09.02.2014
Mehr Bewegung kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken
Eine Steigerung der täglich zurückgelegten Schrittanzahl kann das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich reduzieren. Der BNK empfiehlt, täglich spazieren zu gehen.
Auch ältere Menschen profitieren gesundheitlich erheblich davon, wenn sie in ihren Alltag mehr körperliche Bewegung integrieren. Das belegen zwei neue Studien, auf die Experten des Bundesverbands der Niedergelassenen Kardiologen (BNK) hinweisen (siehe Stroke, Online-Vorabveröffentlichung am 14.11.13 und The Lancet, Online-Vorabveröffentlichung am 20.12.13). „Bereits ein täglicher Spaziergang von zwanzig Minuten verringert das Schlaganfallrisiko bei Gesunden in einem Alter zwischen 60 und 80 Jahren um 8 Prozent. Wer täglich eine halbe bis ganze Stunde zu Fuß geht, kann sein Risiko für einen Schlaganfall um 11 Prozent senken, bei ein bis zwei Gehstunden pro Tag um 30 Prozent. Dieser Effekt lässt sich noch weiter steigern, denn er ist dosisabhängig. Das heißt: je länger die Spaziergänge pro Tag dauern, umso besser ist dies für Herz und Kreislauf", erläutert Dr. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK) und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. So konnten besonders rüstige Über-Sechzigjährige mit mehr als 22 Gehstunden pro Woche (also mehr als drei Stunden pro Tag) im Vergleich zu inaktiven Senioren ihre Schlaganfallrate sogar um 65 Prozent verringern. „Mehr Bewegung in Form eines täglichen Spazierganges erweist sich damit als eine effektive Methode für ältere Menschen, um gegen Schlaganfälle vorzubeugen", betont Smetak.
Die Anzahl der Schritte zählt
Mehr körperliche Bewegung kann zum Beispiel auch eine Erkrankung an Diabetes verhindern und das damit verbundene, erhöhte Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken. „Schon zweitausend Schritte mehr am Tag können das kardiovaskuläre Risiko von Senioren, die bereits unter Prädiabetes (einer Vorstufe des Altersdiabetes) leiden, um 10 Prozent verringern - und zwar ganz unabhängig von ihrem bisherigen Aktivitätslevel und Körpergewicht. „Allein eine Steigerung der täglich zurückgelegten Schrittanzahl kann also das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall bereits reduzieren", erklärt Smetak. „Wer sich zu mehr Bewegung motivieren möchte, muss daher nicht unbedingt gleich einen Vertrag mit einem Fitnessstudio abschließen. Man kann auch einfach mehr zu Fuß gehen und - um das zu forcieren - eventuell die Anschaffung eines Schrittzählers in Erwägung ziehen."
Quelle: äin-red
Dies ist eine Pressemeldung des Bundesverbands der Kardiologen (BNK). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kardiologen-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des Patienteninformationsportals der Kardiologen-im-Netz verlinken.
