Hydro-Therapie

Ursprung

Die Hydro-Therapie (Wasserheilkunde) gehört zu den wissenschaftlich anerkannten Verfahren der physikalischen Therapie. Man nutzt hierzu Wasser in allen Aggregatzuständen. Sie war unter Verwendung warmen Wassers bereits in der Antike beliebt. Der Arzt Siegmund Hahn (1664-1742) gilt als Begründer der Wasserheilkunde in Deutschland. Er setzte insbesondere kaltes Wasser zur Vorbeugung und Behandlung ein. Sie ist wesentlicher Bestandteil der Kneipp-Therapie.

Wirkprinzip & Durchführung

Die Hydro-Therapie beeinflusst gezielt die Wärmeregulation des Körpers über die Körperoberfläche. Dadurch wird der Körper trainiert, Kälte- und Wärmereize der Umwelt zu verkraften (Abhärtung). Gleichzeitig werden die körperliche Belastbarkeit verbessert und die Abwehrkräfte gegen Infektionen und Krankheitsverläufe gestärkt.

Eine Hydro-Therapie kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Je nach Erkrankung gibt es unterschiedliche Zusammenstellungen und Dosierungen:

  • Teil- oder Vollbäder (z. B. nach Krauß)
  • Waschungen
  • Teil- oder Vollgüsse
  • Kompressen, Wickel, Packungen

Den Bädern werden meist pflanzliche Zusätze, wie Baldrian, Fichtennadel, Lavendel usw. beigegeben.

Anwendungsgebiete

Beide Therapien sind nahezu universell einsetzbar. Allgemein haben sie regulierende bzw. verbessernde Wirkung auf folgende Organsysteme:

  • Wärmehaushalt
  • Nervensystem
  • Innere Sekretion
  • Stoffwechsel
  • Kreislauf
  • Atmung
  • Bindegewebe
  • Haut
  • Nieren
  • Muskeln

Wie wirksam ist die Hydro-Therapie?

Die Wirksamkeit der Hydro-Therapie ist für verschiedene Krankheiten wissenschaftlich gut belegt.

Besonderheiten

Die Hydro-Therapie wird insbesondere zur Rehabilitation und bei Kuraufenthalten mit anderen Behandlungsformen wie z.B. Klima-Therapie, Massagen, Krankengymnastik oder manueller Therapie kombiniert, passt aber auch zu allen anderen Naturheilverfahren. Sie ist sehr gut verträglich und kann nach Erlernung durch den Patienten auch von ihm selbst durchgeführt werden.

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