27.12.2017

Wann ein großes Blutbild erforderlich ist

Bei Verdacht auf Infektionskrankheiten oder Mangelzustände kann ein großes Blutbild Klarheit schaffen. Darüber informiert die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (Degam).

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Die Anfertigung eines Blutbildes ermöglicht es, die Zahl und Gestalt der Blutzellen sowie die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) zu bestimmen. Dazu wird das Blut in der Regel aus einer Armvene gewonnen. Aus der Blutprobe kann man dann ein kleines und ein großes Blutbild erstellen.

Während ein kleines Blutbild hauptsächlich die Zahl und Gestalt der roten Blutkörperchen und deren Hämoglobin-Gehalt erfasst, werden beim Differential-Blutbild zusätzlich die verschiedenen Typen der weißen Blutkörperchen untersucht und gezählt, also die sogenannten Granulozyten (neutrophil, basophil, eosinophil), Lymphozyten und Monozyten.

Unter dem großen Blutbild verstehen die meisten eine ausgedehntere Untersuchung, die auch Blut-Serumwerte einschließt. Darüber informiert die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (Degam). Dadurch kann der Arzt beispielsweise Hinweise auf eine Nieren-, Schilddrüsenfehlfunktion oder Lebererkrankung identifizieren. Zudem können dabei Werte bestimmt werden, die über Mineralstoffe, Fette, Eiweiße, Vitamine und viele andere Bestandteile im Blut Auskunft geben. Auch bei Verdacht auf Infektionskrankheiten oder Mangelzustände kann ein großes Blutbild Klarheit schaffen. Was beim großen Blutbild untersucht wird, variiert also je nach der speziellen Fragestellung.

Das kleine und große Blutbild gehören in der Regel nicht zur Routineuntersuchung, erklärt die Degam-Präsidentin Prof. Erika Baum, die in Biebertal bei Gießen tätig ist. Allerdings haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren in jedem zweiten Kalenderjahr Anspruch auf eine Gesundheitsuntersuchung, bei der immer die Cholesterin- und Zucker-Werte im Blut gemessen werden.

Quelle: dpa

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