24.05.2010

Bei Erschöpfung lieber Ruhepausen statt Energydrinks

Energydrinks geben dem Körper nicht wirklich mehr Kraft. Daher sollte man sich bei Erschöpfung ausruhen und beim Sport lieber Wasser trinken...

Die Marketingbotschaft bei Energydrinks verspricht meist nicht nur eine Steigerung der körperlichen, sondern auch der geistigen Leistungsfähigkeit. „Bei einem Gefühl der Erschöpfung zum Beispiel im Berufsalltag sollte man jedoch nicht auf Energydrinks zurückgreifen, sondern mehr Pausen einplanen, sich möglichst viel unter Tags bewegen und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr am besten in Form von Wasser oder Mineralwasser achten", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Auch wenn ein Autofahrer müde ist, hilft ihm ein Energydrink wenig weiter. Eine kurze Pause verschafft dem Organismus viel mehr Erholung. „Besonders gefährlich ist es, wenn Menschen alkoholische Getränken zusammen mit Energydrinks konsumieren, da sich die Betroffenen fit fühlen, in Wirklichkeit jedoch genauso wenig fahrtauglich sind wie Personen, die nur Alkohol getrunken haben", warnt Dr. Wesiack.

Werden Energydrinks öfters konsumiert, können sie das Herz-Kreislaufsystem belasten. „Insbesondere bei Personen mit Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen kann die Einnahme dieser Getränke die Beschwerden erheblich verschlechtern", erklärt Dr. Wesiack. Die Forschung zeigt, dass ein Fünftel der Konsumenten von Energydrinks Kopfschmerzen bekommt. Ebenfall ein Fünftel berichtet von kräftigem Herzpochen. „Kinder, Schwangere, Stillende und Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren, sollten Energydrinks meiden", rät Dr. Wesiack.

In erster Linie bestehen Energydrinks neben Wasser aus reichlich Zucker oder Süßstoff, Koffein und Farbstoffen. „Eine Dose mit 250 ml enthält etwa 80 mg Koffein, was 1 bis 2 Tassen Kaffee entspricht. Daneben findet sich in vielen Produkten der Inhaltsstoff Taurin, der die Wirkung von Koffein möglicherweise verstärkt", erläutert der BDI-Experte. Derzeit ist es noch ungeklärt, ob die längerfristige Zufuhr von Taurin giftig ist.

Auch beim Sport sind Energydrinks wenig sinnvoll. „Eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist nur bei wenigen Ausdauersportarten zu erwarten. In diesen Fällen ist ein möglicher Energiekick vor allem auf den hohen Zuckergehalt zurückzuführen", erklärt Dr. Wesiack. „Optimal geeignet für die Flüssigkeitszufuhr bei körperlicher Aktivität ist Wasser ohne Kohlensäure, das auch mit möglichst hochwertigen Fruchtsäften gemischt werden kann."