07.09.2014
Herzsport ist auch gut fürs Gehirn
Ausdauersport fördert den Erhalt der Gefäßelastizität. Dies senkt nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, sondern gewährleistet auch eine bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns.
Regelmäßiger Ausdauersport kann bekanntlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, trägt aber offenbar auch dazu bei, die kognitive Leistungsfähigkeit des Gehirns in höherem Alter zu erhalten. Darauf weisen die Kardiologen des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK) hin unter Berufung auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie (siehe Neurobiology of Aging, Online-Veröffentlichung am 20.8.14), der zufolge es einen direkten Zusammenhang zwischen der kardiorespiratorischen Fitness, der Elastizität der Hauptschlagader (Aorta) und der Gehirnfunktion gibt: Ältere Erwachsene (im Alter zwischen 55 bis 75 Jahren), die körperlich besser trainiert waren, wiesen eine geschmeidigere Aorta auf und schnitten bei einem kognitiven Test besser ab als weniger fitte Studienteilnehmer. „Mit zunehmendem Alter verlieren die Blutgefäße ihre Elastizität und versteifen zusehends. Dieser Altersprozess ist als erstes in der Aorta nachzuweisen, die das Gehirn und andere Körperorgane mit sauerstoffangereichertem Blut aus dem Herzen versorgt. Ausdauersport kann dieser Alterung entgegenwirken, da u.a. die vermehrte Durchblutung bei körperlicher Aktivität die Elastizität der Gefäße fördert. Dies gewährleistet auch eine bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns und erhält dessen Leistungsfähigkeit dadurch offenbar besser als bei Bewegungsmuffeln", erläutert Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des BNK und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. „Sicherlich gibt es noch andere Ursachen für eine nachlassende Hirnfunktion im Alter. Aber der Erhalt der Gefäßelastizität stellt einen der Mechanismen dar, der den Anti-Aging-Effekt von Ausdauersport auf Herz und Gehirn gut nachvollziehbar macht."
Quelle: äin-red
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