30.06.2016
Bewegungs- und Motivationsprogramm für Tumorpatienten
Ein Bewegungs- und Motivationsprogramm für Tumorpatienten kann noch Teilnehmer aufnehmen. Die nächsten Kurse in Dresden starten am 5. und 21. Juli 2016.
Ein innovatives Bewegungs-Motivationsprogramm für Krebspatienten mit dem Namen „Aktiv in der Nachsorge" bietet das Universitäts KrebsCentrum (UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden seit Februar gemeinsam mit dem Universitäts-Physiotherapie-Zentrum an. Es findet großen Zuspruch bei den Teilnehmern, daher beginnen am 5. und 21. Juli 2016 auch schon die nächsten Kurse. Personen, die ihre Krebstherapie abgeschlossen haben und sich in der Nachsorge befinden, können sich ab sofort beim UCC für das Bewegungs- und Motivationsprogramm anmelden.
„Körperliche Aktivitäten in der Phase der Krebsnachsorge werden für die Betroffenen immer wichtiger", erklärt Prof. Gerhard Ehninger, geschäftsführender Direktor des UCC. „Denn verbesserte Früherkennungs- und Therapiemöglichkeiten haben die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens soweit verringert, dass nun die Lebensqualität nach der Behandlung eine wesentliche Rolle spielt." Vor allem physische Aktivitäten zeigen wissenschaftlichen Studien zufolge positive Effekte auf Körper und Psyche. Der von verschiedenen Fachgesellschaften ausdrücklich empfohlene Rehabilitationssport ist deshalb auch für Krebspatienten eine gute Möglichkeit, im Anschluss an die Behandlung aktiv zu werden.
Die jetzt startenden Kurse sind Teil des Programms „Aktiv in der Nachsorge", das vom UCC-Präventionszentrum entwickelt und wissenschaftlich begleitet wird. Die Stiftung Hochschulmedizin Dresden fördert diese Initiative, die Krebspatienten nach der Therapiephase über eine gesündere Lebensweise aufklärt.
Vielen Betroffenen, die sich schon vor der Krebsdiagnose wenig bewegt haben, fällt es häufig schwer, sich nach der Tumortherapie regelmäßig zu bewegen. „Um diese Patienten aktiv zu unterstützen, sind vor allem Strategien zur Förderung der Motivation wirksam. Als Stiftung ist uns die Unterstützung innovativer Programme, die wissenschaftlich überprüft sind, ein besonderes Anliegen. Deshalb tragen wir als Stiftung Hochschulmedizin Dresden einen Großteil der Kosten für das Programm „Aktiv in der Nachsorge"", erläutert Prof. Michael Meurer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
„Aktiv in der Nachsorge", das in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Onkologische Sport- und Bewegungstherapie" des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg unter der Leitung von Dr. Joachim Wiskemann entwickelt wurde, möchte Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, einen aktiven Lebensstil zu entwickeln und diesen vor allem auch über die Dauer des Programms hinaus aufrechtzuerhalten. „Diese Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Erfolgskriterium", betont Prof. Ehninger.
Das Programm „Aktiv in der Nachsorge" richtet sich an Personen, die ihre Krebstherapie bereits abgeschlossen haben, sich in der Nachsorge befinden und aus medizinischer Sicht bedenkenlos teilnehmen können. Weiterhin ist es vor allem für Menschen geeignet, denen es schwer fällt, regelmäßig körperlich aktiv zu sein beziehungsweise sich im Alltag zum Sport zu motivieren. Interessenten für das Programm können sich an das Team des Präventions- und Bildungszentrums wenden, das unter Telefon: 0351 458-7447 oder E-Mail: praeventionszentrum@krebscentum.de erreichbar ist.
Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
