02.06.2015
Medikamenten-Pass kann Patienten mit Herzschwäche helfen
Fehler bei der Medikamenteneinnahme sind bei Patienten mit Herzschwäche häufig Auslöser für eine Klinikeinweisung. Ein Medikamenten-Pass kann Abhilfe schaffen.
Jedes Jahr werden hierzulande mehr als 386.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil sich ihre Erkrankung verschlimmert hat. Da sehr häufig Fehler bei der Medikamenteneinnahme Auslöser dieser Verschlimmerung sind, bietet die Deutsche Herzstiftung einen handlichen Medikamenten-Pass speziell für Menschen mit Herzschwäche an. Der Pass hilft Betroffenen auf einfache Weise, alle Medikamente korrekt einzunehmen, erleichtert es ihnen so, Fehler bei der Medikamenteneinnahme zu vermeiden und ist auf im Internet unter www.herzstiftung.de/medikamenten-pass oder telefonisch unter 069 955128-400 kostenlos erhältlich.
„Bei chronischer Herzschwäche ist eine korrekte Einnahme der Medikamente besonders wichtig, weil diese den geschwächten Herzmuskel entlasten und das Herz vor Stresshormonen schützen. Setzen Betroffene eigenmächtig ihre Medikamente ab oder versäumen mehrmals die Tabletteneinnahme, laufen sie Gefahr, sich in eine lebensbedrohliche Verschlechterung der Herzschwäche hineinzumanövrieren", warnt Prof. Dr. med. Thomas Eschenhagen, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung und Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Neben der korrekten Einnahme der Medikamente können Herzschwächepatienten noch mehr für ihr Herz tun, indem sie z. B. bei stabiler Herzschwäche maßvolles Ausdauertraining betreiben, beim Essen auf eine begrenzte Kochsalzzufuhr achten und ihr Gewicht täglich kontrollieren, wenn eine Tendenz zur Bildung von Ödemen besteht.
Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.
