Legionärskrankheit

Die Legionärskrankheit wird auch Legionellose oder Legionellen-Pneumonie genannt und ist eine schwere Form der Lungenentzündung. Erstmals wurde die Legionellose 1976 anlässlich einer Tagung der Kriegsveteranenvereinigung „The American Legion" in Philadelphia bekannt, nachdem mehrere Tagungsteilnehmer an einer untypischen Lungenentzündung erkrankten. Während und bis zu 2 Wochen nach der für die Krankheit namensgebenden Tagung erkrankten 221 Männer, von denen 34 starben. Wie später nachgewiesen wurde, waren Bakterien der Art Legionella pneumophila in der Klimaanlage eines Hotels die Verursacher der Epidemie.

Legionellen lieben Feuchtigkeit und relativ hohe Temperaturen und kommen in der Natur im warmen Süßwasser vor. Sie treten aber auch in schlecht gewarteten Süßwasseranlagen des Menschen auf - mitunter in Massen. In Deutschland machte die Krankheit zum Beispiel im Frühling 2001 von sich reden, als aufgrund eines Legionellenbefalls in Berlin viele Schwimmbäder geschlossen werden mussten.

Legionelleninfektionen treten meist in Form von kleineren Epidemien auf, die von Orten mit größeren Menschenansammlungen ausgehen, wie z. B. Hotels, Schwimmbäder oder auch Krankenhäuser. Es gibt mindestens 11 Legionellen-Arten, die dem Menschen schaden können. Von diesen löst Legionella pneumophila am häufigsten (80%) Lungenentzündungen aus.

Die Legionärskrankheit wird auch heutzutage häufig nicht sofort erkannt und deshalb erst spät oder falsch behandelt. Unbehandelt verläuft die Krankheit vor allem bei Patienten mit chronischen Vorerkrankungen der Lunge in vielen Fällen tödlich. Nach richtiger Diagnose kann die Krankheit aber mit Erfolg behandelt und zur völligen Ausheilung gebracht werden.

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