05.12.2010
Atemprobleme bei leichter Anstrengung können auf Herzschwäche hinweisen
Kommt man bereits bei leichten Anstrengungen außer Atem oder ist häufig erschöpft, kann dies auf eine Herzschwäche zurückgehen...
Wenn Menschen schon beim Spazierengehen oder langsamen Treppensteigen aus der Puste kommen, deutet dies eventuell auf eine Herzschwäche, eine so genannten Herzinsuffizienz hin. „Spätestens wenn bei geringer körperlicher Anstrengung Atemnot auftritt, kombiniert mit häufiger Müdigkeit und Erschöpfung, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen", rät Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). „Da die Leistungseinschränkung in Folge einer Herzschwäche anfangs kaum merkbar ist, wird die Krankheit oft längere Zeit verschleppt - und befindet sich bei Diagnosestellung in einem fortgeschrittenen Stadium."
Bei einer Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, eine für den Bedarf des Organismus notwendige Blutmenge zu befördern. Eine Herzinsuffizienz ist in der Regel die Folge einer bestehenden Krankheit. „In den meisten Fällen entsteht sie aufgrund eines unbehandelten Bluthochdrucks oder einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels, der koronaren Herzkrankheit", erklärt Dr. Smetak. „Je früher die Behandlung einsetzt, desto länger können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten erhalten bleiben." Klinikaufenthalte können verringert und die Lebenserwartung in Anbetracht der insgesamt ernsten Prognose oftmals gesteigert werden. „Zum Therapiespektrum gehören neben dem Einsatz verschiedener Medikamente und möglicher chirurgischer Eingriffe zur Behandlung der Grunderkrankung oder Implantation unterstützender Geräte auch diätetische Maßnahmen, der Verzicht auf Genussmittel sowie regelmäßige körperliche Aktivität", empfiehlt der Kardiologe.
Die chronische Herzschwäche ist eine der häufigsten Erkrankungen der inneren Organe. In Deutschland leben derzeit mehr als 2 Millionen Menschen mit Herzinsuffizienz unterschiedlicher Ausprägung.
