15.07.2009

Falsche Vorstellungen über Ursachen von Krebs

Viele Menschen wissen offenbar nicht, dass der eigene Lebensstil viel dazu beitragen kann, Tumore zu verhüten...

Die meisten Menschen haben einer großen Studie zufolge falsche Vorstellungen über die Krebsursachen. Demnach glauben die meisten, Krebs werde vor allem durch Umwelteinflüsse verursacht. Dem ist aber nicht so: Zu den Hauptursachen zählen ungesundes Konsumverhalten wie übermäßiger Alkoholgenuss und zu wenig Bewegung.

Über die Ursachen bestehen viele falsche Annahmen, heißt es in der Studie, für die 30.000 Menschen in 29 Ländern befragt wurden. So steigt erwiesenermaßen das Krebsrisiko mit dem Alkoholkonsum, betonte die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC). 42% der Befragten aus Wohlstandsländern glaubten jedoch, dass Alkohol keinen Einfluss hat. 57% sind der Ansicht, dass Stress und Umweltverschmutzung Risikofaktoren sind. Experten sind dagegen überzeugt, dass beides nur einem kleinen Teil der Krebserkrankungen zugrunde liegt.

Unterschiede in der Wahrnehmung stellten die Forscher auch zwischen Wohlstandsländern und Entwicklungsländern fest. Während in fast jeder 2. Befragte in Entwicklungsländer glaubt, man könne nicht viel tun, um Krebs zu verhindern, denken dies in reichen Ländern nur 17%.

Die Tatsache, dass Krebs für viele in erster Linie durch unbeeinflussbare äußere Faktoren wie Luftverschmutzung verursacht wird und nicht durch das eigene Verhalten, ist für Experten ein Indiz dafür, dass eine umfassende Aufklärungsarbeit auch künftig unverzichtbar ist.