06.07.2018

Phosphate erhöhen das Sterberisiko von Nierenpatienten

Nierenkranke können überschüssiges Phosphat nicht zuverlässig ausscheiden. Das kann ihr Sterberisiko deutlich erhöhen.

Nierenpatienten sollten sich vor Phosphaten in der Nahrung in Acht nehmen. Ist die Niere nicht mehr in der Lage, Phosphat zu verarbeiten, bleibt es im Blut, zieht Kalzium aus den Knochen und verändert die Innenwand der Gefäße. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Problematisch ist meist nicht die natürliche Phosphatzufuhr aus Fleisch oder pflanzlichen Eiweißen. Denn diese Substanzen werden vom Körper nur zu 50 bis 80 Prozent aufgenommen. Demgegenüber besonders belastend ist das künstlich zugesetzte Phosphat in Fast Food, Wurst- und Backwaren. Der Körper nimmt es zu 100 Prozent auf.

Wer weniger Phosphate zu sich nehmen will, kann zum Beispiel Lebensmittel in Bioqualität kaufen: Bei ihnen ist nur ein einziger Phosphatzusatzstoff genehmigt, E 341. Die am häufigsten verwendeten Zusätze bei konventionellen Produkten sind E 338 bis E 343 sowie E 450 bis E 452.

Quelle: dpa

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