20.11.2007
Zunehmende Tollwut-Gefahr in Südafrika
Südafrika-Urlauber sollten sich wegen des gestiegenen Tollwutrisikos im Land von streunenden Hunden fernhalten und diese keinesfalls streicheln ...
Quelle: pixelio mediaSeit Anfang 2006 wurden in Südafrika 40 Todesfälle gemeldet. Selbst freundlich wirkende Tiere am Straßenrand können mit der gefährlichen Krankheit infiziert sein und sie übertragen, warnt das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. Dazu muss der Hund unter Umständen nicht einmal zubeißen: Hat der Urlauber etwa eine Hautverletzung, kann schon der Kontakt mit Speichel verhängnisvoll sein. Auch Füchse, Schakale oder Mungos können das Virus übertragen.
„Reisende, die gebissen wurden oder bei denen Wunden oder Schleimhäute mit Speichel verdächtiger Tiere in Kontakt kamen, sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben", empfiehlt Prof. Thomas Löscher vom Münchner Tropeninstitut. Die immer tödlich verlaufende Erkrankung könne durch eine rechtzeitige Behandlung mit einer aktiven und passiven Immunisierung verhindert werden.
Gefahr besteht in ganz Südafrika, insbesondere aber in den Provinzen Kwa Zulu-Natal und Limpopo. Von dort sind seit Beginn des Jahres bis zuletzt schon 9 Todesfälle gemeldet worden. Wer diese Regionen bereisen will, sollte sich vom Arzt beraten lassen, ob eine vorbeugende Tollwutimpfung sinnvoll ist. Hierzu sind 3 Impfungen innerhalb eines Zeitraums von mindesten 3 Wochen nötig.
