Laboruntersuchung

Eine laborchemische Untersuchung des Bluts liefert wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer Krebserkrankung. Bei allen Tumorerkrankungen kann beispielsweise die Anzahl an roten Blutkörperchen sinken. Erhöhte Hormonwerte im Blut wie Insulin, Glukagon oder Thyroxin deuten wiederum auf hormonbildende Tumoren hin, z. B. in der Bauchspeichel- oder der Schilddrüse. Beim Nierenkrebs steigt gelegentlich der Spiegel des Hormons Erythropoetin, das die Bildung der roten Blutkörperchen anregt.

Manche Krebszellen produzieren typische Substanzen, die bei gesunden Körperzellen in der Regel nur vermindert auftreten. Diese Stoffe können im Blut nachgewiesen werden. Sie werden deshalb auch als Tumormarker bezeichnet. Da Tumormarker nicht bei allen Patienten vermehrt vorkommen, bzw. auch bei gesunden Menschen vorhanden sein können, ergänzen sie oft nur zusätzliche Untersuchungsmethoden oder dienen der Kontrolle des Behandlungsverlaufs, z. B. beim Brust-, Dickdarm-, Bauchspeicheldrüsen- oder beim Eierstockkrebs. Bei anderen Krebserkrankungen spielen sie bislang keine besondere Rolle bei der Diagnose, wie z. B. beim Magen- oder Nierenkrebs.

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