11.05.2018

Auch die Schilddrüse kann Hitzewallungen verursachen

Hitzewallungen können auch auf eine Überfunktion der Schilddrüse zurückgehen. Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion werden hingegen oft fälschlicherweise auf die Wechseljahre geschoben.

Viele Frauen zwischen 40 und 60 Jahren kennen es: Obwohl ihre Umgebung kühl ist, wird ihnen schier unerträglich warm. Die meisten denken dann an die Wechseljahre als Ursache. Doch die Hitzewallungen können auch auf eine Überfunktion der Schilddrüse zurückgehen, erläutert Prof. Matthias Weber, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Produziert die Schilddrüse zu viel ihrer Hormone, schlafen manche Betroffenen außerdem schlecht, sie sind nervös, bemerken immer wieder Herzrasen.

Auch die Symptome einer Unterfunktion der Schilddrüse würden mitunter fälschlicherweise auf die Wechseljahre geschoben, erklärt Prof. Weber. Sie äußert sich zum Beispiel durch Stimmungsschwankungen oder Antriebslosigkeit.

Prof. Weber rät Frauen ab 40, verstärkt auf ihre Gesundheit zu achten - und sich im Zweifelsfall gründlich untersuchen zu lassen, statt Beschwerden einfach auf die altersbedingte Hormonumstellung zu schieben.

Quelle: dpa

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