12.04.2015

Geschlechtsspezifische Aspekte bei Rheumatoider Arthritis berücksichtigen!

Bei männlichen und weiblichen Patienten mit Arthritis treten unterschiedliche Begleiterkrankungen häufiger auf. Darauf sollte bei der Diagnose stärker geachtet werden, raten Rheumatologen des BDRh.

Begleiterkrankungen können den Verlauf und die Behandlung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie Rheumatoider Arthritis (RA) wesentlich beeinflussen. Dabei treten bei männlichen und weiblichen RA-Patienten ganz unterschiedliche Begleiterkrankungen häufiger auf. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) unter Berufung auf aktuelle Studienergebnisse aus Deutschland hin (siehe Zeitschrift für Rheumatologie 2014, Band 73/7, Seite 607-614). „Forscher des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin haben festgestellt, dass RA-Patientinnen häufiger unter Depressionen, Fibromyalgie und Schilddrüsenunterfunktion leiden. Männer mit RA hingegen entwickeln häufiger eine Herz-Gefäß-Erkrankung oder Diabetes. Bei beiden Geschlechtern sind zudem Gelenkverschleiß (Arthrose) und Knochenschwund (Osteoporose) häufig", berichtet Dr. Silke Zinke, Vorstandsmitglied des BDRh und praktizierende Rheumatologin in Berlin. Der BDRh rät, bei der Untersuchung und Diagnostik von RA-Patienten- und Patientinnen stärker auch auf mögliche geschlechtsspezifische Aspekte zu achten, um die Behandlung zu optimieren. „Eine detailliertere Diagnostik ermöglicht zielgerichtetere Therapiemaßnahmen, was den Behandlungserfolg und die Lebensqualität der betroffenen Patienten deutlich erhöhen kann", betont Dr. Zinke.

Quelle: äin-red

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