11.09.2017

Hormon- und Stoffwechselerkrankungen laienverständlich dargestellt

Über Hormon- und Stoffwechselerkrankungen wie Osteoporose, Diabetes und Bluthochdruck, aber auch seltene Hormonstörungen können Patienten sich am 16. September 2017 auf dem Deutschen Hormontag informieren.

Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, dem Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesen Gebieten. Hormone werden von endokrinen Drüsen, zum Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierstöcken, „endokrin“ ausgeschüttet, das heißt nach „innen“ in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben „exokrine“ Drüsen, wie Speichel- oder Schweißdrüsen, ihre Sekrete nach „außen“ ab.

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) veranstaltet am Samstag, den 16. September 2017, den 2. Deutschen Hormontag. In den Städten Berlin, Chemnitz, Coburg, Düsseldorf, Frankfurt, Kiel, Oldenburg, Osnabrück und Regensburg öffnen endokrinologische Einrichtungen ihre Türen und laden Patienten, Angehörige und Interessierte ein, sich über Hormon- und Stoffwechselerkrankungen zu informieren. Ob große Volkskrankheiten wie Osteoporose, Diabetes und Bluthochdruck oder seltene, aber schwere Hormonstörungen: Neue Erkenntnisse und Wissenswertes zu Prävention, Diagnostik und Therapie werden laienverständlich dargestellt.

Hormonstörungen betreffen in Deutschland viele Menschen: Weit über sechs Millionen sind an einem Diabetes mellitus erkrankt, 16 Millionen sind schwer übergewichtig und haben ein metabolisches Syndrom. Das heißt, die Patienten leiden unter verschiedenen Krankheiten wie einem gestörten Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Bluthochdruck und haben somit ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Von Schilddrüsenerkrankungen ist fast ein Drittel der Bevölkerung betroffen. Über sieben Millionen – vor allem ältere Menschen – haben Osteoporose, also Knochenschwund.

„Obwohl diese Volkskrankheiten sehr verbreitet und bekannt sind, besteht doch bei vielen Patienten und ihren Angehörigen ein großer Informationsbedarf“, erklärt Prof. Dr. med. Sven Diederich, Ärztlicher Leiter Medicover Deutschland und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Zeitdruck beim Arzttermin und teilweise falsche Zurückhaltung würden dazu führen, dass wichtige Fragen mitunter unbeantwortet blieben. „Den Hormontag haben wir aus zwei Gründen ins Leben gerufen. Wir wollen unsere Patienten über aktuelle Erkenntnisse und neue Therapien informieren und eine wichtige Botschaft vermitteln: Für bestimmte Erkrankungen im Hormon- und Stoffwechselbereich ist der Endokrinologe der medizinische Experte“, so Diederich.

Unabhängig von einem Arzttermin Fragen stellen zu können, sich Messmethoden erklären zu lassen und wertvolle Tipps für den Alltag zu erhalten: Bei den Veranstaltungen zum 2. Deutschen Hormontag haben die Besucher Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und ihre individuellen Fragen zu stellen.

In etwa 15 deutschen Städten finden am oder um den 16. September 2017 herum Veranstaltungen rund um das Thema Hormone statt. Jede teilnehmende Einrichtung hat ihr eigenes Programm aus Vorträgen, Beratungen und Check-ups zusammengestellt. Zu den angebotenen Untersuchungen gehören Schilddrüsen-Sonographie, Blutdruckmessung und Blutzuckermessung. Bei den Vortragsthemen dominieren die großen, weitverbreiteten Volkskrankheiten wie Osteoporose, Diabetes mellitus und Schilddrüsenerkrankungen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen, Zeiten, Referenten und Themen in den „Aktionsstädten“ finden Sie hier: www.endokrinologie.net/hormontag-2017.php

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)

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