16.09.2019

Schonen bei Herzschwäche ist kontraproduktiv

Sich Schonen ist bei Herzschwäche keine Lösung. Vielmehr wird Patienten mit Herzinsuffizienz ein gemäßigtes Bewegungstraining und eine Veränderung im Lebenswandel angeraten.

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Wenn man beim Spazierengehen oder Treppensteigen schnell außer Puste gerät, kann das an einer Herzschwäche liegen. Die Tendenz, sich zu schonen, liegt dann nahe, ist bei der sogenannten Herzinsuffizienz aber keine Lösung, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte (Ausgabe 1, September 2019), die von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) herausgegeben wird. Stattdessen empfiehlt sich gemäßigtes Bewegungstraining und eine Veränderung im Lebenswandel.

Ärzte sprechen von einer Herzschwäche, wenn das Herz nur eingeschränkt Blut durch den Körper pumpen kann. Das macht es schwerer, Organe und Gewebe mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Eine solche Herzinsuffizienz kann innerhalb von Stunden oder Tagen eintreten. Auch eine Entwicklung hin zu einem chronischen Zustand über Monate oder Jahre hinweg ist möglich. Symptome hierfür reichen von Energielosigkeit über Luftnot im Liegen hin zu Flüssigkeitseinlagerungen insbesondere an Füßen, Knöcheln und Unterschenkeln.

Bei Atemnot, beschleunigtem Herzschlag oder kaltem Schweiß auf blasser Haut ist schnelles Handeln gefragt. In einem solchen Fall sollten Betroffene oder Angehörige sofort einen Notarzt verständigen.

Hoher Blutdruck oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes können eine Herzinsuffizienz begünstigen. Daher wird in der Regel zunächst die vorliegende Grunderkrankung behandelt. Abhängig davon, wie weit die Herzinsuffizienz fortgeschritten ist, kommen unterschiedliche Therapieformen zum Einsatz. Bei manchen Patienten raten Mediziner zu einer Gefäßstütze (Stent), andere benötigen etwa einen Herzklappenersatz.

Quelle: dpa

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