05.05.2016
Heart-Failure-Awareness-Day 2016
Zur Aufklärung über die Volkskrankheit Herzschwäche findet vom 6. bis zum 8. Mai der Europäische Tag der Herzschwäche (Heart-Failure-Awareness-Day 2016) mit vielen Aktionen auch hierzulande statt.
Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist mit geschätzten 26 Millionen Betroffenen weltweit eine der am stärksten drängenden medizinischen und sozioökonomischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Sie belegt den ersten Platz der Ursachen-Hitliste für Krankenhauseinweisungen. Bundesweit sind bis zu drei Millionen Menschen betroffen, 50% sterben innerhalb von 4 Jahren nach der Diagnose. Aufklärung ist deshalb dringend erforderlich.
Auf Initiative der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie starten bereits zum sechsten Mal die europaweiten Aktionstage zur Aufklärung über die Volkskrankheit Herzschwäche - der so genannte Heart-Failure-Awareness-Day 2016 (HFA-Day). Auch in Deutschland wird bundesweit in Kliniken und Herzzentren zu Tagen der offenen Tür, zu Informationsveranstaltungen oder zu Gesundheitschecks und Mitmachaktionen geladen.
Wer sich zum Beispiel aktiv an der Herzinsuffizienzforschung beteiligen möchte, kann online bis Ende Juni an der großen Umfrage zu Herzschwäche teilnehmen (https://go.uniwue.de/hfa-day-2016). Wer sich während des HFA-Days aktiv zeigen möchte, kann bei einer der sieben Touren mit Herz mitradeln. Sie finden statt, um ein Zeichen für mehr Bewegung im Alltag und für die Gesundheit zu setzen. Weitere Termine und Infos: www.knhi.de und www.dzhi.de/.
Die deutschlandweiten Aktionen koordiniert das Kompetenznetz Herzinsuffizienz (KNHI) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) am Universitätsklinikum Würzburg. Seit 2010 erforscht und behandelt das DZHI die kardiologische Erkrankung Herzinsuffizienz und ihre Komplikationen und entwirft innovative Therapiekonzepte. Bereits seit der Entstehung des HFA-Days setzen sich die Kardiologen des Zentrums für die Aufklärungs- und Präventionskampagne ein: „Der HFA-Day ist für uns ein wichtiges Element der Präventionsarbeit", sagt Prof. Stefan Störk, wissenschaftlicher Geschäftsführer des DZHI. „Da davon auszugehen ist, dass die Herzschwächefallzahlen weiter zunehmen und noch viele Herausforderungen auf uns zukommen, ist es sehr wichtig, dass jeder Einzelne über Herzschwäche und deren Vermeidung Informationen erhält".
Nationaler Partner ist die Deutsche Herzstiftung, die sich seit über 35 Jahren für die Herzgesundheit Deutschlands einsetzt. „Zur Bekämpfung der weiterhin hohen Sterblichkeit, insbesondere der koronaren Herzkrankheit (KHK), die der Herzschwäche am häufigsten vorausgeht, setzen wir vor allem auf gezielte Aufklärung. Jeder sollte die Bedeutung eines gesunden Lebensstils für die Vorbeugung von KHK und Herzschwäche sowie die Herzinfarkt-Alarmzeichen kennen", betont Prof. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Herzstiftung. „Dazu bieten wir über unsere Homepage (http://www.herzstiftung.de/) für jeden erreichbar und verständlich viele Ratgeber, den Herzinfarkt-Risikotest und den Herzstiftungs-Newsletter an." Anzutreffen ist die Herzstiftung während der HFA-Day-Aktionstage bei vielen Veranstaltungen, wo sie gemeinsam mit den veranstaltenden Kliniken und Herzzentren alle Interessenten über Herzschwäche informiert.
Der Ratgeber „Herzschwäche verstehen und (be)handeln" des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz (KNHI), dessen Projektbüro im DZHI ansässig ist, informiert über Herzschwäche auch in Bezug auf aktuelle Forschungsergebnisse und den Vorteil von der Teilnahme an klinischen Studien bei bestimmten Herzschwächeformen. Die Broschüre ist kostenfrei erhältlich bei: Kompetenznetz Herzinsuffizienz, Straubmühlweg 2a, 97078 Würzburg, E-Mail: info@knhi.de.
Quelle: Universitätsklinikum Würzburg
