12.05.2015

Vorhofflimmern wird oft nicht erkannt

Die häufigste Herzrhythmusstörung geht nicht unbedingt mit typischen Beschwerden wie Herzrasen, Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Schwindel einher und wird deshalb oft zunächst ignoriert.

Wenn das Herz hin und wieder mal stolpert, ist das in der Regel harmlos. Denn das kann auch an Anstrengung oder Aufregung liegen. Kommen solche Unregelmäßigkeiten aber häufiger vor oder dauern länger an, kann es durch das sogenannte Vorhofflimmern im schlimmsten Fall zu einem Schlaganfall kommen. Darauf weist die Deutsche Seniorenliga in ihrer Broschüre zum Thema Vorhofflimmern hin. Beim Vorhofflimmern können in den Herzvorhöfen Blutgerinnsel entstehen, die vom Blut mitgeschleppt werden und dann Arterien verschließen.

Vorhofflimmern ist mit geschätzt mehr als zwei Millionen Betroffenen die häufigste Herzrhythmusstörung in Deutschland. Wird es rechtzeitig erkannt, kann etwa mit Medikamenten und einem gesunden Lebensstil gegengesteuert werden. Das Problem ist allerdings: Vorhofflimmern geht nicht unbedingt mit typischen Beschwerden wie Herzrasen, Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Schwindel einher und wird von den Betroffenen deshalb zunächst oft abgetan. Besonders gefährdet sind Menschen mit Bluthochdruck und Diabetes sowie Ältere ab 65 Jahren. Auch Raucher oder Übergewichtige sollten sich regelmäßig vom Arzt durchchecken lassen.

Quelle: dpa

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