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Blutbild - Erklärung

Kreatinin


Warum wird der Kreatinin-Wert gemessen?

Kreatinin ist ein Abbauprodukt der Säure Kreatin, die die Muskeln mit Energie versorgt. Kreatin wird in der Niere, in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse aus den Aminosäuren Glycin und Arginin gebildet. Etwa 1,5 bis 2% des Kreatins wird täglich als Kreatinin über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden.

Wie viel Kreatinin ein Mensch ausscheidet, hängt von seiner Muskelmasse und der Nierenfunktion ab. Anhand des Kreatinin-Werts lässt sich also die Nierenfunktion beurteilen und der Verlauf von Nierenerkrankungen verfolgen.

 

Welchen Kreatinin-Wert sollten Männer aufweisen?

Untergrenze: 0,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 1,1 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

bzw.

Untergrenze: 44 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 97 Mikromol pro Liter (µmol/l)

 

Welchen Kreatinin-Wert sollten Frauen aufweisen?

Untergrenze: 0,5 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)
Obergrenze: 0,9 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

bzw.

Untergrenze: 44 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Obergrenze: 80 Mikromol pro Liter (µmol/l)

 

Was bedeuten zu niedrige Werte?

Zu niedrige Kreatinin-Werte haben keine medizinische Bedeutung.

 

Was bedeuten zu hohe Werte?

Zu hohe Kreatinin-Werte können auf eine Nierenschwäche, Verletzungen der Muskulatur, Muskeldystrophie oder eine Entzündung der Haut und Muskulatur (Dermatomyositis, Polymyositis) hindeuten. Auch nach Sport, Krampfanfällen und nach Injektionen in die Muskulatur (z.B. Impfungen) können die Werte erhöht sein.

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