Doppelballonendoskopie

Mit Hilfe der Doppelballontechnik wird der Dünndarm in Schritten von ca. 40 Zentimeter abschnittsweise untersucht. Haupteinsatzgebiete sind unklare Blutungen aus dem Dünndarm und der Verdacht auf eine Dünndarm-Erkrankung, die mit einfacheren Methoden nicht zu klären ist.

Die besondere Doppelballontechnik erlaubt ein weiteres Vordringen in den Dünndarm, indem der Darm immer wieder durch Blockade des zweiten Ballons auf das Endoskop aufgefädelt wird. Das Doppelballonendoskop wird in der Regel über den Mund eingeführt. Wird der Befund eher im hinteren Teil des Dünndarms vermutet, wird die Untersuchung anal vorgenommen. Der Arbeitskanal im Endoskop bietet die Möglichkeit, ohne operativen Eingriff diagnostische Maßnahmen wie die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) und therapeutische Interventionen wie das Entfernen von Polypen (Polypektomie) durchzuführen.

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