02.03.2009

Forscher messen geringsten Sauerstoffgehalt im Blut

Bergsteiger haben kurz vor dem Gipfel des Mount Everests den niedrigsten Sauerstoff-Gehalt im Blut...

Normalerweise liegt der Sauerstoff-Gehalt im menschlichen Blut zwischen 12 und 14 Kilopascal. Bei Bergsteigern wurden nun im Durchschnitt 3,3 Kilopascal gemessen, der geringste ermittelte Wert lag sogar bei 2,6 Kilopascal (New England Journal of Medicine 2009, 360, Seite: 140). Wer einen Wert von weniger als 8 Kilopascal aufweist, gilt üblicherweise bereits als ernsthaft krank.

Wissenschaftler hatten 4 Bergsteigern auf einer Höhe von 8.400 Metern Blut aus einer Beinarterie abgenommen. Das Team hatte bei der Expedition zum höchsten Berg der Erde (8.848 Meter) Sauerstoffmasken benutzt und diese 20 Minuten vor der Messung abgelegt.

Indem sie gesunde Menschen in großer Höhe untersuchen, in der Sauerstoff knapp ist, hoffen die Forscher, die physiologischen Veränderungen im Körper besser zu verstehen. So könnte beispielsweise die Behandlung von Patienten auf Intensivstationen verbessert werden, denn dort sind niedrige Sauerstoffspiegel fast immer ein Problem. Die Erkenntnisse könnten möglicherweise auch zu einer besseren Behandlung von akuten Atemnot-Syndromen, Mukoviszidose, Emphysemen oder septischen Schocks führen.