07.06.2011

Herzinfarktrisiko nach Verzicht auf Zigaretten rasch gesenkt

Schon zwölf Monate nach der letzen Zigarette reduziert sich das Risiko von Exrauchern für einen Herzinfarkt in den folgenden zehn Jahren erheblich - von 4,2 Prozent auf 0,8 Prozent.

Bereits zwölf Monate nach ihrer letzten Zigarette haben Ex-Raucher ein deutlich reduziertes Herzinfarkt-Risiko: Der Blutdruck der untersuchten Personen verringerte sich im Durchschnitt von 149/88 mmHG (Millimeter Quecksilbersäule) auf 129/81, das Gesamtcholesterin von durchschnittlich 6,2 auf 5,2 mmol/L. Das zeigt eine Studie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck (siehe Stritzke et al, Smoking cessation: Significant reduction of predicted cardiovascular risk in longterm smokers, Abstract V1271, Clin Res Cardiol 100, 2011), die auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) in Mannheim präsentiert wurde. Dort diskutierten vom 27. bis 30. April mehr als 7500 Teilnehmer aus rund 25 Ländern aktuelle Entwicklungen aus allen Bereichen der Kardiologie.

Die Forscher hatten eine Gruppe von 64 Rauchern einem Entzugsprogramm unterzogen, 82 Prozent waren auch nach einem Jahr noch rauchfrei. In diesem Programm wurde zusätzlich zum Rauchverzicht besonders darauf geachtet, dass die Teilnehmer nicht an Gewicht zunahmen. Das Risiko für ein tödliches Herz-Kreislaufereignis in den nächsten zehn Jahren reduzierte sich von 4,2 Prozent auf 0,8 Prozent. Die beobachtete Risikoreduktion ließ sich allein mit der Zigarettenentwöhnung erzielen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.