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Blutbild - Erklärung

Laktat-Dehydrogenase


Warum wird der Laktat-Dehydrogenase-Wert gemessen?

Die Laktat-Dehydrogenase (LDH) ist ein Enzym, das Pyruvat in Laktat umwandelt. Es befindet sich im Zellinneren fast aller Zellen. Der Mensch besitzt 5 verschiedene Laktatdehydrogenasen. LDH-1 und LDH 2 kommen vor allem im Herzen, in den Nieren und den roten Blutkörperchen vor. LDH-3 in Milz, Lunge, Lymphknoten, Blutplättchen und Hormondrüsen. LDH-4 und LDH-5 in der Leber und im Skelettmuskel.

Werden Körperzellen zerstört, wird die Laktat-Dehydrogenase freigesetzt und gelangt ins Blut. Ein erhöhter LDH-Spiegel im Blut weist also auf absterbende Zellen hin.  

 

Welchen Laktat-Dehydrogenase-Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: 135 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 225 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)

 

Welchen Laktat-Dehydrogenase-Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: 135 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)
Obergrenze: 214 Einheiten pro Liter (Units pro Liter, U/l)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige LDH-Werte haben keine medizinische Bedeutung.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe LDH-Werte können auf einen Herzinfarkt, Lungenembolie, akute Leberentzündung (Hepatitis), Blutarmut (hämolytische Anämien), Krebserkrankungen oder Muskelentzündungen (Myositis) hindeuten. Auch nach Unfällen oder Operationen können die Werte erhöht sein.

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