt werden, so auch der Zeitpunkt der Zeugung. Daraus ergibt sich für jeden Menschen eine individuelle „Mischung" der 3 Doshas, also seine zeitlebens unveränderbare persönliche Dosha-Konstitution, die eine darauf abgestimmte Behandlung erfordert. Die Therapie soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.
Die Behandlungsformen sind vielfältig und werden stets miteinander kombiniert:
Grundsätzlich kann Ayurveda bei allen Krankheiten angewendet werden, wobei funktionelle und psychosomatische Störungen wie Migräne, Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Bluthochdruck im Vordergrund stehen. Hierzu gehören auch durch Stress verursachte Probleme wie Magenschmerzen oder Störungen der Sexualität. Für organische Schäden ist Ayurveda als alleinige Therapie wenig geeignet, kann aber unterstützend wirken. Er sollte nicht in Notfällen oder dort, wo chirurgische Eingriffe notwendig sind, eingesetzt werden.
Inzwischen gibt es zahlreiche Studien zur Wirksamkeit. Ayurveda ist damit auf dem Weg von der traditionellen Volksheilkunde zu einem wissenschaftlichen Ansprüchen genügendem Verfahren.
Die Diagnostik nimmt in der Lehre der Ayurveda einen großen Stellenwert ein. Neben einer ausführlichen Befragung unterzieht der Arzt seinen Patienten einer körperlichen Untersuchung, die insbesondere die Zunge und die Pulsmessung am frühen Morgen umfasst. Erst nach der Bestimmung der Dosha-Konstitution wird die Therapie ausgewählt. Ayurvedische Ernährungsprinzipen richten sich nach der Dosha-Typisierung und beziehen die Geschmacksrichtung, Zusammensetzung und Zubereitungsform ein. Kein Lebensmittel ist somit grundsätzlich für jeden Menschen gleich gut oder schlecht.
Vom Erwerb von ayurvedischen Kräuterzubereitungen unklarer Herkunft, die vor allem im Internet vertrieben werden, wird abgeraten. Diese Produkte können mitunter schädlich sein oder giftige Bestandteile enthalten. Eine korrekte ayurvedische Behandlung wird in Deutschland nur in relativ wenigen ärztlichen Praxen und Kliniken durchgeführt.
Die Bach-Blütentherapie wurde von dem englischen Arzt Edward Bach (1886-1936) Anfang der 1920er Jahre entwickelt. Bach war der Auffassung, dass Gesundheit ganz eng mit Lebensglück und dem positiven Miteinander der Menschen zusammenhängt. Negative Charaktereigenschaften (Angst, Starrsinn, Habgier usw.) sind nach seiner Auffassung die eigentlichen Ursachen für Krankheit. Die Gesundheit kann dagegen erhalten werden, wenn positive Charaktereigenschaften (Lebensmut, Großzügigkeit usw.) dominieren und daran könne jeder Mensch arbeiten. Die Blütenkonzentrate sollen die seelische Gesundheitsvorsorge fördern.
In die konventionelle Medizin hat die Bach-Blütentherapie bislang keinen Eingang gefunden. Allerdings wird sie in der Alternativmedizin als Einstieg in weiterführende Therapien genutzt.
Ein Wirkprinzip ist bis heute nicht bekannt. Bach nahm an, dass Negativstimmungen zu Fehlsteuerungen im Gehirn führen können. Aus seiner Definition von 38 „disharmonischen Seelenzustände der menschlichen Natur" hat er 38 aufbereitete wässrige Auszüge von Blüten verschiedener wild wachsender Pflanzen und Bäume aufbereitet. Darunter sind beispielsweise Espe, Rotbuche, Rosskastanie, Stechginster, Rote Kastanie, Weinrebe und Heckenrose. Mittlerweile werden in anderen Ländern auch andere Pflanzen verwendet.
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Alternativ ist eine äußere Anwendung mit Umschlägen, Bädern oder Direktauftrag auf die Haut möglich. Eine Akut-Therapie wird mit dem so genannten Rescue, einem speziellen Kombinationspräparat, durchgeführt und soll eine sofortige Erholung bewirken.
Die Bach-Blütentherapie umfasst 3 Hauptanwendungsgebiete:
Selbst mit modernen Untersuchungsmethoden konnte eine Wirksamkeit bislang wissenschaftlich nicht belegt werden.
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Beide Verfahren sind wichtige Bestandteile von Heilverfahren, die sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts in den heute als Rehabilitationskliniken bezeichneten Kliniken etabliert haben. Die etwa 3 Millionen Heilverfahren im Jahr ist ein wichtiger Baustein unseres Gesundheitssystems. Rekonvaleszenz und Leistungssteigerung in einem urlaubsähnlichen Milieu stehen in der Kurortbehandlung mit 350 Kurorten im Vordergrund. Kurorte müssen den Nachweis einer Eignung für Balneo- und/oder Klimatherapie führen.
Beide Heilverfahren beruhen darauf, dass der Körper einer Serie äußerer Reize ausgesetzt und der Organismus auf diese Weise gestärkt und trainiert wird. Folgende Heilwässer und -Gase werden als Bäder, teilweise auch als Trinkkuren angewendet:
Daneben gibt es so genannte Heilpeloide d.h. feinkörnige Substanzen natürlichen Ursprungs, wie z.B. Torf, Heilerde oder Schlick, die zusätzlich als Packungen oder Knetungen Anwendung finden. Eine Sonderform ist die Krenotherapie, die Brunnentrinkkur.
Die Klimatherapie umfasst die Komponenten Heliotherapie (dosierte Sonnenbäder), Klimatische Terrainkur (dosiertes Gehen) sowie die Frischluft-Liegekur. Die Klimate werden nach Lage und Bioklima unterschieden, d.h. See-, Mittelgebirgs-, Hochgebirgsklima.
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Die Anwendungsgebiete sind ungemein vielfältig. Dazu zählen u.a.:
Die Wirksamkeit beider Therapieformen ist bei vielen Krankheiten durch zahlreiche Studien belegt.
Balneo- und Klimatherapie werden an einem Kurort mit den jeweils natürlich vorhandenen Mitteln kombiniert. Aufgrund der natürlichen Gegebenheiten eignen sich die jeweiligen Kurorte jeweils für bestimmte Erkrankungen. Zum Konzept einer umfassenden Behandlung gehören z. B. auch physiotherapeutische Anwendungen wie Massagen oder Krankengymnastik sowie Entspannungsverfahren und diätetische Maßnahmen. Bei Rehabilitationsverfahren und Badekuren sollte der Hausarzt in die Planung eingebunden werden. Die Krankenkassen übernehmen hier in der Regel einen großen Teil der Kosten.
Die Bewegungstherapie umfasst alle Verfahren, die mit gezielten und dosierten Bewegungsabläufen bestimmte Körperfunktionen üben und trainieren. Dazu gehören beispielsweise die Ergo-, Physio-, und Tanztherapie.
Bereits in der griechischen Antike bildete die Bewegung einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Bewegungstherapie einen Aufschwung, als man den Nutzen für den Aufbau der Muskulatur erkannte. Seit dem 19. Jahrhundert wird sie gezielt für medizinische Zwecke eingesetzt. Heute werden Bewegung und Sport zur Vorbeugung und Behandlung von Zivilisationskrankheiten eingesetzt. Oftmals werden sie ergänzend zu einer konventionellen Therapie empfohlen.
Die Wirkung einer Bewegungstherapie wird durch Dauer, Intensität und Häufigkeit beeinflusst. Eine Beanspruchung verschiedener Muskelgruppen wirkt zudem auf unterschiedliche Organsysteme:
Muskulatur: Die Formen und Möglichkeiten der Bewegungstherapie sind vielfältig und recht komplex. Um eine optimale Wirkung zu erreichen, werden geeignete Übungen nach verschiedenen Kriterien ausgewählt. Dazu gehören Dauer, Intensität, Häufigkeit, Skelettmuskeleinsatz, Risikoarmut, Durchführbarkeit (leichte Technik, wenig Ausrüstung). Je nach Beschwerdebild werden darüber hinaus 4 Kategorien für die Beanspruchung gewählt: Koordination, Kraft, Ausdauer sowie Beweglichkeit.
Eine Sonderform stellt die Krankengymnastik dar, denn sie verbindet passive übende Maßnahmen, die der Therapeut am Patienten anwendet, mit aktiven, vom Patienten selbst durchgeführten Elementen.
Die medizinischen Anwendungsgebiete sind ungemein vielfältig. Die Auswahl der Sportarten bzw. der Bewegungstherapie sollte nicht nur auf das Krankheitsbild, sondern auch auf den individuellen Zustand des Patienten, sein Alter, seine Vorlieben usw. abgestimmt werden, um die Motivation zur regelmäßigen Durchführung zu erhöhen.
Übergewicht:
Zur Bewegungstherapie gibt es umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Patienten mit den oben aufgeführten Erkrankungen sowie mit Depressionen können nachgewiesenermaßen von einer Bewegungstherapie profitieren.
Bewegung sollte Bestandteil des täglichen Lebens eines jeden Menschen sein. Manche Krankheiten (z.B. Osteoporose, rheumatische Erkrankungen) erfordern ein tägliches kleines Übungsprogramm, das Sie nach Erlernen unter Anleitung in den eigenen Alltag integrieren sollten.
Wenn Sie lange Zeit keinen Sport getrieben haben, sollten sie zu Beginn nur unter fachkundiger Anleitung und nach einer ärztlichen Untersuchung bestimmte Bewegungsabläufe erlernen. Besprechen Sie gemeinsam mit dem Therapeuten bzw. Übungsleiter etwaige Risiken bzw. Einschränkungen, die Sie beachten sollten. Bei akuten Entzündungen oder Infektionen und bei schweren Allgemeinerkrankungen an Herz, Leber, Lunge, Gehirn und Nieren sollten Sie eine Bewegungstherapie nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt durchführen.
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Die ganzheitliche Krebstherapie zielt darauf ab
Die biologische Krebsbehandlung beruht in der Regel auf mehreren Säulen, die eine Vielzahl naturheilkundlicher Verfahren beinhalten:
Das Behandlungskonzept wird auf den Patienten und den jeweiligen Krebs ausgerichtet, es kann von der ersten Diagnose an über den Abschluss der schulmedizinischen Therapie hinaus eingesetzt werden.
Die Methode wurde erstmals 1975 von dem Arzt Franz Morell und dem Ingenieur Erich Rasche vorgestellt. Sie wurde weiterentwickelt und 1992 in Biophysikalische Informations-Therapie (BIT) umbenannt. Es handelt sich um ein energetisches Behandlungsverfahren, das auf den Grundlagen der Akupunktur basiert.
Die Atome der Materie befinden sich in ständiger Bewegung, dadurch werden elektromagnetische Signale abgegeben. Diese überlagern sich zu bestimmten Mustern. Nach Auffassung der BIT-Anwender trifft dies auch für die Zellen des Organismus zu, wodurch Schwingungen im Gewebe entstehen. Die BIT-Anwender sind der Auffassung, dass jeder Mensch für ihn typische Schwingungen besitzt, die aus harmonischen (gesunden) und disharmonischen (kranken) Anteilen bestehen.
Die Schwingungen werden von am Körper angebrachten Elektroden erfasst und von einem speziellen Gerät empfangen. Die disharmonischen Frequenzen werden in der Phase umgekehrt und dadurch positiv verändert und anschließend zur Behandlung zurück in den Körper geleitet. Eine Sitzung dauert etwa 20 Minuten und ist für den Patienten nicht spürbar. Meist wird mit einer Basistherapie begonnen, die der Stabilisierung des Energiehaushalts dienen soll. Die Folgetherapie geht anschließend auf die vorliegenden Beschwerden ein.
Bei einer BIT werden zunächst die Symptome untersucht und anhand der Faktoren Leitsymptom, Konstitution, Stoffwechsellage und Dauerstressfaktoren wird eine Diagnose erstellt. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden:
Dafür wurden jeweils entsprechende Geräte entwickelt. So arbeitet beispielsweise das Gerät zur Matrix-Regeneration mit den 3 Komponenten Schröpfen, Gleichstrom und BIT zur Basisentgiftung und Geweberegeneration.
Die Bioresonanztherapie wird bei akuten und chronischen Erkrankungen eingesetzt. Hierzu gehören beispielsweise:
Bislang fehlt ein seriöser Wirksamkeitsnachweis mit wissenschaftlichen Untersuchungen. Von einzelnen Anwendern sind allerdings erfolgreiche Behandlungen bekannt.
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Das Prinzip der Eigenblut-Therapie geht davon aus, dass bestimmte natürliche Prozesse für die Heilung einer Krankheit unerlässlich sind und diese durch gezielte Reize verstärkt werden können. Gelangt Blut in das Gewebe, wirkt es demzufolge selbst als Reizkörper und regt den Stoffwechsel sowie das Immunsystem an. So werden beispielsweise durch Eigenblut Entzündungsreaktionen und Fieber provoziert. Danach geht ein Signal an den ganzen Organismus aus, der zusätzlich das vegetative Nervensystem erfasst. So soll die Selbstheilungsfähigkeit des Organismus verbessert werden. Das Blut wird dem Patienten abgenommen und direkt oder speziell aufbereitet (z.B. mit Sauerstoff, nach Bestrahlung mit Ultraviolettlicht oder nach Mischung mit Medikamenten) in die Vene oder den Gesäßmuskel injiziert. Dieses Verfahren wird je nach Zustand des Patienten und der Erkrankung mehrfach wiederholt.
Die Eigenblut-Therapie kann bei folgenden Erkrankungen angewendet werden:
Die Eigenblut-Therapie gilt aufgrund vieler positiver Erfahrungsberichte als bewährtes Verfahren. Die Wirkung ist im Individualfall nicht vorhersagbar. Studien wurden bislang kaum durchgeführt.
Die Eigenblut-Therapie kann ohne Ausnahme mit anderen Therapieverfahren kombiniert werden. Eine gleichzeitige immununterdrückende Therapie dürfte die Erfolgsaussichten stark vermindern.
Die Eigenharn-Therapie gilt seit Jahrtausenden als ein Heilmittel in vielen Kulturkreisen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie in mehreren europäischen Ländern wiederentdeckt. Seit den 1980er Jahren wird sie verstärkt von manchen Heilpraktikern und Naturheilärzten propagiert.
Die Eigenharn-Therapie funktioniert nach einem ähnlichen Wirkprinzip wie die Eigenblut-Therapie. Die Anwendung erfolgt oral, über Injektionen oder äußerliche Anwendungen. Der Harn kann sowohl in seiner ursprünglichen Form als auch kombiniert mit Medikamenten oder homöopathisch verdünnt verabreicht werden.
Die Eigenharn-Therapie wird bei folgenden Erkrankungen angewendet:
Über die Wirksamkeit der Eigenharn-Therapie liegen bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor.
Die Eigenharn-Therapie kann mit anderen Therapieverfahren kombiniert werden. Eine gleichzeitige immununterdrückende Therapie dürfte die Erfolgsaussichten stark vermindern.
Unter Entspannungsverfahren werden verschiedene Methoden zusammengefasst, die Spannungen in Körper und Geist abbauen und Verspannungen lösen sollen. Blutdruck und die Stoffwechselrate können dadurch gesenkt und die Muskelspannung herabgesetzt werden.
Zu den wichtigsten Verfahren zählen:
Das Verfahren wurde von dem amerikanischen Arzt Edmund Jacobson (1885-1976) entwickelt. Sie beruht auf der Beobachtung Jacobsons, dass Unruhe, Ängste und andere psychische Belastungen zu einer Verspannung der Muskeln führen.
Der Patient übt in einer festgelegten Reihenfolge und einem bestimmten Zeitschema die Konzentration auf einzelne Muskelgruppen sowie die An- und Entspannung der Partien im Wechsel. Die schrittweise Entspannung einzelner Muskelgruppen führt im Ergebnis zu einer Gesamtentlastung der Muskeln. Die Methode eignet sich bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychosomatischen Beschwerden, Migräne usw.
Es liegen viele Studien zur Wirksamkeit vor.
Bei diesem von dem deutschen Psychiater und Psychotherapeuten Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) entwickelten Verfahren ist es möglich, selbst gesteuert Entspannungszustände zu erreichen. Mit Hilfe eines Übungsleiters bzw. Therapeuten übt der Patient das Empfinden von Wärme, Kälte, Schwere usw. in bestimmten Körperregionen. Die Methode findet insbesondere in der Psychotherapie Anwendung, kann aber auch beim Abbau von Stresszuständen im Alltag hilfreich sein. Es liegen viele Studien zur Wirksamkeit vor.
Biofeedback greift in unbewusst ablaufende Vorgänge wie z.B. die Atemfrequenz, Blutdruck, Gehirnströme, Körpertemperatur oder Muskelspannung ein. Diese Vorgänge werden mit entsprechenden Geräten an einem Patienten gemessen und mit akustischen oder optischen Signalen verknüpft. Auf einen Bildschirm oder Lautsprecher sieht oder hört der Betroffene, wie sein Körper reagiert. Auf diese Weise wird die willentliche Kontrolle bestimmter Körperprozesse erlernt.
Anwendungsgebiete sind Schlafstörungen, Angstzustände, Migräne, unwillkürlicher Urinabgang, Spannungskopfschmerzen, Bluthochdruck u.a. Es liegen viele Studien zur Wirksamkeit vor.
In einer Hypnose-Therapie wird der Patient durch einen Hypnotiseur in eine Tiefen-Entspannung versetzt, d.h. einen schlafähnlichen Zustand, bei dem die Aufmerksamkeit fast vollständig nach innen gerichtet ist. Der Behandelte erlebt Gefühle und Gedanken intensiver und meist in Form von bildlichen Eindrücken.
Die Hypnose wird vorrangig bei psychischen Problemen und bestimmten Schmerzsyndromen eingesetzt. Es gibt Studien, die die Wirksamkeit belegen.
Mittels Meditation soll der Geist beruhigt und die Selbstwahrnehmung gestärkt werden. Die Übungen werden im Sitzen mit geschlossenen Augen abgehalten. Zur Konzentration des Geistes wird oftmals mit einem Mantra, d.h. einem Ton oder Wort, gearbeitet, der/das ständig wiederholt wird. Es gibt viele Studien, die die Wirksamkeit belegen.
Enzyme sind körpereigene Eiweißmoleküle, die viele Stoffwechselprozesse im Körper erst ermöglichen und beschleunigen. Viele Kulturen setzen traditionell tierische und pflanzliche Mittel mit Enzymen bei vielen Erkrankungen ein.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erstmals Ergebnisse über Enzymbehandlungen von Tumor-Patienten veröffentlicht. Seit etwa 50 Jahren werden die Wirkungen von Enzymen aus Pflanzen, Säugetieren, Pilzen und arktischem Krill auf den Organismus untersucht.
Enzyme sind sehr spezifische biochemische Katalysatoren, d.h. sie beschleunigen chemische Reaktionen, ohne dabei selbst verändert oder verbraucht zu werden. Verschiedenen Studien zufolge können Enzyme den Blutstrom verbessern, Entzündungen hemmen, das Immunsystem aktivieren sowie die Entstehung von Tumoren verhindern.
Die Enzyme werden als Tabletten, Dragees oder Kapseln eingenommen, alternativ können sie auch gespritzt werden. Beispiele für Enzyme sind:
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Hier finden Sie weitere Enzyme, ihre Herkunft und Anwendungsgebiete.
Die Enzym-Therapie kann eingesetzt werden zur:
Wissenschaftlich untermauert ist die Wirksamkeit einer Enzym-Behandlung bei Verschlüssen der Blutgefäße (Thrombose, Embolie), in der Wundbehandlung oder bei einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Auch einige Untersuchungen zur Verbesserung der Verträglichkeit einer Krebsbehandlung liegen vor.
In seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen. Bei Gerinnungsstörungen, fortgeschrittener Leberfunktionsstörung oder eingeschränkter Nierenfunktion sollten Sie Enzyme nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt einnehmen.
UrsprungBereits seit der Antike wurden Nahrungsmittel auch als Heilmittel betrachtet. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden schließlich verschiedene Konzepte entwickelt, in denen beispielsweise bevorzugt geschrotetes und eingeweichtes Getreide (W. Kollath), frische pflanzliche Nahrung (M. O. Bircher-Brenner) oder Frisch- und Vollkornkost (M. O. Bruker) empfohlen werden.
Da vor allem in den westlichen Industrieländern viele Erkrankungen auf eine ungesunde Ernährung zurückgeführt werden, haben Ernährungskonzepte zur Vorsorge und Behandlung von Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten große Bedeutung erlangt. Konventionelle Ernährungskonzepte zielen in erster Linie darauf ab, die vielfach zu stark fett- und kohlenhydrathaltige Nahrung durch eine ballaststoff- und Vitamin-reiche Ernährung zu ersetzen. Damit sollen Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen sowie Übergewicht vorgebeugt werden.
Eine naturheilkundliche Ernährungstherapie berücksichtigt darüber hinaus weitere Zusammenhänge zwischen Ernährungsweise und Gesundheit. Ein durch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten gereizter Darm bzw. eine geschädigte Darmschleimhaut können Ausgangspunkt für Erkrankungen sein. Außerdem soll eine naturheilkundliche Ernährungstherapie den Säure-Basen-Haushalt positiv beeinflussen und den Körper dadurch entlasten, d.h. es kommt es zur Entwässerung, Entsäuerung und Entgiftung des Körpers.
Die naturheilkundliche Ernährungstherapie umfasst eine vollwertige, vorwiegend pflanzliche Ernährung aus Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Milchprodukten. Auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern können enthalten sein. Empfohlen wird außerdem zur Hälfte unerhitzte Frischkost, wenn sie vertragen wird. Eine solche Vollwert-Ernährung ist reich an Ballast-, Nähr- und sekundären Pflanzenstoffen, beinhaltet dagegen wenig tierisches Protein, gesättigte Fettsäuren sowie Zucker. Sie ist schmackhaft, gut verträglich und leicht umzusetzen.
Es existieren verschiedene naturheilkundliche Ernährungsformen:
Hay empfahl eine Kost, die zu 70% aus Gemüse, Salat und Obst besteht. Dieser Anteil sollte immer am Beginn einer Mahlzeit stehen. Die restlichen 30% sollten entweder aus Protein-reicher oder aus Kohlenhydrat-reicher Nahrung bestehen, Proteine und Kohlenhydrate sollten nicht in einer Mahlzeit gemeinsam gegessen werden. Diese Forderung wird erfahrungsgemäß von den meisten Personen nicht lange durchgehalten, da das Kochen entsprechend langer Listen unpraktikabel ist. Wegen des Lerneffektes hinsichtlich der Nahrungs-Zusammenssetzung führt diese Kost dennoch auch ohne strikte Trennung von Proteinen und Kohlenhydraten bei Übergewicht dazu, dass das Gewicht langsam sinkt.
Franz-Xaver Mayr zufolge sollen die durch Gärung im Darm entstehenden Abbauprodukte wie Säuren und Alkohole eine Entzündung der Darmschleimhaut auslösen. Diese werden dann in das Blut- und Lymphsystem aufgenommen. Bestimmte Nahrungsmittel sollen deshalb gemieden werden. Dieses Ernährungsmodell wird häufig in Form spezieller „Mayr-Kuren" angeboten und umfasst Maßnahmen wie Milch-Semmel-Kuren oder die milde Ableitungskur nach Mayr. Die Mayr-Kost ist verhältnismäßig einseitig.
Vegetarier nehmen kein Fleisch, Fisch sowie daraus hergestellte Produkte zu sich. Als vegane Ernährung wird ein zusätzlicher Verzicht auf Milchprodukte, Eier und Honig bezeichnet. Vegetarische Ernährung ist reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen. Sie kann jedoch zu wenig Vitamin D und B12 sowie Eisen und Zink enthalten, wenn nicht ausreichend Vollkornprodukte gegessen werden. Veganer können zudem einen Protein- und Kalziummangel aufweisen. Produkte aus Vollkorngetreide sowie Nüsse, Samen und Keimlinge können diesen Mangel ausgleichen.
Die immer wieder beschriebenen Lebensverlängerungen von Vegetariern im Vergleich zu Fleisch-Essern sind großteils auf den ansonsten gesünderen Lebensstil der Vegetarier (Nichtraucher, wenig Alkoholgenuss) zurückzuführen. Die Wirksamkeit einer vegetarischen Ernährung ist in wissenschaftlichen Studien untersucht.
Bei der „vitalstoffreichen" Vollwertkost nach Bruker werden naturbelassene Lebensmittel empfohlen, industriell verarbeitete (Erhitzen, Konservieren, Bestrahlen) dagegen abgelehnt. Sie enthält reichlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Tierisches Fett, Cholesterin und Purine sind deutlich weniger enthalten. Für Kinder, ältere Menschen, Magen-Darm-Patienten sowie Menschen mit schwachem Immunsystem ist diese Ernährungsform nicht geeignet, da die weitgehende Vermeidung von erhitzten Lebensmitteln eine erhöhte Infektionsgefahr birgt.
Dabei werden ausschließlich unerhitzte pflanzliche, teilweise auch tierische, Lebensmittel verzehrt. Diese Ernährungsweise sorgt zwar für eine gute Versorgung mit Vitamin A, E, B1, B6, C und Folsäure. Durch eine mangelnde Zufuhr von Protein, Kalzium, Eisen, Zink, Jod, Vitamin D und B2 kann es aber zu Mangelerscheinungen und Untergewicht kommen. Eine dauerhaft reine Rohkost-Ernährung ist deshalb nicht empfehlenswert. Sie sollte nur kurzzeitig eingehalten werden, da sonst schwerwiegende Mangelerscheinungen hervorgerufen werden können. Kinder und ältere Menschen sollten sich nicht mit Rohkost ernähren.
Die Makrobiotische Ernährung geht auf fernöstliche Traditionen zurück. Durch eine spezielle Auswahl und Zubereitung der Nahrung soll ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Yin und Yang hergestellt werden. Sie sollte 50 bis 60% naturbelassenes, gekochtes Getreide, 20 bis 30% Gemüse (ein Drittel davon als Rohkost), 10% Algen und Hülsenfrüchte sowie 5% Suppen beinhalten. Von Fleisch, Milchprodukte, Eier, tropischem Obst, Gemüse, Zucker, Weißmehl, Kaffee, Tee und scharfen Gewürzen wird dagegen abgeraten. Sie ist für Kinder nicht geeignet und führt insbesondere bei den höheren Stufen, in denen fast nur noch Getreide gegessen wird, zum Mangel an verschiedenen Nährstoffen.
Eine Umstellung von normaler Durchschnittskost auf eine naturheilkundliche Ernährung mit hohem Rohkostanteil sollte langsam und schrittweise erfolgen. Insbesondere Menschen mit Verdauungsproblemen oder einem empfindlichen Darm sollten zunächst 4 bis 5 kleinere Mahlzeiten mit geringem Rohkostanteil zu sich nehmen, bis sich die Darmflora an die neue Kost angepasst hat. Eine Ernährungstherapie kann mit allen Naturheilverfahren kombiniert werden.
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Behandelt werden können z.B. rheumatische Beschwerden, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen, Ängste oder Schlafstörungen.
Die Wirkungen der Farbgebung von Räumlichkeiten und Einrichtungsgegenständen wurden wissenschaftlich belegt. Bei den anderen Verfahren stehen die wissenschaftlichen Untersuchungen noch aus.
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Geistiges Heilen kann prinzipiell bei jeder Erkrankung durchgeführt werden, sollte aber andere notwendige Heilverfahren keinesfalls ersetzen. Eine große Rolle spielt auch die Seriosität der Heiler, da falsche Versprechungen und unsachgemäße Anwendungen mehr schaden als nutzen können.
UrsprungDer vorübergehende freiwillige Verzicht auf Nahrung und Genussmittel ist seit Jahrtausenden in fast allen Religionen und Kulturen bekannt. Der Mediziner Dr. Otto Buchinger (1878-1966) gilt mit Veröffentlichung seines Buchs „Heilfasten" im Jahr 1935 als Wegbereiter dieser Therapie in Deutschland. Viele Ärzte, Heilpraktiker, Kurkliniken und einige Krankenhäuser bieten Fasten unter Anleitung bzw. Aufsicht an. Heilfasten wird dem Ziel durchgeführt, eine Krankheit günstig zu beeinflussen. Daneben gibt es Fasten für Gesunde, das stets ambulant durchgeführt wird.
Der menschliche Körper kann für eine begrenzte Zeit schadlos ohne Nahrungszufuhr leben. Das geschieht beispielsweise während des Schlafs oder auch bei akuten Krankheiten, wenn der Patient keinen Appetit verspürt.
Folgende Wirkungen stellen sich während des Fastens ein:
Das Fasten nach Buchinger beginnt mit einem Vorbereitungstag, an dem nur leicht verdauliche Speisen gegessen werden (Joghurt, Gemüse, Obst usw.). Danach besteht die Ernährung über mehrere Tage oder bis 4 Wochen lediglich aus Wasser, Säften, Brühen und Tee. Am ersten Tag wird außerdem zur Leerung des Darms Glaubersalz eingenommen. Zum Ende der Fastenkur wird mit leichter Kost die feste Nahrungsaufnahme wieder gesteigert. Einige Ärzte empfehlen zusätzlich die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen, um eventuellen Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Hier finden Sie einen 7-tägigen Fastenplan nach Buchinger. Daneben gibt es als naturheilkundliche Fastenformen auch die Fastenkur nach F.-X. Mayr und das Molkefasten.
Über die Wirksamkeit gibt es nur wenige wissenschaftliche Studien. Insbesondere die langfristigen Wirkungen sind noch unzureichend untersucht.
Falls regelmäßig Medikamente eingenommen werden, sollte die Dosierung vor Beginn des Fastenzeitraums mit dem verordnenden Arzt besprochen werden. Das Heilfasten kann gut mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombiniert werden, da das Regulationsvermögen des Körpers nach Ansicht der Fastenärzte verbessert wird. Wichtig ist während des Fastens vor allem ausreichende Bewegung, um Muskelabbau vorzubeugen.
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Vom Selbstverständnis der Therapeuten her werden alle Erkrankungen behandelt. Erfolge sind wissenschaftlich nicht belegt.
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Seit über 150 Jahren ist die Homöopathie ein eigenständiges und erfahrungsmedizinisch anerkanntes Therapiesystem. Auch schulmedizinisch arbeitende Ärzte setzen manchmal homöopathische Mittel ein. Allerdings hat die Homöopathie bislang keine wissenschaftliche Anerkennung gefunden, da sie sich in kein bekanntes Erklärungsmodell einordnen lässt. Hahnemann zufolge ist bei einer Erkrankung die Lebenskraft verstimmt. Die Homöopathie soll sowohl vorbeugend als auch heilend wirken und das innere Gleichgewicht von Körper, Seele und Geist wieder herstellen, indem die natürlichen Selbstheilungskräfte gestärkt werden.
Das Hauptprinzip der Homöopathie ist die so genannte Ähnlichkeitsregel, d.h. im Krankheitsfalle wird eine Arznei verordnet, die ein ähnliches Leiden hervorrufen kann. So bedeutet der Begriff „Homöopathie" Therapie mit der ähnlichen Krankheit. Diese Annahme steht im Gegensatz zur Schulmedizin, die Symptome mit Gegenmitteln behandelt, von Hahnemann als Allopathie bezeichnet. Ein weiteres Prinzip der Homöopathie ist die Arzneimittelprüfung nach festgelegten Prüfungsrichtlinien an Gesunden, bevor der Einsatz eines neuen Mittels an Patienten erfolgt.
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Zur Auswahl des geeigneten Mittels untersucht der Arzt oder Heilpraktiker den Patienten ausführlich und befragt ihn nach Lebenssituation und Gesamtpersönlichkeit. Unter besonderer Berücksichtigung der charakteristischen Symptome wird das richtige Mittel dann in speziellen Tabellen, Büchern oder Softwareprogrammen - dem so genannten Repertorium - nachgeschlagen.
Grundsätzlich können alle Krankheiten behandelt werden, bei denen die Selbstregulation des Organismus gestört sein kann: Funktionelle, psychosomatische, psychische und chronisch-entzündliche Erkrankungen sowie Infektionskrankheiten. Bei organischen Krankheitsbildern soll eine homöopathische Behandlung die Beschwerden lindern.
Die wissenschaftliche Basis der Homöopathie ist widersprüchlich. Einerseits gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen, die eine Wirksamkeit belegen. Daneben sind allerdings auch ebenso viele Studien bekannt, die keine Wirkung nachweisen konnten. Offenbar scheinen Studien zu bewährten Krankheitsbildern eher positive Ergebnisse zu erbringen, während individuelle Konzeptionen, die der Hahnemannschen Idee streng folgen, tendenziell keinen Vorteil zu haben scheinen.
Die Einnahme homöopathischer Mittel kann eine Erstreaktion hervorrufen, d.h. die Beschwerden verschlimmern sich zunächst für kurze Zeit. Während eine solche Reaktion oft ein Hinweis auf eine gute Wirksamkeit ist, kann die Reaktion für den Patienten unangenehm sein.
Es gibt eine Reihe von Krankheiten, bei denen Homöopathika nicht oder höchstens begleitend angewendet werden sollten. Hierzu gehören Allergien gegen das entsprechende Mittel, das man in solchen Fällen nur in hoher Potenz einnehmen sollte. Außerdem eignen sich akute Krankheitszustände, die eine rasch wirkende Therapie erfordern (z.B. akuter Herzinfarkt) oder Erkrankungen, bei denen Erstreaktionen nicht erwünscht sind (Asthma, Neurodermitis usw.), nicht für eine homöopathische Behandlung.
Im Verlaufe der Geschichte der Homöopathie haben sich einige Sonderformen entwickelt. Ein Beispiel ist die Komplexmittel-Homöopathie. Während der klassische Ansatz auf der Gabe eines Stoffes beruht, wird hier von der synergistischen Wirkung gemischter Einzelmittel (meist 3 bis 7) ausgegangen. Wissenschaftliche Belege für deren Wirksamkeit liegen bisher kaum vor.
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Die Hydro-Therapie beeinflusst gezielt die Wärmeregulation des Körpers über die Körperoberfläche. Dadurch wird der Körper trainiert, Kälte- und Wärmereize der Umwelt zu verkraften (Abhärtung). Gleichzeitig werden die körperliche Belastbarkeit verbessert und die Abwehrkräfte gegen Infektionen und Krankheitsverläufe gestärkt.
Eine Hydro-Therapie kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Je nach Erkrankung gibt es unterschiedliche Zusammenstellungen und Dosierungen:
Teil- oder Vollbäder (z. B. nach Krauß)Den Bädern werden meist pflanzliche Zusätze, wie Baldrian, Fichtennadel, Lavendel usw. beigegeben. Hier finden Sie Angaben zu Aufbereitung und Anwendungsgebieten pflanzlicher Badezusätze (nach Krauß).
Beide Therapien sind nahezu universell einsetzbar. Allgemein haben sie regulierende bzw. verbessernde Wirkung auf folgende Organsysteme:
Die Wirksamkeit der Hydro-Therapie ist für verschiedene Krankheiten wissenschaftlich gut belegt.
Die Hydro-Therapie wird insbesondere zur Rehabilitation und bei Kuraufenthalten mit anderen Behandlungsformen wie z.B. Klima-Therapie, Massagen, Krankengymnastik oder manueller Therapie kombiniert, passt aber auch zu allen anderen Naturheilverfahren. Sie ist sehr gut verträglich und kann nach Erlernung durch den Patienten auch von ihm selbst durchgeführt werden.
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| Bild: Tumor mit Blutgefäßen. |
Vor einer Hyperthermie wird zunächst die Temperaturverteilung berechnet und individuell auf den Patienten eingestellt. So kann der Tumor gezielt erhitzt werden, ohne das gesunde Gewebe zu schädigen. Anschließend wird der Patient in eine Wärme-abstrahlende Apparatur gelegt, den so genannten Ring-Applikator. Darin strahlen spezielle Antennen elektromagnetische Wellen ab, deren Energie von einem ringförmigen Wasserkissen in den Körper geleitet wird. Nach einer Aufwärmzeit von ca. 30 Minuten beginnt die eigentliche Behandlung. Sie dauert ungefähr eine Stunde, während der auch die Chemotherapie verabreicht werden kann.
Zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen werden unterschiedliche Arten der Hyperthermie-Behandlung eingesetzt:
Die Hyperthermie wird zurzeit vor allem bei komplizierten Krebserkrankungen eingesetzt, z. B. wenn Tumore schlecht oder gar nicht operiert werden können oder wenn Tumore trotz Behandlung erneut auftreten. Sie wird vor allem angewandt bei:
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| Bild: Darmtumor |
Eine Reihe von Studien konnte die Wirksamkeit einer Hyperthermie-Behandlung in Kombination mit Strahlen- oder Chemotherapie bei fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Krebserkrankungen (s. oben) nachweisen. Die Behandlung soll die Lebenszeit verlängern können und die Lebensqualität verbessern.
Eine Hyperthermie sollte nicht bei Patienten mit schweren Herzerkrankungen, Herzschrittmachern oder künstlichen Gelenken im Behandlungsgebiet angewendet werden. Auch für schwangere Frauen ist die Behandlung nicht geeignet.
Die Kinesiologie wurde als so genannte Applied Kinesiology Mitte der 1960er Jahre von dem amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart entwickelt und seitdem kontinuierlich weiter entwickelt.
Es handelt sich hierbei um ein kombiniertes Diagnose- und Therapiesystem, bei dem eine veränderte Reaktion einzelner Muskeln auf manuelle Reize getestet wird. Damit sollen funktionelle Störungen erkannt und beseitigt werden. Die Diagnose wird anhand eines ausführlichen Gesprächs und anschließender Untersuchung erstellt. Die Therapie vereint Elemente der Manuellen Therapie, Akupunktur, Homöopathie und anderer komplementärmedizinischer Methoden.
Die Kinesiologie wird meistens vorbeugend eingesetzt. Sie soll aber auch die Heilung begünstigen, wenn durch „blockierte Energien" Beschwerden aufgetreten sind. So erfolgt die Anwendung beispielsweise bei Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Migräne oder Verdauungsstörungen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit gibt es bislang nicht.
Das Konzept der Kneipp-Therapie, die nach dem deutschen Priester und Naturheiler Sebastian Kneipp (1821-1897) benannt wurde, besteht aus den Elementen:
Die Nutzung von Licht zu therapeutischen Zwecken ist bereits seit der Antike bekannt, schon etwa 400 v. Chr. wurden Sonnenbäder zur Wiederherstellung der Körperkraft empfohlen. Die Therapie basiert darauf, den Patienten vollständig oder teilweise Infrarot-Licht, künstlicher UV-Strahlung oder dem natürlichen Sonnenlicht auszusetzen. In Kurorten wird sie oftmals mit der Hydro- oder Bewegungstherapie kombiniert.
Die Hauterkrankungen Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis) und Akne sind die bekanntesten Anwendungsgebiete der Lichttherapie. Aber auch die Vitamin-D-Mangelerkrankung Rachitis, Osteoporose oder rheumatische Erkrankungen können auf diese Weise unterstützend behandelt werden.
Es gibt Belege, dass eine Licht-Therapie bei diesen Erkrankungen wirksam ist. Das Verfahren ist von der Wissenschaft und den Krankenkassen, insbesondere bei bestimmten Hautkrankheiten, als Bestandteil der Physikalischen Therapie und der klassischen Naturheilkunde anerkannt. Bei Überdosierungen von Sonnenlicht und UV-Licht tritt akut Sonnenbrand auf, langfristig wird die Hautalterung beschleunigt und die Gefahr von bösartigen Hauttumoren erhöht.
| Bild: Magnetfeld eines Stabmagneten (pixelio). |
Die Therapie basiert auf der Annahme, dass therapeutisch induzierte Magnetfelder einen Einfluss auf das Ionenmilieu und das Nervensystem des Körpers haben und zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung führen. Magnetspulen, Magnetfeldgeräte, Magnetfolien, magnetische Ketten und Amulette werden insbesondere bei Durchblutungsstörungen, Schmerzzuständen und zur Wundheilung eingesetzt.
Es gibt zwar einige wissenschaftliche Untersuchungen, die Wirksamkeit ist jedoch bislang nicht überzeugend belegt.
Die manuelle Therapie, auch Chirotherapie genannt, ist zwar mehr als 4.000 Jahre alt, hielt allerdings erst nach 1945 Einzug in der deutschen Medizin. Zuvor wurden im 19. Jahrhundert in den USA und England die osteopathische und die chiropraktische Schule begründet, beide sind Ausprägungen der manuellen Therapie.
Die manuelle Therapie genießt seit einigen Jahrzehnten sowohl in der Schulmedizin als auch der Naturheilkunde einen hohen Stellenwert. Sie ist Bestandteil der Facharztausbildungen für Orthopädie und Unfallchirurgie bzw. der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin.
Manuelle Therapie bedeutet, dass der Therapeut Hände und Tastsinn nutzt, um die Statik und Funktion des menschlichen Körpers ganzheitlich auf Störungen hin untersuchen und behandeln zu können. Die Entstehung von Störungen wird anhand 2 verschiedener Regelkreise erklärt: Einerseits dem nervös-reflektorischen, der die verschiedenen Ebenen des Zentralen Nervensystems berücksichtigt, sowie dem biomechanisch-funktionellen, der die Strukturen und Funktionen des Bewegungsapparats und der Bewegung umfasst. Die Störungen werden hinsichtlich ihres Entstehungsortes, des Entstehungszeitpunktes sowie dem Ausmaß der Störung beurteilt. Dabei stehen die Haltungs- und Bewegungsorgane im Vordergrund, vor allem die Wirbelsäule und peripheren Gelenke.
Das Spektrum des Entstehungsortes reicht von Veränderungen, die ausschließlich an Gelenken wirken (z.B. nach Unfällen) bis hin zu komplexen Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen und Gelenken (z.B. Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Störungen am 2./3. Halswirbel, Arthrose im Sprunggelenk und Lendenwirbelsäulen-Beschwerden). Darüber hinaus wird zwischen angeborenen und später entstandenen Störungen unterschieden.
Durch Manipulation und Mobilisierung mittels vielfältiger Grifftechniken werden Schmerzen gelindert, die Funktionen des Bewegungsapparates verbessert und die Muskelspannung normalisiert.
Die manuelle Therapie kann bei Beschwerden im gesamten Bereich der Wirbelsäule sowie der Gelenke an Armen und Beinen angewandt werden. Daneben kann eine Reihe von weiteren Beschwerden ihre Ursache in einer Störung haben. Hierzu gehören: Kopfschmerzen und Migräne, Tinnitus, Gesichts-, Kiefer-, und Zahnschmerzen oder Benommenheitsgefühl.
Die Wirksamkeit der Methode ist durch eine Vielzahl von Studien belegt. In Deutschland werden seit den 1980er Jahren jährlich etwa 11 Millionen manuell-therapeutische Anwendungen vorgenommen. Die Zahl der hierfür speziell ausgebildeten Ärzte hat sich in diesem Zeitraum verfünffacht.
Die manuelle Therapie eignet sich nicht für:
Sie sollte mit anderen Naturheilverfahren, insbesondere mit Bewegungstherapie und mit Muskelaufbautraining kombiniert werden.
Massagen sind sehr alte Heilmethoden und wurden schon im alten China, Ägypten sowie im antiken Griechenland und Rom angewandt. Sie wurden bis ins Mittelalter eingesetzt, verschwanden aber im 16. Jahrhundert aus der ärztlichen Behandlung. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Techniken zu unterschiedlichen Spezialmassagen weiter entwickelt.
Massagen sind ein wichtiger Bestandteil sowohl der physikalischen Therapie, der Schulmedizin als auch der klassischen Naturheilverfahren. Sie sind bei manchen Krankheitsbildern unentbehrlich und werden auch von den Krankenkassen anerkannt. Man unterscheidet:
Massagen sollen die Körperfunktionen beleben, die Selbstheilungskräfte stärken und Muskelverspannungen lösen. Durch geeignete Massage-Techniken können Beschwerden der inneren Organe gelindert und Anspannung und Angst abgebaut werden. Außerdem steigern sie die örtliche Durchblutung und entstauen Venen und Lymphgefäße. Schließlich regulieren sie die Muskelspannung, lösen Narben und Gewebsverklebungen, verbessern den Stoffwechsel und Zelldruck in Haut und Bindegewebe und lindern Schmerzen.
Massagen werden in der Regel auf verstellbaren und wenig gepolsterten Massagebänken zusammen mit Lagerungshilfen durchgeführt. Zusätzliche Gleitmittel wie Massage-Öle werden nur bei sehr trockener Haut angewandt, bei feuchter Haut kann Massage-Puder verwendet werden. Zu den klassischen Grifftechniken von Massage-Therapien gehören:
S-förmige Knetbewegungen einer Muskelgruppe zur Körpermitte hin: Wirkt gegen Ermüdung, normalisiert Muskelspannung
Größerflächige Knetbewegung
Leichte, großflächige Streichbewegungen über die Muskulatur von der Körpermitte weg oder kreisförmig: Entstaut Venen und Lymphsystem
Kurze Schlagbewegungen mit der Handkante, Hohlhand oder mit den Fingern: Steigert die Durchblutung
Lockere Schüttelbewegungen der Arme, Beine, des Rumpfs oder einzelner Muskelgruppen: Entspannt, lockert und löst Verkrampfungen
Je nach Druck flache oder tief eindringende schnelle Reibebewegungen: Erwärmt das Gewebe, löst Gewebsverklebungen
Kurze, schlagende Bewegung mit der flachen Hand
Kleine, meist spiralförmige Bewegung über Verspannungen
Langsame Zitterbewegung mit der flachen Hand: Entspannt die Muskulatur, mildert Magen-Darm-Beschwerden
Chronische Erkrankungen innerer Organe
Die Wirksamkeit von Massagen ist bei verschiedenen Krankheitsbildern durch eine Reihe von Studien belegt. Dazu gehören z. B. Asthma bronchiale, Bluthochdruck, Darmerkrankungen und Rückenschmerzen. Wichtig ist eine mehrmalige (serielle) Anwendung.
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Massagen dürfen nicht bei Patienten mit akut entzündeten Gelenken angewandt werden. Auch bei Entzündungen von Arterien oder Venen, Thrombosen, Blutungsneigung oder Infektionen wird von Massagen abgeraten.
Die Matrix-Rhythmus-Therapie nach Dr. Ulrich Randoll ist ein Produkt der zellbiologischen Grundlagenforschung an der Universität Erlangen. Sie geht davon aus, dass alle menschlichen Zellen während ihres Lebenszyklus rhythmisch schwingen. Auf dieser Erkenntnis basierend wurde ein spezielles, mit einem so genannten mechanisch-magnetischen Resonator ausgerüstetes Gerät entwickelt, dass die Eigenschwingungen der Muskulatur und des Nervensystems anregt und in sein ursprüngliches Gleichgewicht zurückbringt. Hierbei wirkt es tiefer und gezielter als herkömmliche physikalische Methoden.
Anwendungsgebiete sind beispielsweise Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen oder Wundheilungsstörungen. Bei Leistungssportlern wird die Methode zur schnelleren Regeneration nach muskulären Verletzungen oder Wettkämpfen eingesetzt. Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit fehlen noch.
Geschichte:
Die Mesotherapie ist eine vor über 50 Jahren in Frankreich entwickelte Behandlungsmethode.1964 kam es zur Gründung der französischen Gesellschaft für Mesotherapie (siehe http://www.sfmesotherapie.com/en/Presentation/default.asp?MenuActive=4).
Neben mittlerweile vielen weiteren Ländern existiert seit 1984 auch in Deutschland die Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie (siehe http://www.mesotherapie.org/informationen-ueber-die-mesotherapie/).
Von den fränzösischen Krankenkassen werden bei Schmerzbehandlungen werden seit dem Jahr 2000 die Kosten der Mesotherapie übernommen. Auch gehört die Mesotherapie seit mehreren Jahren zum Lehrangebot der Universität Bordeaux. Seit 2002 wird sie in Frankreich außerdem als offizielle ärztliche Zusatzbezeichnung verwendet.
Aktuell - erstmals in Deutschland - wurde die Mesotherapie jetzt in den Lehrplan des staatlich anerkannten Masterstudienganges "Master of Integrative Medicine", der Steinbeis Universität Berlin übernommen.
Methode:
Bei einer Vielzahl von Erkrankungen - und je nach Art der Beschwerden - werden bestimmte Medikamentenmischungen in sehr geringen Dosierungen an definierten Stellen mittels Mikroinjektion oberflächlich unter die Haut eingebracht, wobei Cortison grundsätzlich nie verwendet wird. Aufgrund der geringen Mengen der verwendeten Medikamente kann bei richtiger Anwendung das Auftreten von Nebenwirkungen nahezu ausgeschlossen werden. Der wesentliche, gewünschte Therapieeffekt besteht nun darin, dass sich die einzelnen Wirkungen der eingesetzten Medikamente oft im Sinne einer langfristig anhaltenden Wirkung verstärken bzw. ergänzen. Auf diese Art und Weise gelingt oft auch bei hartnäckigen, chronischen Krankheitsbildern ( z.B. chronischen Schmerzzuständen) eine anhaltende, deutliche Schmerzlinderung, oft einhergehend mit einer verbesserten Beweglichkeit und Belastbarkeit. Oftmals ist eine einmalige Mesotherapiebehandlung ausreichend. Drei Mesotherapiesitzungen im Abstand von jeweils einer Woche gelten als Behandlungsmaximum. Pro Mesotherapiesitzung fallen Kosten von ca. 25 bis 70 Euro an.
Anwendungsgebiete:
Die häufigsten Anwendungsgebiete der Mesotherapie sind:
Weitere Anwendungsgebiete:
Wie wirksam ist die Mesotherapie?
Aufgrund ihrer Herkunft aus der praktischen, anwendungsbezogenen französischen Medizin, wo sie bereits über viele Jahrzehnte erfolgreich eingesetzt wird, wurde die Mesotherapie erst spät zum Gegenstand systematischer, wissenschaftlicher Forschung. So gilt sie nach wie vor als eine vor allem erfahrungsbasierte, anwendungsbezogene, medizinische Behandlungsmethode.
Bei der mikrobiologischen Therapie werden Mikroorganismen, d.h. Kleinstlebewesen wie Bakterien, Viren, Pilze usw., deren Bestandteile oder Stoffwechselprodukte verabreicht. Bereits im 19. Jahrhundert verwendeten Therapeuten abgetötete Viren oder Bakterien zur Abwehrsteigerung bei infizierten Patienten. Durch die Entwicklung der Antibiotika geriet dieses Verfahren in Vergessenheit und wurde erst in den 1950er Jahren wiederentdeckt.
Heute ist die mikrobiologische Therapie etabliert. Sie findet insbesondere in der Kinderheilkunde Anwendung bei Infektionsanfälligkeit und allergischen Erkrankungen. Bei Erwachsenen wird sie bei chronischen Erkrankungen eingesetzt.
Mit der oralen oder injizierten Verabreichung von Mikroorganismen lassen sich zahlreiche Vorgänge des Immunsystems anstoßen. Diese Therapie wird daher auch Immunmodulation genannt. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Darm, der 70% der Immunzellen beherbergt, das wichtigste Zielorgan ist. Daneben kommt der Vaginalflora besondere Bedeutung zu. Durch die tägliche Gabe soll das körpereigene Abwehrsystem in die Lage versetzt werden, ein ungünstiges Keimspektrum nachhaltig zu verdrängen. Darüber hinaus wird z.B. bei allergischen Erkrankungen die Fehlregulation normalisiert und die übermäßigen Abwehrreaktionen eingedämmt. Je nach ausgewählten Mikroorganismen und Stoffwechselprozess kann der Abwehrmechanismus unspezifisch oder spezifisch angesprochen werden.
Der Behandlung geht eine Untersuchung von Blut, Stuhl oder auch der Vaginalflora voraus. Die Auswahl der Mittel erfolgt je nach Beschwerdebild und Reaktionslage des Patienten. Ein bekanntes Beispiel ist die orale Gabe von Laktobazillen und Bifidobakterien, die die Verträglichkeit von Milchprodukten bei Patienten mit Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) verbessern soll.
Der positive Effekt auf das Immunsystem konnte für verschiedene Krankheiten in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt werden.
Bei Autoimmunerkrankungen, Fieber unklarer Ursache und Immundefekt-Erkrankungen (AIDS, Leukämie usw.) sowie bei Einnahme immununterdrückender Medikamente wird von einer Behandlung mit Mikroorganismen abgeraten. Während oral verabreichte Substanzen in der Regel gut vertragen werden, sollten die Patienten nach injizierten Präparaten für 30 Minuten wegen möglicher Überreaktionen unter ärztlicher bzw. therapeutischer Beobachtung bleiben.
Die mikrobiologische Therapie kann gut mit einer Ernährungs- oder Phyto-Therapie kombiniert werden. Auch eine gleichzeitige antimykotische Behandlung, insbesondere die Verabreichung von Hefen der Gattung Candida, ist in manchen Fällen hilfreich.
Diese an der Harvard University entwickelte Methode widmet sich den krankmachenden Stressfaktoren des Alltags. Übermäßige Belastung im Arbeits- oder Berufsleben kann beispielsweise zu Rücken-, Magen-, und Kopfschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Ziel der Behandlung ist eine Aktivierung der geistigen Fähigkeiten, um körperliche Beschwerden positiv beeinflussen zu können. Die Patienten sollen lernen, innerlich ruhiger zu werden und für sie schädliche Verhaltensweisen zu vermeiden.
Unter ärztlicher Aufsicht werden verschiedene Methoden der Spannungsregulation eingesetzt. Dazu gehört neben der Ordnungstherapie, Yoga, Meditation und Qigong (meditative Atem- und Bewegungsübungen) die Förderung von Achtsamkeit im Umgang mit dem eigenen Körper sowie der Spiritualität.
Während das Verfahren in den USA weit verbreitet ist, ist es in Deutschland noch kaum bekannt. Studien konnten positive Effekte bei koronarer Herzkrankheit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Rückenschmerzen und der Vor-/Nachbereitung von Operationen nachweisen.
Als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet man Lebensmittel, die einen oder mehrere Nährstoffe (z.B. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) in konzentrierter Form enthalten. Sie werden meist als Tabletten, Kapseln oder Dragees angeboten und zusätzlich zur täglichen Nahrung eingenommen. Nahrungsergänzungsmittel gelten nicht als Arzneimittel, sondern unterliegen den Bestimmungen des Lebensmittelgesetzes. Gemäß einer eigenen Verordnung besteht lediglich eine Registrierungspflicht beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren, benötigen in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel. Umgekehrt kann eine einseitige Ernährungsweise nicht durch entsprechende Mittel ausgeglichen werden. In bestimmten Situationen, z.B. bei großer körperlicher Beanspruchung, wie sie im Leistungssport vorkommt, können ergänzende Nahrungsmittel unter Umständen sinnvoll sein. Sie werden u.a. auch ergänzend bei Tumoren empfohlen. Hierzu liegen einige wissenschaftliche Studien vor.
Die Neuraltherapie fand ihren Anfang durch einen medizinischen Fehler. Der Arzt Ferdinand Huneke spritzte 1925 seiner Schwester, die wiederholt unter Migräne-Anfällen litt, ein Lokalanästhetikum versehentlich in eine Vene statt in einen Muskel. Die Schmerzen verschwanden augenblicklich. Gemeinsam mit seinem Bruder Walter verfolgte Huneke daraufhin die Idee, dass chronische Krankheiten von Störfeldern wie alten Narben und Entzündungen ausgelöst werden können. Ein aktives Störfeld wird nach Huneke erkannt und beseitigt, wenn an der entsprechenden Stelle ein Betäubungsmittel injiziert wird und die Schmerzen daraufhin verschwinden.
Das Wirkprinzip dieser Behandlungsmethode ist bislang wissenschaftlich nicht ausreichend erklärbar. Man weiß lediglich, dass Lokalanästhetika schmerzstillend sowie entzündungshemmend wirken. An der Einstichstelle werden übergeordnete Reizleitungen des Körpers, ähnlich der Akupunktur angesprochen, d.h. es gibt Nervenbindungen zwischen der Haut und den Körperorganen.
Das Erfahrungswissen der Neuraltherapie ist inzwischen sehr groß. Neuraltherapie erfordert die Behandlung durch einen speziell geschulten Arzt. Das Betäubungsmittel wird unter die Haut, in Arterien oder Venen entweder lokal (direkt im Störfeld) oder in einem Segment des Körpers gespritzt. Der richtige Ort der Anwendung ist hierbei von wesentlicher Bedeutung.
Die Neuraltherapie wird bei akuten Schmerzen und Entzündungen, vorrangig im Bereich des Bewegungsapparates, des Kopfes oder der Nerven eingesetzt. Chronische Erkrankungen und Allergien können ebenfalls mit diesem Verfahren behandelt werden.
Es gibt bislang nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen, die durchaus positive Ergebnisse erbracht haben. Aufgrund der geringen Anzahl der Studienteilnehmer ist allerdings keine allgemeine Aussage über die Wirksamkeit möglich.
Die Neuraltherapie sollte nicht bei schweren Infektionen, Erkrankungen des Immunsystems sowie einer Allergie gegen das Betäubungsmittel eingesetzt werden. Die Behandlung ist nicht ohne Risiko. Bei falscher Anwendung kann es zu Blutdruckabfall, Desorientierung, Sprach- und Sehstörungen bis hin zu Krampfanfällen kommen.
Eine allgemein gültige Definition der Ordnungstherapie gibt es bislang nicht. Grundsätzlich versteht man darunter ein Konzept für eine gesunde Lebensführung, in dem die Selbstverantwortung des Einzelnen für seine Gesundheit eine wichtige Rolle einnimmt. Darüber hinaus steht der Begriff für ein übergeordnetes Prinzip der Naturheilverfahren, denn jede naturheilkundliche Therapie versucht die Ordnung im Organismus wieder herzustellen.
Die Entwicklung der Ordnungstherapie ist vielfältig. Stets haben Ärzte in Europa Empfehlungen für eine gesunde Lebensführung gegeben. In der Ayurveda-Medizin kann man ebenfalls diesbezügliche Hinweise finden. Der Schweizer Arzt Bircher-Benner (1867-1939) wurde 1937 mit seinem Buch „Die Ordnungsgesetze des Lebens" Wegbereiter der modernen Ordnungstherapie.
Die Ordnungstherapie im Ganzen ist wenig akzeptiert, was zum einen an dem unscharfen Profil des Konzeptes liegt. Zum anderen sind ordnungstherapeutische Hinweise meist zeitaufwändig und unspektakulär. Allerdings beinhalten fast alle medizinischen und naturheilkundlichen Behandlungskonzepte ordnungstherapeutische Aspekte.
Die Wirkungsweise der Ordnungstherapie kann einfach umschrieben werden: Überflüssiges wird weggelassen, Fehlendes wird ergänzt. Ersteres gilt insbesondere für schädliche Faktoren, die bekanntermaßen das Erkrankungsrisiko erhöhen.
Der Therapie, die meist in ausführlichen Gesprächen zwischen Therapeut und Patienten besteht, geht eine ausführliche Befragung zur Lebensweise voraus. Als besonders sinnvoll hat sich die Durchführung von Gruppentherapien erwiesen, in der sich die Gruppenmitglieder gegenseitig positiv bestärken und unterstützen.
Ordnungstherapeutische Hinweise werden in 3 Schritten umgesetzt:
Die Ordnungstherapie spielt sich auf verschiedenen sozialen Ebenen ab, wobei die Empfehlungen des Therapeuten meist auf die erste Ebene abzielen:
Persönliche, individuelle EbeneVor diesem Hintergrund hat Bircher-Benner in seinem Buch verschiedene Hypothesen aufgestellt, die er Gesetze oder „das Reich der Ordnung" nennt:
Grundsätzlich können sinnvolle ordnungstherapeutische Empfehlungen die Behandlung jeder Erkrankung unterstützen.
Studien, die sich speziell der Ordnungstherapie annehmen, existieren bislang nicht. Allerdings ist die positive Wirkung einzelner Aspekte, die sich beispielsweise in der Ernährungsweise oder der Bewegungstherapie widerspiegeln, wissenschaftlich erwiesen.
Der Amerikaner Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) gilt als Vater der Osteopathie. Die Osteopathie gewinnt in Deutschland bei Medizinern und Therapeuten immer mehr an Bedeutung. In einigen europäischen Ländern fehlen jedoch bislang einheitliche Richtlinien für die Ausbildung und Berufsausübung der Osteopathen.
Die Osteopathie behandelt Bewegungseinschränkungen des Körpers. Anders als die klassische Manuelle Therapie werden nicht nur Blockaden im Muskel- und Skelettbereich, sondern auch in den tiefer liegenden Gewebeschichten untersucht und behandelt. Sie beruht dabei auf folgenden Grundprinzipien:
Der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Eine Störung hat immer Auswirkungen auf diese Gesamteinheit.Die Osteopathie unterscheidet für die Diagnostik und Therapie 3 Bereiche, in denen Störungen auftreten können:
Zur Diagnose befragt der Arzt oder Therapeut den Patienten ausführlich auch zu Wunden, Verletzungen oder seelischen Schocksituationen. Die Untersuchung selbst erfolgt über Tastungen, Beobachtungen sowie Mobilitäts-Tests.
Für die anschließende Behandlung steht dem Therapeuten eine Reihe von Techniken zur Verfügung, die mit den Händen ausgeführt werden und gezielt Gewebebereiche manipulieren und mobilisieren sollen. Je nach Methode ist die aktive Mithilfe des Patienten durch Anspannung oder Entspannung von Muskelpartien erforderlich. Oftmals werden die Arme und Beine des Patienten als Hebel genutzt.
Die Osteopathie eignet sich grundsätzlich für alle Schmerzen und Beschwerden, die durch die diagnostizierten Funktionsstörungen ausgelöst werden. Da sie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, können neben den ursprünglichen Beschwerden auch andere Symptome gebessert werden, zu denen der Patient vielleicht zunächst keinen Zusammenhang sieht. Bei Rückenschmerzen sind es beispielsweise Kopfschmerzen, Probleme mit der Atmung, Verdauungs- oder Kreislaufstörungen.
Die Anzahl wissenschaftlich fundierter Studien ist bislang zu gering, um eine Wirksamkeit ausreichend beurteilen zu können.
Eine Behandlung bedarf einer intensiven Auseinandersetzung des Therapeuten mit dem Patienten und dauert daher etwa 15 bis 60 Minuten. Danach kann über einige Tage eine Erstverschlimmerung auftreten.
Die Osteopathie kann sehr gut mit anderen Naturheilverfahren kombiniert werden, die ebenfalls die Selbstregulation des Körpers anregen sollen. Tumore sollten nicht osteopathisch behandelt werden, um nicht zu einer Verbreitung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) beizutragen.
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Es gibt bislang nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit einer Ozon-Therapie. Diese weisen auf eine Anregung des Immunsystems hin.
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Die Phyto-Therapie verwendet Arzneimittel, die aus Pflanzen, Pflanzenteilen oder deren Bestandteilen bestehen. Das bekannteste Beispiel ist die Weidenrinde, die bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. zur Schmerzbehandlung eingesetzt wurde. Die berühmte Synthese der Acetylsalicylsäure im 20. Jahrhundert basiert allerdings auf den Salicylaten von Mädesüß (lat. Spirea ulmaria). Davon leitet sich auch der erste Handelsname (Aspirin) ab.
Die Phyto-Therapie ist heute ein etabliertes Konzept, das die Schulmedizin mit anderen Naturheilverfahren verbindet. Phytopharmaka unterliegen den Bestimmungen des Arzneimittelrechts. Der Stellenwert ist in den letzten Jahren bei der Bevölkerung weiter gestiegen. So bevorzugen laut Umfragen inzwischen 80% der deutschen Bevölkerung Pflanzenheilmittel, bei Erkältungskrankheiten sind es sogar 90%.
Pflanzliche Arzneien werden aufgrund der pharmakologischen Wirkung auf Krankheitssymptome oder Erkrankungen eingesetzt. Extrakte werden aus verschiedenen Pflanzenteilen hergestellt. Bei der Herstellung eines Extraktes durch Apotheker oder durch die pharmazeutischen Unternehmen müssen genaue Herstellungsanweisungen beachtet werden, damit die Extrakte immer vergleichbare Zusammensetzung aufweisen.
Pflanzliche Arzneimittel werden als Tee, Tinktur, Tabletten, Kapseln oder Saft eingenommen. Zur äußeren Anwendung sind Umschläge, Bäder, Salben oder Cremes geeignet.
Es gibt eine große Zahl relevanter Wirkstoffgruppen, die je nach Krankheitsbild eingesetzt werden. Beispiele sind:
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Phytopharmaka werden bei leichten bis mittelschweren, auch chronischen Erkrankungen eingesetzt, z. B.
Arznei-Tees werden bei Befindlichkeitsstörungen angewendet, z.B. als Erkältungs-, Schlaf-, oder Nerven-Tee. Eine Phyto-Therapie eignet sich nicht für Notfälle oder die Intensivmedizin.
Die Anwendung von Phytopharmaka unterliegt den Zulassungsregeln des Arzneimittelgesetzes. Deren Wirksamkeit bei verschiedenen Erkrankungen ist anhand von vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden.
Die Nebenwirkungen von Phytopharmaka sind in letzter Zeit oft stark übertrieben dargestellt worden. Phytopharmaka mit mehr als geringgradigen Nebenwirkungen sind in Deutschland in Apotheken jedoch nicht mehr erhältlich. Informieren Sie sich dennoch unbedingt vorab über das Anwendungsgebiet, die Dosierung und gegebenenfalls darüber, ob sich das Mittel auch für Kinder eignet. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Phyto-Therapie nur in Ausnahmefällen.
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Bekannt ist auch die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Manfred von Ardenne (1907 bis 1997). In aufeinander folgenden Schritten werden verschiedene Mittel, z. B. Vitamin B1, verabreicht, Sauerstoff eingeatmet, körperliche Bewegung praktiziert, Wärme und Massage verabreicht. Dies fördert die Durchblutung und die Fähigkeit zur Sauerstoffaufnahme.
Es gibt bislang nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit einer Sauerstoff-Therapie und zur Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Diese weisen auf eine Anregung des Immunsystems hin.
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Die Kryo-Therapie arbeitet lokal mit Kältepackungen, Eismassagen, Kaltluft oder Kühlsprays. Daneben gibt es die Ganzkörpertherapie mit Kohlendioxid (CO2). Wärme wird dem Körper als Infrarot-Licht, Kurzwellen oder Ultraschall zugeführt. Daneben gibt es eine Vielzahl von Packungen, Umschlägen, oder Kompressen mit Torf oder Schlamm (Fango), Heublumen, Leinsamen usw. Welche Art der Thermotherapie geeignet ist, hängt vom Beschwerdebild ab und richtet sich vorwiegend nach der gewünschten Eindringtiefe in die Haut.
Zur Wirksamkeit einer Thermo-Therapie gibt es eine Reihe positiver Studienergebnisse. Wichtig ist die wiederholte Anwendung.
Eine Sonderform der Thermo-Therapie ist die Sauna. Sie basiert auf einem Heißluftbad mit anschließender Kälteanwendung. Saunagänge werden vor allem bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates oder der Atemwege sowie bei manchen Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen. Bei akuten Infektionen, akuten Entzündungen der inneren Organe, akuten Herzerkrankungen sowie Geschlechtskrankheiten sollte auf Sauna verzichtet werden.
Die einzelnen Elemente der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden seit mehreren Tausend Jahren angewendet, sie ist ein typisches Beispiel für ein anderes Medizinsystem. Obwohl sie sich stark von der Schulmedizin unterscheidet, scheint es möglich, dass sich beide Ansätze sinnvoll ergänzen. Im deutschen Gesundheitswesen sind einige Anteile der TCM inzwischen weit verbreitet.
Die Lehren des Taoismus und des Konfuzius über die richtige Lebensführung bilden die philosophische Basis der TCM. Yin und Yang sind die 2 untrennbaren Seiten, die allen Dingen zu eigen sind. Yin werden die Eigenschaften wie weiblich, weich, innen, unbewusst zugeordnet, Yang dagegen männlich, hart, außen, bewusst. Ist die Harmonie beider Seiten gestört, kann eine Krankheit entstehen, denn Qi, die Lebensenergie, entsteht aus dem Wechselspiel zwischen Yin und Yang. Qi fließt auf bestimmten Energiebahnen (Meridianen) durch den Körper. Nur wenn dieser Fluss im Körper frei ist, ist der Mensch gesund.
Alle Einflüsse, die auf einen Menschen wirken, stärken oder schwächen das Qi. Als krankmachende Faktoren gelten in der TCM extreme Klimabedingungen, mangelnde oder übertriebene Hygiene, außerordentliche Gemütsbewegungen, eine unnatürliche Lebensweise, Mangel an geeigneter Nahrung sowie Bewegungsmangel. Hierbei spielt der Einfluss der 5 Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde und Luft eine entscheidende Rolle.
Die TCM arbeitet mit Organ- und Funktionskreisen, die nicht mit unserer westlichen Kenntnis der Organe übereinstimmen. Diese Organkreise werden immer paarweise Yin und Yang zugeordnet, sie stehen in ständiger Wechselwirkung und sind nicht vollständig abgrenzbar. So gehört z.B. die sprechende Zunge zum Organkreis des Herzens, während die schmeckende Zunge zum Organkreis des Magens gehört. Der Organkreis Lunge umfasst nicht nur das Atmen, sondern auch das Riechen.
Die Untersuchung in der TCM erfolgt lediglich mit Hilfe der normalen Sinneswahrnehmung und einer ausführlichen Befragung des Patienten. Besonderes Gewicht hat hierbei die Zungen- und Pulsdiagnose. Die TCM-Behandlung versucht, das verlorene Gleichgewicht der Kräfte im Körper wieder herzustellen. Dazu gibt es mehrere Methoden:
Arzneimitteltherapie:
Der TCM zufolge können alle Krankheiten behandelt werden, die noch nicht zu weit fortgeschritten sind, rein psychischer Natur sind oder keine Organe zerstört haben. Operationen gehören nicht zur Therapie der TCM. In der Praxis wird die chinesische Medizin meist bei einfachen Beschwerden, funktionellen Störungen und chronischen Leiden in Anspruch genommen, wird aber auch zur Prävention von Krankheiten genutzt. Bei schweren Organerkrankungen wird sie ergänzend zur konventionellen Medizin eingesetzt.
Die Wirksamkeit der TCM ist bislang nur in wenigen Bereichen wissenschaftlich nachgewiesen worden. Die gilt insbesondere für die Akupunktur.
Kaufen Sie chinesische Arzneimittel nur bei seriösen Quellen, z.B. aus Apotheken oder aus europäischem Anbau. Diese Produkte sind schadstoffgeprüft. Produkte mit unklarer Herkunft (z.B. dem Internet) können dagegen verunreinigt sein.
Bei neurologischen Beschwerden, Rückenschmerzen und chronisch entzündlichen Gelenkschmerzen wird eine TCM-Behandlung sogar von einigen Krankenkassen übernommen.
Yoga stammt aus der alten indischen Tradition und ist seit den1960er Jahren auch in den USA und Europa populär. Yoga soll der Gesundheitssteigerung und Selbstverwirklichung dienen. In der klassischen Form sollen 8 Stufen zur Erleuchtung führen. In Europa verwendet man dagegen meist vereinfachte Techniken.
Yoga besteht aus Einzelübungen, die in definierten Haltungen, den so genannten Asanas, ausgeführt werden. In der ersten Stufe werden Entspannung und körperliche Beweglichkeit erhöht. Später sollen Bewusstseinserweiterungen und damit einhergehende Veränderungen von Körper und Psyche dazukommen.
Es gibt eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen zu verschiedenen Erkrankungen.
Grundsätzlich können alle physischen und psychischen Erkrankungen behandelt werden. Ausnahmen können orthopädische Einschränkungen bei bestimmten Übungen oder akute Psychosen sein, d.h. Geisteskrankheiten oder Seelenstörungen. Wichtig ist, dass die Übungen regelmäßig und über lange Zeiträume durchgeführt werden.
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