29.04.2024

Wie sich Aktivität in der Postmenopause auswirkt

Trainingsempfehlungen scheinen in der Postmenopause oft nicht zu greifen. Lesen Sie, auf was es ankommt, dass sich körperliche Aktivität nach der Menopause auf den Stoffwechsel niederschlägt…

Die Menopause tritt bei Frauen weltweit in der Regel zwischen dem 48. und 52. Lebensjahr ein und mit ihr verschiedene physische und psychische Veränderungen, aber auch Erkrankungen. Wie körperliche Aktivität und Training bei den vielfältigen Symptomen helfen können, haben Prof. Dr. Dr. Patrick Diel und Katharina Hofmann untersucht. Ihre Ergebnisse stellen sie in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins IMPULSE (2023, Band 2, ab S.34) vor.

Gewichtszunahme, Muskelmasseverlust, Metabolisches Syndrom oder Osteoporose sind einige Beispiele für Begleiterscheinungen, die bedingt durch die Veränderung des Hormonhaushaltes mit den Wechseljahren auftreten. Aus vielen Untersuchungen ist bekannt, dass regelmäßige körperliche Aktivität zur Behandlung und zur Vorbeugung von Osteoporose und kardiovaskulären Erkrankungen sehr effektiv ist und dem Verlust der Muskelmasse oder dem Anstieg der Fettmasse und der Insulinresistenz entgegenwirken kann. Bei postmenopausalen Frauen scheinen diese Trainingsempfehlungen jedoch nicht zu greifen – sie nehmen trotz Training Gewicht zu, fühlen sich kraftlos, haben Gelenkbeschwerden und leiden unter erhöhten Blutfettwerten. Die Wissenschaftler:innen des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung molekulare und zelluläre Sportmedizin, gehen daher in ihrem Beitrag der Frage nach, wie sich körperliche Aktivität auf die Stoffwechselsituation von Frauen in der Postmenopause auswirkt.

Ergebnis: Ein Ausdauer- und Krafttraining basierend auf den Empfehlungen der WHO und dem ACSM kann zur Verbesserung der Kraftfähigkeit, der Körperzusammensetzung und dem Knochenstoffwechsel der postF doch empfohlen werden. Wenn auch in weiteren Studien der Effekt von 4 Trainingseinheiten pro Woche, ein längerer Interventionszeitraum und einer Ernährungsintervention noch überprüft werden sollten. Zur Verbesserung der Rumpfkraft kann außerdem ein Schlingentraining in Kombination mit einer Protein-/Kohlenhydrat-Nahrungsergänzung empfohlen werden.

Quelle: Deutsche Sporthochschule Köln

© Internisten-im-Netz

Impressum

Datenschutz

Bildquellen

Kontakt

Herausgeber

Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V.