27.08.2014

Beschwerden durch Divertikel behandeln lassen

Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel) sind meist harmlos, können aber bei Komplikationen zu Beschwerden im Unterbauch führen können (Divertikulitis).

Mehr als ein Drittel der Deutschen entwickelt im Laufe des Lebens Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel), die meist harmlos sind, aber bei Komplikationen zu Beschwerden im Unterbauch führen können (Divertikulitis). Der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) rät zu mehr Sensitivität bei der Diagnosestellung und Behandlung der Divertikelkrankheit und der Divertikulitis, die zunehmend auch jüngere Menschen betreffen.

„Anhaltende Unterbauchschmerzen, gegebenenfalls mit Stuhlgangsveränderungen einhergehend, sind ein zwingender Grund, sich beim Hausarzt vorzustellen, der dann entscheidet, ob eine genauere Untersuchung beim Magen-Darm-Arzt erforderlich ist", erklärt bng-Sprecherin Dr. Dagmar Mainz. Ziel der gerade neu herausgegebenen medizinischen Diagnose- und Therapie-Leitlinien für die Divertikel-Erkrankung ist es, durch eine Klassifikation des Krankheitsbildes nach aktuellem Kenntnisstand adäquate Vorgehensweisen zu empfehlen. Bislang wurde häufig übertherapiert, oft ohne bildgebende Untersuchungsverfahren. „Generell", so Dr. Mainz, „wird mehr Zurückhaltung im Umgang mit Antibiotika und chirurgischen Eingriffen angemahnt."

Der Magen-Darm-Arzt ist Spezialist für technisch anspruchsvolle minimal invasive Untersuchungen und Behandlungen mit endoskopischen Verfahren wie der Magen- und der Darmspiegelung sowie mit speziellen Ultraschall-Methoden. Er verfügt über große Erfahrungen im Umgang mit akuten und chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Verdauungssystems, die sehr individuelle und ausgefeilte Behandlungen erfordern. Nicht zuletzt kümmern sich die Magen-Darm-Ärzte um die Darmkrebsvorsorge, bei der die Darmspiegelung eindeutig die beste Methode ist.

Quelle: Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng)