27.03.2020

Abstand auch beim Joggen wichtig

Nach Angaben eines Sportmediziners sei es durchaus möglich, dass man sich beim Joggen mit dem neuartigen Coronavirus anstecke oder andere anstecke, wenn man den Abstand von zwei Metern nicht einhalte…

Sportmediziner Perikles Simon rät unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen auch während der Coronavirus-Krise zu sportlichen Aktivitäten wie Joggen an der frischen Luft. „Wer moderat physisch aktiv ist, der stärkt sein Immunsystem. Das steht über den möglichen Risiken“, erklärt der 47 Jahre alte Leiter der Sportmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz in einem Interview mit dem Tagesspiegel (vom 19.3.20).

Um Risiken zu vermeiden, sollten Jogger mindestens zwei Meter Abstand zu Nebenleuten halten. „Das ist wirklich wichtig. Je nach Witterung verteilt sich so ein Virus wie Rauch in der Luft; es sinkt mal schneller, mal langsamer zu Boden“, erläutert Simon. „Deshalb ist es durchaus möglich, dass man sich beim Joggen ansteckt oder eben andere ansteckt, wenn man den Abstand von zwei Metern nicht einhält.“

Die Risiken seien am größten, wenn es neblig und feucht sei sowie wenig Wind gebe. UV-Strahlen seien hingegen schlecht für Viren. „Deswegen empfehle ich Sport bei schönem Wetter.“ Bei hoher Intensität des Sports sei allerdings bis zu vier Stunden danach die Anfälligkeit für einen Infekt erhöht.

 In der aktuellen Lage sollten nicht die Sportart und die Belastung abrupt gewechselt werden, warnte Simon. Dies erhöhe das Risiko einer Verletzung. „Das zieht dann wiederum einen Arztbesuch nach sich, der aktuell auch immer ein Restrisiko birgt“, meint der Sportmediziner. „Von daher ist es am besten, genauso Sport zu machen - wenn das möglich ist -, wie man es bisher gemacht hat. Ballsportler sind häufig in der Lage, ein geeignetes Konditionstraining als Alternative anzugehen.“

Quelle: dpa vom 20.3.20

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