10.07.2007

Erhöhtes Diabetes-Risiko bei Schizophrenie-Patienten

Schizophrene Menschen, die über einen langen Zeitraum Neuroleptika eingenommen haben, erkranken häufiger an Typ-2-Diabetes. Der Body-Mass-Index war bei den Betroffenen dagegen nicht bedenklich...

An Schizophrenie erkrankte Patienten, die über längere Zeit mit Neuroleptika behandelt wurden, sind stärker gefährdet, Typ-2-Diabetes zu entwickeln, als die Allgemeinbevölkerung. Forscher der Universität Frankfurt am Main stellten in einer Studie mit 177 Patienten fest, dass 24% der Personen, die über einen Zeitraum von durchschnittlich 18 Jahren Neuroleptika erhalten hatten, einen erhöhten Blutzuckerspiegel aufweisen. Menschen, denen ein konventionelles Neuroleptikum oder ein Nicht-Dibenzodiazepin-Abkömmling verabreicht worden war, hatten dabei niedrigere Blutzuckerwerte als diejenigen, die mit Dibenzodiazepin-Verbindungen therapiert worden waren. Der Body-Mass-Index, der einen Risikofaktor für Diabetes darstellt, war in der Studie bei den medikamentös behandelten Personen nicht erhöht.

Bei schizophrenen Patienten hat man bereits vor der Einführung der Neuroleptika gehäuft eine Störung der Blutzuckerregulation beobachtet. Es wird daher diskutiert, ob Menschen, die an Schizophrenie leiden, genetisch bedingt auch zu Diabetes neigen. Der Typ-2-Diabetes wird als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Nieren- und Nervenschädigungen angesehen.

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