07.03.2017

Darmkrebsmonat März 2017

Über Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs klärt die Gastro-Liga im Monat März auf, der zum jährlichen Darmkrebsmonat erkoren wurde.

Dieses Jahr steht der Darmkrebsmonat unter dem Motto: "Keine bösen Überraschungen - Information und Motivation zur Vorsorge und Früherkennung sind unser Ziel". Ab dem 55. Lebensjahr haben Krankenversicherte einen Anspruch auf eine Darmspiegelung zur Vorsorge gegen Darmkrebs. Viele Menschen nehmen diese potenziell lebensrettende Maßnahme jedoch nicht wahr. Eine Ursache dafür mag der immer noch relativ geringe Bekanntheitsgrad der Erkrankung in der Öffentlichkeit sein. Viele meiden die Untersuchung allerdings auch aus Angst vor der als unangenehm geltenden Darmspiegelung.

Aber: Keine Angst vor der Darmspiegelung, denn die Furcht davor ist in der Regel unbegründet. „Eine Darmspiegelung dauert nur etwa 20 Minuten und verläuft normalerweise ohne Schmerzen. Dabei untersucht der Arzt den Darm mit einem dünnen Kameraschlauch. So kann er Krebsvorstufen wie Polypen im Darm mit hoher Sicherheit erkennen und noch während der Untersuchung mit kleinen Werkzeugen entfernen", erklärt Prof. Jürgen F. Riemann, Projektleiter der Gastro-Liga für den Darmkrebsmonat März. Manche Menschen empfinden die Bewegungen des Schlauchs als unangenehm. Auf Wunsch kann der Arzt deshalb vor der Darmspiegelung ein leichtes Beruhigungsmittel verabreichen.

Wann ist welche Untersuchung sinnvoll? Ab einem Alter von 55 Jahren sollte die Darmspiegelung gemacht und nach zehn Jahren bei unauffälligem Erstbefund wiederholt werden. Bereits ab dem 50. Lebensjahr können Versicherte aber auch schon den sogenannten Okkulttest durchführen lassen. Damit lässt sich Blut im Stuhl nachweisen, auch wenn es für das bloße Auge nicht sichtbar ist. Der Test erfordert lediglich eine Stuhlprobe. Verstecktes Blut im Stuhl kann auf Krebsvorstufen im Darm hinweisen. Die Trefferquote ist jedoch deutlich geringer als bei der Darmspiegelung. Ab dem 1. April 2017 stehen den Versicherten quantitative immunologische Stuhltests mit deutlich besserer Empfindlichkeit zur Verfügung.

Menschen mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs sollten bereits in jüngeren Jahren an rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen denken. Das betrifft vor allem Menschen mit Krebs in der Familiengeschichte und Menschen, die an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden. „Gerade wenn Sie jemanden in der Familie haben mit Darmkrebs, kann diese Untersuchung Ihr Leben retten", meint Dr. Eckart von Hirschhausen, Schirmherr des Darmkrebsmonats März 2017 „Gehen Sie zur Darmspiegelung - man gönnt sich ja sonst nichts!"

Quelle: Gastro-Liga e. V.