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Blutbild - Erklärung

Kalium


Warum wird der Kalium-Wert gemessen?

Kalium liegt im Körper als elektrisch geladenes Teilchen vor. Diese werden auch als Kalium-Ionen bezeichnet und als K+ abgekürzt. Kalium ist an vielen elektrischen Vorgängen beteiligt, z.B. an der Signalweiterleitung zwischen Nerven- oder Muskelzellen. Es wird benötigt, um die elektrische Spannung in den Zellen aufrecht zu erhalten. 

Kalium ist ein wichtiger Mineralstoff für den Körper. Täglich braucht der Mensch etwa 2 Gramm Kalium. Kaliumreiche Lebensmittel sind u. a. Pilze, Bananen, Bohnen, Chilies, Käse, Spinat und Kartoffeln.

 

Welchen Kalium-Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: 3,6 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 5,0 Millimol pro Liter (mmol/l)

 

Welchen Kalium-Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: 3,6 Millimol pro Liter (mmol/l)
Obergrenze: 5,0 Millimol pro Liter (mmol/l)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Kalium-Werte können auf die lange Einnahmen von entwässernden Medikamenten (Diuretika) oder Abführmitteln hindeuten. Mangelhafte Nahrungszufuhr bei Fasten oder Magersucht, Erbrechen oder Durchfall über einen längeren Zeitraum können ebenfalls zu einem Kaliummangel führen. Auch bein Nierenversagen und Hormonstörungen (Cushing-Syndrom) wird vermehrt Kalium ausgeschieden.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Kalium-Werte können auf eine Nierenschwäche, Hormonstörung (Morbus Addison), eine Therapie mit blutdrucksenkenden oder entwässernden Medikamenten (z.B. ACE-Hemmern bzw. kaliumsparende Diuretika) oder eine Übersäuerung des Bluts (Azidose) hindeuten.

Die Werte können fälschlicherweise erhöht sein, wenn die roten Blutkörperchen während der Blutentnahme platzen und so das Kalium aus den roten Blutkörperchen freigesetzt wird.

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