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Blutbild - Erklärung

Ferritin


Warum wird der Ferritin-Wert gemessen?

Ferritin ist ein Eiweiß, das Eisen speichert. Es schützt die Zellen so vor der giftigen Wirkung von freiem Eisen. Der Ferritin-Wert wird z.B. bei Verdacht auf Blutarmut (Anämie) bestimmt.

 

Welchen Ferritin-Wert sollten Männer aufweisen?

18 bis 45 Jahre:

Untergrenze: 10 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 220 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Über 45 Jahre:

Untergrenze: 15 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 400 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

 

Welchen Ferritin-Wert sollten Frauen aufweisen?

18 bis 45 Jahre:

Untergrenze: 6 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 70 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Über 45 Jahre:

Untergrenze: 18 Mikrogramm pro Liter (µg/l)
Obergrenze: 120 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Ferritin-Werte können auf Eisenmangel, Verdauungsstörungen mit verringerter Aufnahme von Eisen (Malabsorptionssyndrom), chronische Blutungen (z.B. aus einem blutenden Magengeschwür) hindeuten. In der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf höher als normal, so dass die Ferritin-Werte erniedrigt sein können.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Ferritin-Werte können auf eine Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose), Leberentzündung (Hepatitis), Blutarmut (Anämie), Infektionen oder Tumore hindeuten. Auch eine Überdosierung von Eisenpräparaten oder häufige Bluttransfusionen können zu einer Erhöhung der Werte führen.

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