14.06.2010
Hantavirus: Wie man sich schützen kann
Das Virus wird durch von Mäuseexkermenten verunreinigten Staub übertragen...
In Baden-Württemberg haben sich dieses Jahr schon mehr als 230 Menschen mit dem Hantavirus infiziert. Das seien fast dreimal mehr als im Vorjahr, teilte die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse in Stuttgart mit. Seit Jahren sind der Südwesten und insbesondere die Landkreise Stuttgart und Böblingen am stärksten von dem Virus betroffen. Die Infizierten leiden unter Grippesymptomen wie Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Nierenversagen.
Verantwortlich für die hohe Anzahl an Erkrankungen in diesem Jahr ist die hohe Population der Rötelmaus, die das Virus auf den Menschen überträgt. Gerade beim Saubermachen in Garagen oder Scheunen kann durch Mäusekot, Speichel oder Urin kontaminierter Staub aufgewirbelt werden. Wenn dieser eingeatmet wird, kann es zur Infektionen mit dem Hantavirus kommen. Die Erkrankten haben in den meisten Fällen etwa drei Wochen lang mit Grippesymptomen zu kämpfen. Ungefähr die Hälfte aller Patienten muss im Krankenhaus behandelt werden.
Impfen lassen kann man sich gegen das Virus nicht. Um einer Infektion vorzubeugen, sollte man daher Mäuse sowie ihren Kot und Urin meiden und beim Saubermachen keinen Staub mit in die Wohnung tragen. Auch ein Mundschutz und Handschuhe beim Reinigen der Räume können helfen, eine Erkrankung zu verhindern.
