23.03.2010

Gene für rheumatische Wirbelsäulenerkrankung gefunden

US-Forscher aus Houston (Texas) haben bestimmte Genorte identifiziert, die das Risiko für eine Erkrankung an ankolysierender Spondylitis (AS) erhöhen…

Die ankolysierende Spondylitis (AS) befällt meist junge Menschen im Teenageralter bzw. in ihren 20-er und 30-er Jahren und führt letztendlich zu einer kompletten Versteifung der Wirbelsäule, die den betroffenen Patienten keinerlei Streckung und Dehnung erlaubt. Jetzt haben Forscher des The University of Texas Health Science Center in Houston (USA) bestimmte Areale in der Erbsubstanz des Menschen identifiziert, die bei der Entstehung dieser entzündlichen und körperlich stark einschränkenden Erkrankung eine Rolle spielen.

Insgesamt werden vier Genorte auf den Chromosomen Nummer 2 und 21 sowie in den Signalwegen für Interleukin(IL)-23 und IL-1 Cytokin beschrieben, die das Risiko für eine Erkrankung an AS erhöhen (siehe Nature Genetics 2010, Band 42, Seite 123-127). Um zu diesem Ergebnis zu kommen, hatten die Wissenschaftler die gesamte Erbsubstanz (das Genom) von 2053 AS-Patienten europäischer Herkunft mit dem Gnom einer 5140 starken, gesunden Kontrollgruppe verglichen und die gefundenen Unterschiede dann in einer weiteren Untersuchung (mit 898 AS-Patienten und 1518 gesunden Teilnehmern) bestätigt.

„Diese Entdeckung verhilft uns dazu, besser zu verstehen, wodurch die Krankheit AS ausgelöst wird, und kann uns die Richtung für neue Behandlungsstrategien und diagnostische Testverfahren weisen“, erklärt Dr. John Reveille, der die Studie geleitet hat und Direktor der Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immungenetik am The University of Texas Health Science Center in Houston ist.