02.07.2008
Internisten unterstützen Aktionsbündnis zur Rettung der Krankenhäuser
Immer mehr Kliniken in Deutschland müssen schließen. "Dies bedroht die Gesundheit der Bevölkerung", warnt der BDI...
Europas größter Facharztverband unterstützt das Aktionsbündnis „Rettung der Krankenhäuser". Angesichts immer höherer finanzieller Belastungen für die deutschen Krankenhäuser, drohen weitere Klinikschließungen und Personalabbau. „Die Kliniken bluten finanziell aus. In dieser existenziellen Notlage der Krankenhäuser solidarisiert sich der Berufsverband Deutscher Internisten BDI e.V. mit den Forderungen des Aktionsbündnisses für eine ordentliche und nachhaltige Finanzierung der deutschen Kliniken", sagt BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack.
„Die Politik trägt entscheidende Mitverantwortung dafür, dass die Patienten eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung erhalten können", betont Dr. Wesiack. Seit 1993 wurden über 200 Krankenhäuser und rund 23% der Klinikbetten abgebaut. Die Zahl der stationär behandelten Patienten stieg von 1991 bis 2008 dagegen um 15% auf 16,8 Millionen. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Verweildauer um 40% von 14 auf 8,5 Tage. Das hat zu einer immensen Arbeitsverdichtung geführt. „Der BDI fordert die Politik auf, dieser gefährlichen Entwicklung sofort entgegenzusteuern, und zwar durch eine vollständige Refinanzierung der Tarifentwicklung, eine realistische Vergütung aller Leistungsausgaben sowie eine Rücknahme der Sanierungsabgabe an die Krankenkassen. Zudem muss mehr Geld für Arbeitsplätze und für die Nachwuchssicherung zur Verfügung gestellt werden", fordert der BDI-Präsident.
