Erektile Dysfunktion: Tipps gegen Erektionsprobleme

Auch wenn es Ihnen unangenehm ist, sollten Sie Ihre Scheu und Scham überwinden und bei Erektionsproblemen frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Bedenken Sie, dass der Arzt täglich mit diesen und ähnlichen Erkrankungen befasst ist und das Problem daher sachlich angehen wird. Damit der Arzt wirklich helfen kann, sollten Sie alle im Gespräch gestellten Fragen ehrlich beantworten. Hilfreich ist es, wenn Sie sich vorbereiten, in dem Sie sich etwaige Vorerkrankungen, andere Beschwerden und die etwaige Einnahme von Medikamenten notieren. Versuchen Sie nicht, Ihr Problem selbst mit Medikamenten oder Aphrodisiaka von wohlmöglich zweifelhaften Quellen zu behandeln.

Möchten Sie selbst etwas tun, können Sie auf eine alternative und zugleich schonende Methode zurückgreifen: das Training des Beckenbodens. Inzwischen haben Untersuchungen gezeigt, dass regelmäßige Beckenbodengymnastik durchaus erfolgreich sein kann und außerdem unschädlich ist. Zum Erlernen der Übungen können Sie entweder einen entsprechenden Kurs besuchen oder beispielsweise auf die Empfehlungen im Kapitel Bücher zum Thema zurückgreifen.

Darüber hinaus ist eine sportlich aktive Lebensweise der Wiederherstellung der Erektionsfähigkeit dienlich. Beim Radfahren ist allerdings Vorsicht geboten. Eine falsche Haltung beim Radfahren oder ein falscher Sattel können die Nervenbahnen oder den Blutfluss im Genitalbereich behindern und letztlich zu einer erektilen Dysfunktion führen. Falls also beim Radfahren Taubheitsgefühle im Penis oder Hodensack auftreten, sollten Sie das Rad und insbesondere den Sattel überprüfen.

Manchmal ist es hilfreich, bei Erektionsstörungen ergänzend psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen oder sich Selbsthilfegruppen anzuschließen. Letztlich ist es wichtig, sich nicht von der durch die Medien geisternden immerwährenden Potenz und ständiger sexueller Bereitschaft bis in das hohe Alter unter Druck setzen zu lassen. Im Vordergrund sollte immer das eigene Bedürfnis und nicht die Erfüllung irgendwelcher Quoten und Normen stehen. Grundsätzlich gilt: Für sexuelle Aktivitäten sollten Sie ausgeruht sein, ungestört sein und sich Zeit nehmen!

© Internisten-im-Netz

Impressum

Datenschutz

Bildquellen

Kontakt

Herausgeber

Berufsverband Deutscher Internisten e.V.