22.04.2015

Hoher Salzkonsum plus Rauchen verdoppelt das Risiko für Rheumatoide Arthritis

Wer als Raucher gerne salzreich isst, erhöht sein Risiko an rheumatoider Arthritis zu erkranken, um mehr als das Doppelte. Das geht aus einer aktuellen schwedischen Studie hervor.

In Tierversuchen und Studien mit menschlichen Zellen hat sich abgezeichnet, dass viel Kochsalz (NaCl) in der Ernährung entzündungsfördernd ist (durch Stimulation von Th12-Zellen) und insofern das Risiko für die Entwicklung einer Rheumatoiden Arthritis (RA) erhöhen könnte. Einen solchen Zusammenhang konnten Forscher um Björn Sundström aus Schweden in ihrer Studie (siehe Rheumatology 2015, Band 54, Seite 487-493) zunächst allerdings nicht finden. Erst als sie ausschließlich die aktiven Raucher und Exraucher unter den Studienteilnehmern betrachteten, wurde deutlich, das Rauchen und hoher Salzkonsum das Risiko für RA mehr als verdoppelt. Dabei handelt es sich offenbar um einen additiven Effekt, bei dem beide Faktoren - Rauchen und hoher Salzkonsum - etwa zur Hälfte zur Erhöhung des RA-Risikos beitragen. Insofern war bei Rauchern und Exrauchern, die einen geringen Salzverbrauch aufwiesen, auch kein erhöhtes RA-Risiko zu verzeichnen.

Diese Studienergebnisse liefern neue Einsichten darüber, welche Einflüsse im Einzelnen dazu führen, dass Raucher häufig an RA erkranken bzw. als RA-Patienten mehr Probleme bei der Behandlung ihrer RA haben. Hoher Salzkonsum scheint ein Risikofaktor für die Entwicklung dieser entzündlich-rheumatischen Erkrankung bei Rauchern zu sein.