07.01.2016
Erhöht Psoriasis-Arthritis das Depressionsrisiko?
Frauen mit Psoriasis-Arthritis haben offenbar ein erhöhtes Depressionsrisiko. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher aus den USA.
Patienten und Patientinnen mit bekannter Schuppenflechte der Haut (Psoriasis), können auch eine Gelenkbeteiligung, die sogenannte Psoriasis-Arthritis, eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, entwickeln. Betroffene Frauen haben offenbar ein erhöhtes Risiko für Depressionen. US-Forscher berichten, dass Patientinnen mit Schuppenflechte zu rund 30-38 Prozent eher gefährdet sind, depressiv zu werden als gesunde Frauen, vor allem wenn sie zusätzlich auch noch an Psoriasis-Arthritis erkrankt sind - dann steigt die Häufigkeit von Depressionen bei den Betroffenen auf 52-70 Prozent (siehe BJD 2015, Band 173, Seite 975-980).
Ob dies an der Krankheitslast liege oder an anderen Faktoren wie z.B. Entzündungsprozessen, sei den Studienautoren zufolge allerdings weitgehend unklar. Auffallend ist aber, dass der Zusammenhang zwischen Psoriasis bzw. Psoriasis-Arthritis und dem Depressionsrisiko umso schwächer wird, je mehr weitere Einflussfaktoren - wie z.B. Alter, Body Mass Index, körperliche Aktivität und Rauchen - berücksichtigt wurden. Das spricht wahrscheinlich eher dafür, dass die Erkrankung das Depressionsrisiko nur indirekt bestimmt, möglicherweise aufgrund einer geringeren Lebensqualität infolge der Krankheit.
