10.07.2020

Legionellen-Gefahr nach Rückkehr aus dem Urlaub

Nach Rückkehr aus dem Urlaub sollten alle Wasserhähne, die lange nicht gelaufen sind, großzügig aufgedreht werden. Auch der Haus-Sitter kann etwas gegen die Legionellengefahr tun…

Wenn Häuser über die Ferien länger unbewohnt sind, können sich Legionellen – die Erreger der Legionärskrankheit (Legionellose) - in den Wasserleitungen vermehren. Das ist eine Gefahr für die Gesundheit: Legionellen vermehren sich bei Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius. Gerade in stehendem Wasser kann es zu einer erhöhten Konzentration der Bakterien kommen. In belasteten Anlagen können sich Menschen zum Beispiel beim Duschen durch Einatmen feinster Wassertröpfchen infizieren. Eine Folge kann eine schwere Lungenerkrankung mit grippeartigen Symptomen sein, die tödlich verlaufen kann.

Daher sollten Nachbarn, Verwandte und Freunde, die das Haus in der Zeit betreuen und die Pflanzen gießen, am besten das Wasser an einer Zapfstelle abfüllen, die weit von der Hauptwasserversorgung entfernt liegt. Dazu rät das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS). Bei einem Einfamilienhaus wäre das zum Beispiel meist das Badezimmer im obersten Stockwerk. Dadurch wird das Wasser in einem großen Bereich der Versorgungsleitungen immer wieder bewegt - was das Wachstum der Bakterien unterbinden kann.

Außerdem sollten die Urlaubsrückkehrer erst einmal das Wasser an allen Zapfstellen etwas laufen lassen, bevor sie das Wasser nutzen. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus genügt es, etwa zehn Liter ablaufen zu lassen, um das Wasser auszutauschen, das während der Abwesenheit in den Rohren gestanden und dabei Qualität eingebüßt hat.

Quelle: dpa

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