23.12.2014

Mehr Gelenkschutz im Alltag

Praktische Tipps, wie aktiver Gelenkschutz im Alltag effektiv möglich ist, präsentieren fünf neue Videos und ein umfassender Ratgeber der Deutschen Rheuma-Liga.

Socken anziehen, Dinge aufheben, Flaschen öffnen: Solche alltäglichen Verrichtungen sind für Menschen mit Gelenkentzündungen aufgrund einer chronischen rheumatischen Erkrankung, unter der jeder vierte Bundesbürger leidet, oft wahre Herausforderungen. Gerade in den Anfängen der Erkrankung muten sich die Betroffenen oft noch zu viel zu. Sie überlasten ihre Gelenke und missachten den Schmerz. „Beginnen Sie mit dem aktiven Gelenkschutz, bevor sich Gelenkveränderungen zeigen und Schmerzen spürbar sind. Je früher Sie handeln und sich Rat holen, desto weniger Schaden entsteht auf längere Sicht in den Gelenken", rät die Rheumatologin Prof. Erika Gromnica-Ihle. Jede Menge praktische Tipps für den aktiven Gelenkschutz im Alltag bietet die Deutsche Rheuma-Liga in fünf neuen Videos in HD-Qualität und zum Nachlesen im Ratgeber „Gelenkschutz im Alltag - gewusst wie!"

Dabei geht es um alltägliche Situationen, wie Ankleiden und Körperpflege, Arbeiten in der Küche und am Schreibtisch und um das richtige Tragen von Einkäufen. Auch gelenkschonende und muskelkräftigende Sportarten, wie zum Beispiel Schwingen und Springen auf dem Mini-Trampolin werden gezeigt. „Das Mini-Trampolin lässt sich auch zu Hause einsetzen und ist für viele Rheumatiker geeignet", weiß die Berliner Ergotherapeutin Susanne Bitzer. „Zusammen mit einem Physiotherapeuten können Sie ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm erarbeiten. Das Hüpfen macht Spaß und ganz nebenbei werden alle Muskelgruppen auf sanfte, gelenkschonende Weise stimuliert und gekräftigt."

Oft hilft auch schon ein dickerer Griff bei Stiften, eine Greifzange oder ein Strumpfanzieher. Bei PC-Arbeiten kann ein Mauskissen aus Schaumstoff das Handgelenk stabilisieren. Anleitungen zum Gelenkschutz geben die Ergotherapeuten. Das Rezept „Anleitung zur motorisch-funktionellen Behandlung" stellt der behandelnde Arzt aus. Die Krankenkassen übernehmen für spezielle Hilfsmittel, wie zum Beispiel die Greifzange nach einer Hüft-OP, die Kosten. Die meisten Gegenstände des täglichen Gebrauchs, wie elektrische Dosenöffner, ergonomische Messer oder Eincreme-Hilfen, fallen jedoch nicht darunter.

Videos und weitere Informationen sind im Internet verfügbar: www.rheuma-liga.de/gelenkschutz. Die 44- seitige Broschüre kann man gegen 1,45 € Rückporto bei der Rheuma-Liga bestellen.  Zu Bewegungs- und Beratungsangeboten informieren die Verbände unter dem Service-Telefon: 01804 - 600 000 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, 42 Cent im Mobilfunk). Bestelladresse für die Broschüre:

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn