31.08.2008

Herzstolpern meist ungefährlich

Wenn ab und zu das Herz "aussetzt", kann dies auch natürliche Ursachen haben..

Gelegentliche zusätzliche Herzschläge sind meist harmlos und können auch bei Menschen mit gesundem Herzen auftreten. Selbst bei jüngeren Menschen gerät der Herzrhythmus immer wieder einmal aus dem Takt, ohne dass dies gesundheitliche Folgen haben muss, so der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Bei stärkeren Störungen des Herzrhythmus sollten Betroffene dagegen ein Facharzt aufsuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Verschiedene äußere Einflüsse können ein gesundes Herz zum „Stolpern" bringen. Dazu zählen psychische und körperliche Anspannung, Schlafmangel und Angst. Auch übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss können zusätzliche Herzschläge auslösen. „In der Regel sind diese so genannten Extrasystolen ungefährlich und müssen nicht behandelt werden. Gerade gesunde Menschen beunruhigt ein unregelmäßiger Herzschlag aber besonders", sagt Prof. Wolfram Delius vom BDI.

"Außerplanmäßige" Herzschläge oft normal

Herzstolpern kann in den Herzvorhöfen oder den Herzkammern entstehen. Dabei werden die eigentlichen „Extra"-Schläge meist gar nicht bemerkt, da diese oft sehr schwach ausfallen. Da der nächste „reguläre" Herzschlag dadurch später und stärker erfolgt, entsteht bei den Betroffenen der Eindruck eines „Herzaussetzers". „Diese Aussetzer können bei Betroffenen die Angst vor einem möglichen Herzversagen hervorrufen, obwohl das Herz eigentlich völlig gesund ist. Diese Sorge ist aber unbegründet. Oft reicht schon ein gesunder Lebenswandel mit Sport, ausreichend Schlaf und wenig Alkohol und Tabak aus, den Herzschlag zu beruhigen", so Prof. Delius.

Wer allerdings mehr als 10 bis 15 Extra-Schläge pro Minute hat oder Extra-Schläge in häufiger und schneller, unregelmäßiger Folge bemerkt, sollte sein Herz von einem Kardiologen untersuchen lassen. „Häufige Extrasystolen können nämlich auch Anzeichen einer ernsten Herzerkrankung sein, wie z.B. Herzklappenfehler oder Herzmuskelentzündungen. Manchmal sind sie auch Folge eines Herzinfarktes", warnt Prof. Delius. Diese Erkrankungen müssten unbedingt rechtzeitig behandelt werden, um unter Umständen ernstere oder sogar lebensbedrohliche Folgen zu verhindern.

 

 

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