28.04.2013

Auf langen Autofahrten an Sonnenschutz denken

Wer häufig oder lange Autoreisen unternimmt, sollte zum Schutz vor Hautkrebs eine Sonnencreme mit einem Schutzfaktor von mindestens 15 auftragen. Dazu raten die Internisten vom BDI.

Wer viel Auto fährt, sollte sich zur Vorbeugung von Hautkrebs vor der Sonne schützen. Dazu raten die Internisten vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden. „Die meisten Menschen gehen irrtümlich davon aus, dass sie im Auto keinen Sonnenschutz benötigen, wenn die Fenster geschlossen sind. Das hat eine Befragung von 675 US-Bürgern ergeben", berichtet Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des BDI und praktizierender Internist in einer Hamburger Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin. Dabei kann normales Fensterglas grundsätzlich nur die kurzwelligen UV-B-Strahlen wirksam abschirmen, die langwelligen UV-A-Strahlen werden hingegen selbst durch laminierte Windschutzscheiben noch teilweise hindurchgelassen. „Insbesondere über die meist unbehandelten Seitenfenster gelangen die UV-A-Strahlen zu rund 60 Prozent ungefiltert ins Auto", warnt Wesiack. Wer häufig oder lange Autoreisen unternimmt, sollte daher eine Sonnencreme mit UV-A-Schutz und einem Schutzfaktor von mindestens 15 auftragen. „Besonders exponiert bei Autofahrern sind Kopf und Nacken. Aber auch die Arme (beim Autolenker vor allem der linke) werden oft vergessen einzucremen. Auf längeren Fahrten darf außerdem nicht versäumt werden, den Sonnenschutz regelmäßig zu erneuern, indem erneut Sonnencreme aufgetragen wird", rät Wesiack. Zum Schutz vor starker UV-Strahlung im Auto (z.B. im Cabrio) kann neben der obligatorischen Sonnenbrille auch das Tragen einer Oberbekleidung mit langen Ärmeln und eines Hutes empfehlenswert sein. „Sollte man seine Autoscheiben zur Abschirmung von UV-Licht speziell beschichten lassen, ist zu beachten, dass dieser Schutz dann aber auch nur bei geschlossenen Fenstern wirksam ist", betont Weisack.

Quelle: äin-red

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