28.02.2020

Anzeichen von Schaufensterkrankheit zeitnah abklären

Schmerzen beim Gehen und kalte Füße können ein Warnzeichen für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) oder Schaufensterkrankheit sein – einem Vorboten größerer Probleme.

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Wenn beim Spaziergang nach den ersten Schritten plötzlich die Beine schmerzen, halten Betroffene das oft für Muskelkater oder -krämpfe. Tritt das Problem immer wieder auf, kann dahinter aber auch die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) oder Schaufensterkrankheit stecken, warnt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG).

Betroffene sollten sich dann beim Arzt untersuchen lassen. Denn wer die Schaufensterkrankheit hat, ist meistens auch Risikopatient für lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Herzinfarkt. Wird die Durchblutungsstörung schnell erkannt, lässt sie sich in der Regel aber gut behandeln - zum Beispiel durch Lebensstil-Maßnahmen, mit denen dann auch das Risiko weiterer Krankheiten sinkt.

Risikopatienten für die Schaufenster- oder periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) sind Männer, Menschen über 60 Jahren, ehemalige und aktuelle Raucher sowie Menschen mit Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck. Warnzeichen einer beginnenden pAVK sind neben den Beschwerden ständig kalte Füße sowie Probleme mit der Wundheilung an Fuß und Unterschenkel. Die klassischen Symptome der Krankheit sind aber Schmerzen, die von der Wade in den Oberschenke ziehen, erst nach einer längeren Laufstrecke von etwa 200 Metern einsetzen und beim Stehenbleiben - zum Beispiel vor einem Schaufenster - wieder aufhören.

So lässt sich die Krankheit auch von anderen Schmerzen im Bein unterscheiden: Gelenkschäden in Knie oder Hüfte schmerzen vor allem beim Loslaufen (sog. Anlaufschmerz). Und bei einem Hexenschuss ziehen die Schmerzen von oben, also aus dem Gesäß, hinunter ins Bein.

Quelle: dpa vom 19.2.2020

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