23.10.2007
HIV-Neuinfektionen sind erneut angestiegen
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 haben sich in Deutschland erneut mehr Menschen mit dem Aids-Virus angesteckt...
Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es zwischen Januar und Juli diesen Jahres 1.334 gemeldete HIV-Neuinfektionen. Das waren 9% mehr als in der ersten Jahreshälfte 2006. Damals wurden 1.224 neue Fälle registriert. Im Vergleich mit dem 2. Halbjahr 2006, als 1.414 Fälle gemeldet wurden, ist die Zahl der Neuansteckungen leicht gesunken, teilte das RKI am Montag mit. Insgesamt blieb sie in Deutschland aber auf einem hohen Niveau.
Mit dem Aids-Virus stecken sich vor allem homosexuelle Männer an. Bei ihnen wuchs die Zahl der Neudiagnosen weiter an. Auch von der 2. Jahreshälfte 2006 bis zum Juli 2007 verzeichnete das RKI hier einen Anstieg um 5%. Von Januar bis Juli wurden aber auch 16 HIV-Infektionen bei Kindern und Neugeborenen diagnostiziert, die sich bei ihren Mütter angesteckt hatten. In 10 Fällen war den Frauen während der Schwangerschaft kein HIV-Test angeboten worden. Seit September 2007 sollen Frauenärzte HIV-Tests im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge generell empfehlen.
„Wir müssen die Entwicklung sorgfältig beobachten, auch die Präventionsbemühungen müssen auf hohem Niveau gehalten werden", sagte RKI-Präsident Reinhard Kurth zu den neuen HIV-Zahlen. Aufklärung und Vorbeugung sollen künftig noch genauer auf Zielgruppen zugeschnitten werden.
Zusätzliche Informationen zum Thema HIV und Aids finden Sie auch unter www.hiv-info.de.
